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Links - 30.08.2008Samstag, 30. August 2008Zeit für den Ausklang des Monats. Als erstes eine kleine Anfrage. Falls jemand Lust auf ein kleines Einsteigerkompatibles Grails Projekt hat (mit Fokus auf Reporting und PDF Erstellung, nachdem eine kleine Logik zur Datenerfassung entwickelt hat), kann derjenige sich gerne bei mir melden.
Geschrieben von Alexander
in Job & Bewerbung, Music & Lyrics, Politik, Security, Software, Sonstiges, Web 2.0
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Wer zu spät kommt, den bestraft der ChefSonntag, 24. August 2008Mal wieder eine heitere Story aus der Reihe "Wie ich meine Führungsqualitäten raushängen lasse" (zeitlich beliebig geschehen). Nachdem ich während eines Jobs innerhalb von 5 Monaten das zweite Mal nach 9 Uhr morgens auf der Arbeit war, gab es um Punkt 10 eine nette Mail vom Chef (mein Chef saß übrigens nur ein paar Meter weiter, ein Hoch auf die neuen Technologien) mit dem Betreff "Was war denn heute los ??" - generell bin ich eh schon Freund der betonten Interpunktion und habe mich somit direkt auf die Mail gefreut. In der Mail stand dann, dass ich mich doch zu melden habe, wenn ich nach 9 Uhr auf der Arbeit erscheine (es war halb zehn, in meinem Arbeitsvertrag stand eine Kernarbeitszeit von 8.30 bis 17.00 - hoch flexibel bei einer 40h Woche) mit der Begründung, dass dies ja sogar die Geschäftsführung macht. Was tun? Sollte ich vor Ehrfucht vor der GF meinen Hut ziehen? Ich war selbstverständlich total verzweifelt... Auch dieses Beispiel zeugt von einem sehr interessanten Arbeitsbild, dass beim Chef anscheinend noch besteht:
Die Reaktion meinerseits war logisch wie vorhersehbar. Die nächsten Wochen habe ich ausschließlich Dienst nach Vorschrift gemacht. Selbst wenn man mitten im Entwickeln ist, geht um 17.00 der Rechner aus - wenn ich den nächsten Tag eine Stunde brauche, um mich wieder in das Problem einzuarbeiten, habe ich Glück gehabt, denn ich war ja schon so früh da. Kaum Zeit verloren!!! Yeah! Als Highlight zum Ende der Mail stand dann noch, dass, falls ich mich doch gemeldet habe, ist das untergegangen. Das bedeutet, dass der Chef blind ausgeteilt hat. Management-by-tryout.. ein völlig neues System, revolutionär quasi. Da stellt sich halt doch immer wieder Frage, ob es heutzutage zu viel verlangt ist, seine Arbeit mit einer gewissen Freiheit zu erledigen (solange sie erledigt wird, ohne Frage!) anstatt dem Mitarbeiter irgendwelche sinnlosen Grenzen aufzuzeigen, die weder für Unternehmen, den Mitarbeiter noch für das Verhältnis Mitarbeiter<->Chef auch nur ansatzweise fördernd sind. In diesem Unternehmen wurde die Frage vorzüglich und sowohl eindeutig als auch einseitig beantwortet. Links - 23.08.2008Samstag, 23. August 2008
Geschrieben von Alexander
in Linux, Politik, Security, Software, Sonstiges
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Stripping leading zeros from variable content in bashDienstag, 19. August 2008This time a short one liner in english, as I think, that this will prove more then useful to other people as well (welcome googlers). In order to optimize a shell script and strip off several unneeded awk calls, I decided to strip trailing zeros from a variable in bash, instead of using the prinft function from awk. So, image the following case:
alex@nashage:~/tmp$ for i in 000123 002423 040000 040404 043253 043403 123456 404040 ; do echo From $i to ${i/*([0])/} ; doneSo actually this trick is pretty simple, once you read it right out of the bash manual... Hope it helps others as well Musik als KonsumgutSonntag, 17. August 2008
