Montag, 24. Dezember 2007
Jared Diamond, ein Pulitzer Preisträger, beleuchtet in diesem Buch den Niedergang von Zivilisationen und wie es teilweise zur mehr oder weniger plötzlichen Auslöschung gesamter Bevölkerungsgruppen gekommen ist. Durch die Kombinationen unterschiedlicher Faktoren wie Umweltschäden, Klimaveränderungen, feindliche und freundliche Nachbarn sowie die Reaktion auf Probleme und deren Ausprägung kann eine Zivilisation untergehen oder dies verhindern. Anhand von Beispielen wie der Osterinsel, den Anasazi, der Besiedelung Grönlands durch die Wikinger, aber auch aktuelle Themen wie China bzw. die Welt im gesamten erläutert Diamond, durch welche Faktoren diese Zivilisationen untergegangen sind oder welche Probleme in Zukunft gelöst werden müssen, damit eine Gesellschaft nicht zerbricht. All das wird auf ca 650 Seiten erläutert und ist zwischendurch sehr detailverliebt und langatmig, so dass das Lesen des Buches nach hinten hin immer mehr nach "Durchhalten" mutiert als nach fesselnder Lektüre. Fazit: Nur kaufen, wenn man Zeit hat und das Thema wirklich interessiert.
Montag, 24. Dezember 2007
Als begeisterter Leser von Günter Wallraffs "Berichten aus dem Leben" musste ich mir die Stories, die aufgrund von Prozessen oder der Dauer der Recherche nicht ganze Bücher einnehmen, ist das Buch "13 unerwünschte Reportagen" ein weiterer hochinteressanter Einblick in die Denkweise einiger mehr oder weniger elitärer Kreise. Teilweise liest man, wie er sich als Alkoholiker in die Psychatrie einweisen lässt, er probiert, an Waffen zu gelangen, enttarnt ein sorgsam gehütetes Geheimnis eines bewaffneten Werkschutzes gegen Streiks oder zeigt die immer noch an Lehnsherren angelehnte Lebensweise einer Adligen, die die Mieter ihres Hauses wie Knechte behandelt. Interessant und abstoßend zugleich, aber jede Zeile wert.
Samstag, 22. Dezember 2007
Der Router kam mit der Alice Lieferung. Auf dem Teil läuft ein abgespecktes Linux mit ner Busyboy. Via SSH kann man sich als Benutzer "user" einloggen, und wenn man etwas auf der mitgelieferten Alice Installations CD schnuppert, findet man auch das Password für den Admin-Zugang. Die Programme auf der Install-CD machen wahrscheinlich ein paar GET-Requests, womit sie den Router konfigurieren. Mit Hilfe des normalen Benutzeraccounts kann man lediglich die WLAN-Einstellungen verändern. Großes Tennis ist hier aber auch der JavaScript Code, der an den Browser übertragen wird. Anhand dessen wird ausgesucht, welche Konfigurationen für den Benutzer angezeigt werden sollen. Da hat wieder jemand mitgedacht. Sobald man aber das Admin Passwort gefunden hat, kann man dort auch die entsprechenden Einstellungen vornehmen und den Router neustarten. Dann funktioniert auch alles wie gewollt. Außerdem kann man erst dann Dinge wie syslog Host, port Forwarding, port triggering(?), dyndns Einträge etc selber verwalten. Sonst macht so ein Router ja auch nicht so viel Sinn...
Insgesamt entbehrt aber doch nicht das Gefühl, dass man hier mal wieder auf ein Stück relativ unreife Software gestoßen ist (zumindest der Teil, der den Anwender so stark vor der Komplexität schützen soll), die einfach nur schnell fertig werden musste... Update: Ich hab den Router jetzt ausgetauscht. Das Teil ist der letzte unverlässliche ... Die ADSL Leitung wird überhaupt nicht mehr gefunden. Zurücksetzen auf Fabrikeinstellungen bringt rein gar nichts. Sehr verlässlich. Abgesehen davon war die Leitung auch zwischendurch tot. Just beim Gespräch an der (natürlich kostenpflichtigen) Hotline ging es wieder, obwohl natürlich nichts geändert worden ist...
