Sonntag, 30. November 2008
Anbei mal wieder eine kurze Version der Links, war ja Entspannungswochenende. - Es gibt leider keinen Deeplink, aber beim Fanclub des FCB (sinnigerweise die Schickeria München) gibt es eine witzige und sinnvolle Aktion, bei der die Fans beim Auswärtsspiel in Gelsenkirchen präventiv die Hosen heruntergelassen haben, um gegen eine Aktion der Sicherheitskräfte beim Spiel gegen Paris St. Germain zu protestieren, wo sich Franzosen wohl komplett ausziehen mussten..
- Frontex arbeitet noch nicht effektiv genug im Mittelmeer, das Auffanglanger Lampedusa ist "überbelegt"... Aber da lässt man sich bestimmt noch was einfallen
- Deutschland führt. Bei der Lohnungleichheit zwischen den höchsten und niedrigsten Löhnen. Na immerhin. Auf einem Level mit Thailand, China und Argentinien
- Neues daheim Magazin, dieses mal mit dem Schwerpunkt "Stadt" - und irgendwie auch Zeitverschwendung. Ich glaube, das sollte ich wieder streichen aus meiner Leseliste...
- Warum für etwas zahlen, wenn es doch ehrenamtlich geht in der Not? Bei der jungen Welt gibt es einen unschönen Artikel zu diesem Thema, wie man die tolle Courage einer einzelnen Person mal eben in Grund und Boden rammt
- Kurioseste Meldung des Wochenendes: Das Landgericht Krefeld überwacht sich selber mit Mikrophonen und Kameras (die sind wirklich fortschrittlich). Sicher voll und ganz im Sinne des Schutzes für Mandanten...
- Bei Florian Klenk gibt es einen erschreckenden Bericht, wie sich das chinesische Regime um die letzten Wünsche von Angehörigen kümmert - nämlich gar nicht. So wurde der Vater einer Österreicherin erschossen, während die Verwandten immer noch dachten, dass dieser lebt.
- Das Technologie Special: Für Java 7 gibt es einen JSR für eine neue Date/Time API, damit wäre etwas ähnliches wie Joda Time quasi im Upstream. Sehr cool. Und noch viel cooler: Eine Integration von GWT mit OpenLayers und dem freien Geoserver
Sonntag, 30. November 2008
Nachdem mir gestern nach etwas mehr als einem halben Jahr mein großer Akku von meinem R60 ebenfalls kaputtgegangen ist (was ja irgendwie auf einen Defekt der Ladeelektronik meines Notebooks schließen lässt) und ich somit in 23 Monaten zwei Akkus geschrotet habe, hat sich das Thema Lenovo für mich jetzt komplett erledigt (ein neuer Bigpack Akku kostet ja 10% eines neuen Laptops) und ich schaue mich langsam mal nach einer Alternative um. Wobei ich hier immer noch den Kostenfaktor Apple scheue, aber ansonsten wenig Licht am Ende des Tunnels sehe. Samsung eventuell? Irgendwelche Empfehlungen? Hauptsächlich Linuxkompatibel natürlich, was anderes kommt nur in Notfällen (wenn ich mal meine Steuererklärung alleine machen muss) in die Tüte. Zumindest nervt das doch ziemlich, mit diesem Kabel...
Donnerstag, 27. November 2008
Das ist ja ein außergewöhnlich gutes Timing, dass sich in 2 Wochen die Grenzen in die Schweiz komplett öffnen - zumindest die abseits der Flughäfen. Nunja, das stand wohl schon seit 2005 im Raum, schränkt also gewisse kurzfristige Theorien weitestgehend ein. Allerdings fallen nur die Personen-, nicht aber die Warenkontrollen weg. Das lässt dann wieder etwas Spielraum zu. Passend zu Weihnachten und der Finanzkrise darf der krisengebeutelte Anleger jetzt weitaus mehr als 10000 EUR pro Fahrt (und das vor allem völlig anmeldefrei und somit ohne Möglichkeit der Rückverfolgung) in seinen Bankschließfächern deponieren. Und das, wo die Verschärfung und die Herabsetzung des Betrages erst letztes Jahr beschlossen worden sind. Es ist nur eine Frage der Zeit, wann Liechtenstein seine Grenzen öffnen wird.. ach, ne, haben sie ja schon.