Dinge, die keinen auf Anhieb monetär bewertbaren Wert haben, müssen für die jeweilige Person subjektiv wertvoll sein, damit eben jene einen Kaufanreiz hat. Subjektiv wertvoll bedeutet in diesem Zusammenhang eine Exklusivität bei der Verwendung des Gutes - bei Musik also das Hören. Wenn man mit der AIDA-Pauke Musik bewirbt, zerstört man diese Exklusivität gleich auf zwei Wegen, aber dazu im nächsten Absatz mehr. Der Einspruch wird nun sein, dass doch jeder die Musik hören kann. Völlig korrekt. Allerdings kann mir auch jeder jeden Wein ins Glas kippen, und ich würde ihn runterkippen ohne zu merken, ob der aus dem Tetrapak kommt oder seit 200 Jahren in windigen Kellern lagert. Genauso ist es bei Musik. Natürlich kann man jetzt weiter argumentieren, dass Wein ja endlich ist, ich aber die Musik digital endlos oft kopieren kann. Gehen wir also davon aus, dass meine Weinvorräte unendlich sind, und ich trotzdem keine zwei Rotweine unterscheiden kann. Und gehen wir davon aus, dass der Preis keine sinnvolle Exklusivität darstellt. Nun aber zurück dazu, dass die von mir eben geschriebe Exklusivität doch eigentlich auf jegliche Musik zutrifft. Und jetzt kommt ein entscheidender Haken. Ein weiterer Teil der Exklusivität tritt nämlich auch beim Erstellen von Musik und Kunst im Allgemeinen auf. In den meisten Bereichen des modernen Lebens ist es sinnvoll, wenn möglichst viele Leute die Fähigkeiten besitzen, eine bestimmte Tätigkeit auszufüllen - bitte jetzt nicht auf komparativen Kostenvorteilen herumreiten, dass soll hier nicht Thema sein. Nicht so bei der Kunst im Allgemeinen und der Musik im Besonderen. Diese lebt ausschließlich von ihrer Exklusivität, auch bei der Produktion - ich bestreite nicht, dass das ebenso oft in abstrusen Stilblüten endet. Wenn nun aber Shows wie "Deutschland sucht den Superkasper" dafür sorgen, dass so getan wird, dass Musik etwas ist, dass jeder kann (zumindest kann es jeder versuchen), so vernichtet man in diesem Atemzug gleichzeitig das gepflegte Bild der Exklusivität beim Erstellen der Musik, unabhängig davon, dass es am Ende nur einer von zehntausenden potenziellen Kandidaten wird. Damit wird es zu einer Massenware in der Produktion. Und durch die Möglichkeit der Fernsehshows, vielfach dasselbe zu produzieren (beispielsweise mit einer x-beliebigen Person als Sänger), sinkt gleichzeitig auch die Hemmschwelle, das Gut legal zu erwerben - Gründe dafür könnten die folgenden sein:
Und wer sich bis hier unten gekämpft hat, der kriegt jetzt auch noch einen Link. Und zwar mit ziemlich coolen Remixes, wenn man auf Chillout/Downtempo mit Hiphop steht (Richtung Waxolutionists), dem ist mit Moodstarrr Productions - "More Abstract than Concrete" sicherlich geholfen. Da sind eine Menge bekannter Lieder drin, vom American Beauty Soundtrack bis hin zu Jedi Mind Tricks. Sehr cooles Zeug. The internet is for...Sonntag, 17. August 2008In meinem Fall ist das Internet eindeutig für Musik - was dachtet ihr denn, was jetzt kommt?! Als ich nach München gezogen bin und die ersten Tage noch kein Internet hatte, habe ich sogar mal wieder das gute alte Radio bemüht. Da es in München ebenso wie fast überall anders nur irgendwelche gute-Laune-Chartgedudel Sender gibt, dauert es nicht lange, bis man bei M 94,5 landet - einem Supersender, der hauptsächlich von Studenten gemacht wird. Das heisst die Moderation ist nicht immer total rund und genau das macht es auch so sympathisch. Hauptgrund war natürlich nicht die Stimmen der Moderation (glaube ich zumindest), sondern die total abwechslungsreiche Musik durch sämtliche Genres. Mit dabei war auch ein Lied, welches ich innerhalb einer Woche zufällig zweimal hörte und völlig hin und weg war. Leider hatte ich jedesmal nur unzureichend ein paar Songtexte mitgekritzelt und googlen nach genau diesen ergab leider nichts - ich kann Englisch halt besser lesen als