Donnerstag, 20. Dezember 2007
Ich habe hier meine Erfahrungen mit Alice DSL zusammengefasst (rein objektiv natürlich), so dass auch andere was davon haben. 19.11.2007 - Bestellung über das Webfrontend, relativ einfach für gediegene Informatiker. Alles entspannt. 20.11.2007 - Erste Email (nach der Bestätigungs-SMS). Es fehlen die Angaben des Vormieters (die waren ja auch nicht Pflicht...). Ich möge mich doch bitte auf der Webseite einloggen und diese nachliefern. Blöd nur, dass ich noch gar keine Zugangsdaten habe. Die Auftragsbestätigung trudelt erst einige Stunden später ein. Auch meine Email, dass ich noch keine Daten habe, wird nur mit einem lapidaren "Bitte haben Sie noch etwas Geduld und schreiben sie ihre Daten ja nicht in die Antwortmail" beantwortet. 20.11.2007 - Zweite Mail. Auftragsbestätigung. Termin: Ende Dezember. Großes Tennis. Probiert, mich mit den Zugangsdaten einzuloggen "im Moment leider nicht möglich, bitte probieren sie es gleich nochmals". Ganz groß. 21.11.2007 - Login funktioniert. Allerdings lässt sich das Formular, um den Vormieter einzutragen nicht finden. Anschlußfreischaltung ist jetzt auf den 5.12.2007 gelegt. Ich bin gespannt. 21.11.2007 - Abends einen Anruf bekommen, bei dem noch mal explizit nach den Vormietern gefragt wurde. Entweder ist denen aufgefallen, dass man das nicht eintragen kann im Web, oder es handelt sich um eine hochgeheime Serviceoffensive. 6.12.2007 - Alice Webfrontend: Voraussichtlicher Anschlußtermin: 5.12.2007 - ahso 11.12.2007 - SMS bekommen. Freischaltung am 17.12.2007. Ganztägig zu Hause sein (von 8.00 bis 16.00 Uhr). Sehr arbeitnehmerfreundlich... 17.12.2007 - Techniker ist da gewesen. Router anschließen, einen guten Siemens SL-141-I. Anscheinend konfiguriert der sicher aber nur über die Windows Install Software, so dass ich das ganze etwas umständlicher machen muss, aber das schreibe ich noch in einem separaten Eintrag. Zumindest funktoniert das Internet - wenn man nach der ersten HTTP Verbindung eine halbe Stunde wartet (wieso auch immer). Inzwischen geht es aber auch so. Alles in allem, weniger als als einen Monat. Also noch ganz ok. Bleibt nur abzuwarten, was bei Ausfällen passiert...
Mittwoch, 19. Dezember 2007
Im allgemeinen, omnipräsenten, marketingorienterten (Vorsicht, jetzt kommt schon das Hauptwort) Zielgruppengebrabbel findet der LOHAS-Typ im Moment ja eine besondere Erwähnung. Im Schubladendenken der Marketer scheint dieser Typ besonders beliebt, da man in diese schnell und problemlos jede Person stecken kann. Ursprung dieses Posts ist übrigens dieser Blogpost bei Technology Review, der diese Gruppe äußerst liebevoll Neo-Ökos tituliert.. Wie auch immer, anscheinend muss man heute nur einen Hauch von ökologischem Denken an den Tag legen, und schon ist man etwas besonderes (vor allem eine elitäre, konsumgeile Zielgruppe). Natürlich mache ich mir über Nachhaltigkeit, Mikrokredite, 1,5l Autos und Umweltschäden Gedanken. Gleichzeitig sehe ich aber so gut wie nie einen Bio-Supermarkt von innen und fühle mich durchaus auch mal bei Burger King (Mist, Schleichwerbung, hoffentlich zahlen die was) ganz wohl. Abgesehen von dem Versuch, eine völlig heterogene Gruppe von Menschen (die einzige Gemeinsamkeit sehe ich in dem überdurchschnittlichen Einkommen, denn sonst kann man sich heutzutage den "Luxus" des nachhaltigen Denkens und Handelns wohl kaum mehr leisten, wenn sich vom Einkommen nur so gerade die Grundbedürfnisse decken lassen) in eine Schublade zu pressen, prangert der Blogartikel an, dass die Politik eben genau diese Zielgruppe vergisst. Ich glaube eher, dass diese Zielgruppe für die Politik nicht zu fassen ist, da es da schon von der prinzipiellen Einstellung - gelinde gesagt - Zielkonflikte gibt. Keine der existierenden, großen Parteien wird einen Großteil dieser Gruppe mit der momentanen Politik auf ihre Seite ziehen können - das allerdings ausnahmsweise mal nachhaltig...