hören. Heute morgen dudelte der last.fm Client fröhlich vor sich hin und irgendwann hatte ich dieses Gefühl, dass das das gesuchte Lied ist. Da es bei last.fm nur als Preview bei der Band Little Dragon anhörbar war, musste ich dann zu youtube übersiedeln -dort gibt es das Lied Twice - ein genialer Song (light statt right, blue statt blown - es sind die Kleinigkeiten). Bei songmeanings gibt es die Lyrics und da stellte sich dann auch heraus, dass ich einfach nicht gut zuhören kann. Falls man jetzt zuletzt noch bei amazon schaut - die Konzerttermine standen ja schon bei last.fm - findet man zwei Alben, die es jetzt wohl früher oder später in meinen Fundus schaffen werden. Wie auch immer, ich bin dann mal den Tag über das Lied hören. Und die Musikindustrie darf mal wieder überlegen, wie schädlich das große böse Internet ist. Fundstück der Woche: Das Organigramm für EinsteigerSamstag, 16. August 2008Heute gibt es mal wieder ein besonderes Schmankerl: Aufbauorganisation für Einsteiger. Dieses Organigramm habe ich genau so vorgefunden. Schauen wir uns dieses Wunderwerk der Zeichentechnik einmal kurz an, halten inne, und reflektieren ob der beachtlichen künstlerischen Freiheit. Eine kurze Legende anbei. Jeder unterschiedliche Buchstabe in einem Rechteck zeigt eine andere Abteilung oder Person, während die Ellipsen Aufgaben (fängt ja auch mit Auf- an, darf also in der Aufbauorganisation stehen, siehe die besuchte Lehrvorstellung "Organisation und Management mit 3 Promille und ohne Schlaf") darstellen. Dem gewieften Betrachter wird auffallen, dass hier und dort durchaus von einer gewissen Schizophrenie die Rede sein kann(4xA, 2xB, 3xC, 2xH, 2xG), gekoppelt an einen dezenten Größenwahn (der Titel geht eindeutig an A). Wem jetzt, nach dieser Grafik, immer noch nicht klar ist, wo er steht, dem kann entweder nicht geholfen werden, oder aber er muss sich zweiteilen. Willkommen in der Welt der "Teile und Teile"-Organisation. Glasklar. Links - 16.08.2008Samstag, 16. August 2008
Geschrieben von Alexander
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09:25
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Book review: Grauen des AlltagsFreitag, 15. August 2008
Regelmäßige Leser dieses Blogs wissen, dass ich die meisten Bücher, die ich lese, relativ gut bewerte und nur selten überhaupt etwas schlechtes schreibe. Mit Neid habe ich dann immer auf die "Verriss des Monats" Kolumne von Peter Glaser auf Technology Review geschaut. Jetzt aber habe ich endlich ein Buch gefunden, dem ich wirklich überhaupt nichts abgewinnen kann. Selten habe ich so ein aussageloses und langweiliges Buch wie dieses gelesen (sollte das ganze Buch eine Ironie sein, ist sie natürlich genial und ich zu blöd). Der Autor echauffiert sich das gesamte Buch in langweilig-larmoyanter Weise über die Tücken des Alltags, mit denen er (und vor allem seine nächsten Verwandten) nicht klarkommt. Alles neue ist per se schlecht. Und so gesellen sich zu Dingen wie Kundenkarten dann auf einmal auch die bösen Podcasts (alles was jeder machen kann, ist nämlich hirnfreier Einheitsbrei). Interessant auch die Fähigkeit des Autors, sich seitenweise über ein Problem auszulassen, um dann irgendwo doch noch sein geballtes Fachwissen zu demonstrieren. Beispiel: Erst wird über niveaulose Politrunden geklagt, um dann eine Seite weiter die persönliche Prominentenquasselrunde aufzulisten. Und so geht es durch das ganze Buch mit ihren persönliche Listen. Interessant ist, wie man sich lange genug über die Sinnlosigkeit bestimmter Dinge wie Warteschleifenmusik lustig machen kann, um dann anzufangen, Firmen mit bestimmter Warteschleifenmusik zu verbinden. Wo es doch so sinnlos sein soll... Naja, es liegt auch hier bestimmt an der mir mangelnden Ironie.