Dienstag, 18. Dezember 2007
Zur Abwechslung gibt es mal wieder leichte Kost in Form eines Romans. Tom Clancy liefert einen Standard "Jack Ryan"-Roman ab, der wenig überraschendes beinhaltet. China attackiert aufgrund wirtschaftlicher Probleme (Aussenbilanz und Rohstoffknappheit) Russland, welches gerade eine große Goldmine und ein riesiges Ölfeld gefunden hat. Die Nato kommt Russland zur Hilfe, und die Amerikaner sind die natürlich Guten und Ehrenmänner und so. Ja, und vielmehr passiert eigentlich nicht. Der aus Ehrenschuld und anderen Romanen bekannte Spannungsbogen spannt sich hier irgendwie nicht. Wer also zu viel Zeit für 1200 Seiten hat, ansonsten sollte ich vielleicht mal wieder andere Autoren austesten. Vorschläge werden stets angenommen.
Montag, 17. Dezember 2007
"Die Tagesshow - wie man die Welt in 15 Minuten unbegreiflich macht" von Walter van Rossum ist ein kleines, kurzweiliges, aber dennoch interessantes Buch für zwischendurch. Es geht darum, dass die Tagesschau tagtäglich den Ritt der grenzenlosen Informationsversorgung auf der Kanonenkugel zu vollführen versucht, es dabei aber schafft, sämtliche Hintergrundinformationen, die man eigentlich benötigen würde, um sich ein objektives Bild zu machen, vollständig ausblendet. Besonders interessant sind die Sitzungen nach der Tagesschau, in denen man sich gegenseitig zu wieder einmal einer tollen Folge gratuliert und sich niemand der Mitarbeiter daran stört, dass man eigentlich nur irgendwelche Nichtigkeiten und herausgegebenen Pressemeldungen heruntergebetet hat. Wer noch ein kleines Weihnachtsgeschenk für sich selber sucht, ist hiermit gut beraten. Der Autor hat zuweilen einen herrlich ironisch-bissigen Unterton, da werde ich mir wohl noch ein paar Bücher von lesen.