Abschließend kann ich ruhigen Gewissens sagen, dass ich die 8,95 EUR besser bei McDonalds (dem Mc Phänomen wird natürlich auch ein Kapitel gewidmet) verfressen und dann direkt wieder rauskotzen hätte sollen - das geht nämlich schneller, als das Buch zu lesen und hat den selben Nährwert. Book review: Die Zuhälter der GlobalisierungMontag, 11. August 2008Nachdem ich zwischendurch auf dem ein oder anderen literarischen Irrweg unterwegs war, habe ich mich mal wieder einer Standardlektüre gewidmet. Loretta Napoleoni erzählt in ihrem Buch über "Oligarchen, Hedge Fonds, 'Ndrangheta, Drogenkartelle und andere parasitäre Systeme" - und das durchaus interessant. Sie erläutert detailliert, warum die aktuelle Weltwirtschaft sehr stark von Kriminalität abhängig ist und warum einige wenige Gruppen wie Mafia und Oligarchen die einzigen sind, die über wirkliche Macht verfügen, bei Finanztransaktionsvolumina, die die der meisten Länder sprengen. Dabei listet sie durchaus den ein oder anderen neuen Punkt für mich auf - zum Beispiel wie die Oligarchen nach dem Fall des Vorhangs zu ihrem Reichtum gekommen sind, weshalb die Mafia auch an für den normalen Gedankengang profanen Dingen wie illegalem Fischfang sehr gute Geschäfte macht und das diverse Clans längst die größten Gewinner der Globalisierung sind, da niemand sie über mehrere Staaten hinweg reglementieren kann. Interessant ist auch der Schluß über neuartige Finanzsysteme, die dem islamischen Glauben Tribut zollen (es dürfen keine Zinsgewinne anfallen). Dort wird schlüssig erklärt, wieso dies das einzige System ist, welches diesen Problemen Einhalt gebieten kann. Fazit: Ein interessantes und hochaktuelles Buch mit einigen interessanten und neuen Einblicken, welches man sich auf jeden Fall ruhigen Gewissens als Taschenbuch zulegen kann. Die Linkwochenshow - 09.08.2008Samstag, 9. August 2008Puh. Knapp am Hochzeitsdatum vorbeigeschrammt. Kann man sich wenigstens am 11.11.11 scheiden lassen. Aber genug der Häme (böse Zungen werden mir jetzt wahrscheinlich Neid unterstellen). Fangen wir mit den Dingen an, die man mal wieder nicht so oft liest. Bei Kai Raven (es ist unglaublich, wieviel Zeit er in manchen Artikel investiert. Respekt und Hochachtung!) geht es um die "Zukunft" der europaweiten Innen-, Justiz- und Sicherheitspolitik. Und die sieht so aus, wie man die Politik von unserem Innenminister gewohnt. Rosig eben. Aber solange China auch ohne Demokratie die Bevölkerung (und auch die Demonstranten, die ausgewiesen w erden) glücklich macht, könnte der werte Herr Schäuble doch von da kopieren. Oder macht er das schon? Das Trojaner-Know-How sollte unserem um Lichtjahre voraus sein. Achja, und Olympia ist auch. Da die Hütte bereits woanders brennt, ist irgendwie in Tibet nichts los. Aber ein paar Terroranschläge sind trotzdem drin. Wobei sich hier die Frage stellt, ob westliche Medien nicht nur berichten, weil sie gerade mal vor Ort sind und die Karawane nach den Spielen weiter zieht und sich der Anschlagshype wieder legt. Auffällig dieses Mal auch wieder: Die bösen, das ist schon wieder der Islam - wer auch sonst. Bleibt nur noch ein ausgesprochenes Lob an die IOC, die auch gleich noch Leitfäden am Start hat, wie man unliebsame Journalisten abfrühstückt - welch vorbildliche Organisation. Bleibt nur noch das Thema Doppelmoral. Wo kommen die Überwachungsroboter her? Aus Deutschland natürlich! Innerdeutsch freut man sich hier und da über die Uran Konzentration. Ich seh es schon kommen, nach dem Kalkfilter noch just das Wasser durch den Uranfilter jagen, und dann kann es in den Wasserkocher - dann sieht es demnächst bei jedem zu Hause wie im Labor aus. Folge des ganzen: §129a gilt für alle, die gesund leben wollen. Genialität beweist aber auch der BND, der seine biometrischen Zugangssysteme beim CIA kauft. Ok, der Artikel stellt das so da, dass die Firma erst später starke Verbindungen zur CIA hatte, nach einem Verkauf. Der Knüller aber ist der letzte Satz. Siemens leistet die Wartung. Ob man es dann auch direkt aus Israel/USA hätte kaufen können? Die Wirtschaft tut auch, was sie kann - Banken lagern ihre Daten jetzt auf rapidshare aus. Die Java Front hingegen ist diese Woche sehr mau. Eine kleine Info über Grails und JMS, ein Bereich von dem ich auch überhaupt keine Ahnung habe. Einen total interessanten Artikel gibt es hier, Thema Exceptions im Zusammenhang mit Polymorphie und Generics. Java 5 Features sind schon eine nette Sache. Und zum Abschluss wie immer die "Nutzlos, aber interessant"-Sektion. Anfangen wollen wir mit einem genialen Handytest bei der Riesenmaschine - Teil zwei sollte nicht vergessen werden. Genial aber auch diese Litfaßsäulenwerbung. Wer Probleme mit den Augen hat, sollte sich vielleicht zulegen. Der sollte die Uhrzeit in ausreichender Größe anzeigen - könnte aber im Schlafzimmer auch für Schlaftstörungen sorgen.
Geschrieben von Alexander
in Politik, Security, Software, Sonstiges
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19:49
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Die Linkwochenshow - 03.08.2008Sonntag, 3. August 2008Ausformulierte Linksammlungen werden ab jetzt unter diesem Titel firmieren. Bei dem Wetter wird es sich dabei aber wohl um seltene Ereignisse handeln. Wieder gab es natürlich viel erwähnenswertes in den letzten zwei Wochen, dennoch werde ich mich heute relativ kurz fassen. Dass das transnationale Bündnis wie immer gut funktioniert, zeigt die Tagesshow mit der Notwendigkeit und dem Edelmut der amerikanischen Regierung, das sie für 10 Milliarden wichtige Waffen an Irak verkaufen - ein Geschäftsmodell mit Potenzial, erst in ein Land einmarschieren, um dann die Importe ausschließlich vom Invasor zu beziehen. Kritische Worte fehlen in diesem Artikel gänzlich - aber das ist ja wenig ungewöhnlich geworden. Kurz vor der Sommerpause hat Frau Merkel auch noch mal mit einer eitel-Sonnenschein und "bald ist Vollbeschäftigung"-Pressekonferenz die Journalisten beruhigt. Juchu. Realitätsverlust ist aber auch bei den bayrisch-englischen Beziehungen zu beobachten, es scheint somit ein Sommerlochphänomen zu sein. Apropos Sommerloch: Der Spindoktor hat eine interessante Theorie, die ich neulich auch schon schreiben wollten. Die Unfälle in AKWs kommen nie allein, sondern mindestens im Doppelpack, stets im Sommer und meistens nahe einer wichtigen Atomentscheidung wie den Laufzeiten o.ae. So wirklich an Zufall glaube ich da auch nicht, aber ich habe auch noch keine schlüssige "Cui-bono" Theorie aufgestellt. Derweil gibt es in Tschernobyl wohl inzwischen Pilze, die sich durch