Freitag, 14. Dezember 2007
Canon bietet momentan relativ günstig die eierlegenden Wollmichsäue des Büroalltags an, also Scanner/Drucker/Kopierer in einem, als Laserversion. Netzwerkanschluss sollte natürlich auch noch sein, ist aber nicht zwingend, da ich früher oder später eh noch einen zweiten kleinen Rechner benötigen werde für meine Infrastruktur zu Hause. Falls das gute Stück aber einen Netzwerkanschluss hat, benötige ich natürlich Linuxsupport um die Geräte administrieren zu können. Zum Beispiel sollte man auswählen können, wo eingescannte Dokumente landen (es sei denn, das Gerät kommt mit Fileserverfunktionalität daher), so Dinge wie Füllstände zu sehen wäre natürlich auch nett. Da ich mich mit diesen praktischen Büroalltagsdingen allerdings nie auseinandersetze, wäre ich für Vorschläge sehr dankbar. Alles voll low cost, natürlich, ich bin ja Linuxuser 
Donnerstag, 13. Dezember 2007
Nach 4 Monaten habe ich es dann auch mal geschafft einen genauen Blick auf mein Diplomzeugnis zu werfen (als ich es bekommen habe, hatte ich bereits alle Bewerbungsgespräche hinter mir). Zu meinem Erstaunen musste ich feststellen, dass die separat ausgewiesenen Schwerpunktfächer (die ja bei uns nichts anderes als normale Fächer sind) etwas merkwürdig aussahen. Zum einen wurde als Fach "Logistik-Management" gelistet, ein Fach das ich aufgrund des Dozenten nichtmal in meinen allerschlimmsten Albträumen genommen hätte, zum anderen war "Wissensmanagement und E-Learning" gelistet, das in der Zeit meiner letzten beiden Semester überhaupt nicht mehr angeboten worden ist. Es werden noch Wetten angenommen, wie oft ich die korrigierte Version wieder einschicken muss.
Mittwoch, 12. Dezember 2007
Es muss bergauf gehen. Pisa ist vergessen. Die Rettung ist nahe, der Bitkom wird sich bestätigt fühlen. 4% mehr Studienanfänger sind im Fach Informatik eingeschrieben, verglichen zum letzten Jahr, sagt uns heise. Was sagt uns das? Wenn man's genau nimmt, rein gar nichts. Erstens glaube ich, dass sich immer noch genauso viele Menschen wie letztes Jahr wirklich für Informatik interessieren, der Rest hat nur in Spiegel/Focus/sonstige Gebetsmühlenwiederholer gelesen, dass es Fachkräftemangel gibt. Zweitens ist die Zahl der Studienanfänger ja eigentlich sowas von egal, dass man sich schon irgendwie wundern muss, warum niemand die Absolventen zählt. Hat da zufällig jemand Zahlen zu? Selbes gilt natürlich auch für die Studiengänge Elektrotechnik und Maschinenbau. Auch hier erfordert es ziemlich viel Arbeit, wenn man sich "nur so am Rande" für diese Themen interessiert. Daher wird mit mehr Anfängern die Abbrecherquote noch stärker steigen vermute ich mal. So, genug beschwert für heute.
Donnerstag, 6. Dezember 2007
Auch, wenn ich momentan nicht auf der Suche bin, sind die Jobabteilungen auf Firmenhomepages doch immer wieder eine Klasse für sich. Zitat einer Homepage: als aufstrebendes und expandierendes
unternehmen sind wir ständig auf der suche nach tatkräftiger
unterstützung unseres vorhandenen teams.
zurzeit suchen wir keine mitarbeiter für unser unternehmen.
Montag, 3. Dezember 2007
Neuer Monat, neues Glück... - deine frau google handyortung powerpoint - das war wohl ein wettbewerb, wie man 5 nicht zusammenhängende Wörter verbindet
- anderes wort bei beschreiben für falten beim basteln für papierflieger - knicken (man hilft ja wo man kann)
- spiderma insolvenz - der arme
- nachrichtenverschleierung - einfach nur tolles Wort
 - mietverträge bei thalia buchhandlung - kann man da auch wohnen?
- dinge die man im leben machen musste so wie dreads - mist...
- wie viele leute beschäftigt die firma utz - ganz klar ein Technolabel
- bewerbung was sollte man nicht sagen - "ich hätte gern 40 Jahresurlaubstage"
- günstig poppen in tschechien - war das hostel hotel nich in tschechien? Naja, scheint auf jeden Fall ne beliebte Suche zu sein..
- was schreibe ich am besten bei eine bewerbung in der gehalts nachfrage - die goldene Mitte aus "will ich", "kann ich" und "kriegen die andern"
- plan zu welteroberung - liegt sicher im Safe
- howto banknoten fälschen - ich arbeite dran, wird demnächst hier released
- grass aus holland einliefern lassen - an dem paketdienst arbeite ich auch
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