Radioaktivität ernähren. Evolution in 22 Jahren. Respekt. Und zum Sommerlochabschluss arbeitet man heimlich still und leise daran, die Prozesskostenhilfe abzuschaffen. Den Notstand aufgrund der der vielen Flüchtlinge landesweit auszurufen, ist schon fast eine kreative Idee. Gewaltenteilung ist auch das letzte, was in Italien erwünscht ist anscheinend. Die ARD ist sich aber nicht zu schade, dass alles zu relativieren und den Notstand als dort etwas alltägliches darzustellen. Auch in der Wirtschaft tut sich was. Wirecard macht sich selbst durch Abmahnungen schlechte Presse und wird gerade einen guten Krisenmanager brauchen. Völlig überraschend zensiert China bei Olympia die Internetverbindungen. Da hätte niemand mit rechnen können. Aber das IOC lügt das natürlich alles schön. Da es aber im Endeffekt sowieso nur im verdammt viel Geld geht, wie bei der EM auch, sollte das ja alles kein Problem sein. Die Doppelmoral der Beschwerde (westliche Staaten stellen die Infrastruktur zur Zensur zur Verfügung) stellt der Spiegelfechter sehr schön da. Und zur Abwechslung mal zu den schönen und interessanten Dingen des Lebens. Es gibt einen neuen Loremo Prototyp. Er ist größer und breiter geworden, sieht aber ziemlich cool aus, wie ich finde. Abseits deutscher Autobauer gibt es aber ja auch noch andere Firmen, die an alternativen Antriebskonzepten basteln und nicht erst im nächsten Jahrhundert damit um die Ecke kommen. Auch der technische Part soll nicht zu kurz kommen. Aus Security Sicht schreibt FX über die SNMPv3 Vulnerability, die kaum niemand wahrgenommen hat bisher, obwohl man damit witzige Sachen machen könnte. Ich bin bis heute kein Freund von SNMP aufgrund der hohen Komplexität bei relativ geringem Nutzen IMO. Falls jemand gerade seine Diplomarbeit schreibt und eine schöne Klassenhierarchie mit GraphViz zeichnen will, der sehe sich am besten mal ApiViz an, eine sehr nette Doclet Extension. Galileo Computing hat die Videos der Vorträge des Multimediatreffs, Schwerpunkt Frameworks und CMS, in Köln online. Sieht nach einigen durchaus interessanten Vorträgen aus. Google sperrt die MPL aus ihrem Google Code Repository. Das ist ihr gutes Recht und will ich nicht kritisieren, aber der Grund bleibt im dunklen. Das Sperren der APGL ist ja noch logisch, da dies ihr Geschäftsmodell unterminieren könnte (Webanwendungen in dem Fall). Allerdings sollte das eigentlich ja egal sein, wenn man die Projekte nur hosted. Apropos Google. Wer einen Ersatz für Google Analytics sucht, dem sei an dieser Stelle Piwik empfohlen. Ein S9y Plugin fehlt allerdings noch. Auch von der Grails Front gibt es wieder schöne Neuigkeiten, richtige Integration mit Dojo und einer Ajaxtable fehlt noch, aber prinzipiell geht es natürlich. Matt Raible hat einen Webframework Vortrag auf der OSCON gehalten. Sein Statement: Flex, GWT, Grails und Rails gehört die Zukunft. Zum Abschluss gibt es noch ein aktuelles FreiesMagazin. Der krönende Abschluss bildet natürlich immer der Humorpart. Diesen Supergau wünscht man niemanden. Und immer dran denken: When you have nothing to say, say it on Twitter.
Geschrieben von Alexander
in Linux, Politik, Security, Software, Sonstiges, Web 2.0
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21:00
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