Donnerstag, 27. November 2008
Zeit für eine längere Version heute: - Finanzkrise special: Die Nachdenkseiten haben einen interessanten Eintrag, dass ein Teil des Dilemmas schon seit 2003(!) dem Staat bekannt. Die Landesbank Baden-Württemberg spielt jetzt auch mit. Und zum Thema Opel/GM Subvention gibt es bei weissgarnix einen tollen Artikel, an dem man sieht, dass es Opel schon länger nicht mehr wirklich gut geht... Aber Krise ist ja jetzt. Allerdings, solange es noch Leute gibt, die noch Vertrauen in dieses System haben, wird es auch noch weiterhin "funktionieren". Außerdem trifft ja die Finanzkrise auch die Piraten.
- Hier gibt es ein eigentlich ganz interessantes Video, das beschreibt, was es in Grossbritannien kostet, wenn man eine Familie ein Jahr lang in Abschiebehaft lässt. Da in dem Video rauskommt, dass derartige Anstalten privat betrieben werden (und somit wahrscheinlich mehr oder weniger Profit Center sind - ist das hier in Deutschland eigentlich auch der Fal), und in diesem Fall von einer angeblich amerikanischen Firma namens Serco betrieben werden, wollte ich mich mal eben schnell über eben jene Firmengruppe informieren. Anscheinend kommt diese Firmengruppe aber doch aus den UK, und somit sinkt mein Vertrauen in das ganze Video irgendwie... ansonsten wars ganz nett gemacht.
- Der Lacher der Woche ist eindeutig De-Mail: Das Mailsystem vom Staat und T-Systems, welches ein elektronisches Porto einführt, und sicher sein soll. Wie man das ernsthaft behaupten kann bei diesen Teilnehmern, wird für immer ein Rätsel bleiben. Wobei, wenn man Google Mail staatlich verbietet...
- Weitergehen, hier gibt es nichts zu sehen: Der DFB editiert in seinem Wikipedia Eintrag herum..
- Beim Spiegelfechter gibt es einen interessanten Artikel zum Enttarnung des BND Büros in Pristina mit einer Menge an Hintergrundinformationen, von denen ich noch nie gehört hatte.
- Kiva hat die 50 Mio Dollar Kreditvolumen erreicht. Ich bin ja immer noch total begeistert von der Idee.
- Schon alt, aber wichtig: Ein Klick von der Hausdurchsuchung entfernt..
- SPD Seeheimer Mensch Kahrs zieht mal wieder die Fäden im Hintergrund, damit die SPD von einem Linksruck verschont bleibt..
- Lobbyisten Wechsel Jobs. Rürup zum AWD ist ja keine Überraschung und hinreichend bekannt, allerdings ist bei EADS auch gerade ein SPD Abgeordneter eingestiegen
- Obwohl ich ja kein Fan von Flash bin, finde ich die Open Flash Chart Library doch ziemlich cool... jetzt auch fürs GWT
- Thematisch allgemein hochinteressant. Semantic Web. Daher kann man diese Grundlagen Informationen hier nur weiterempfehlen: Getting Semantic with Microformats
- Grails Special: Dass die Firma hinter G2One von Spring gekauft worden ist, ist ja inzwischen bekannt. Für Grails eine Supersache. Das wird das ganze Framework kommerziell nochmal auf ein anderes Level heben. Und wie immer gilt: Get twice the performance of your software engineers at the same cost. Hier gibt es noch eine weitere nette Präsentation von Sven Haiges (Autor des "kurz und kompakt" Grails Buches bei entwickler.press, dass mir auch sehr gut gefällt)
- GWT Special: Eine Präsentationsreihe mit dem Titel "Designing User experiences". Ich habe mir bisher nur die erste von sechs angesehen. Aber die war schon sehr gut.
- Ferner liefen und was sonst wichtig war: Designer Energiesparlampen für LOHAS, die Küche für die Großstadt, den Notebookstuhl, den ich neulich gesucht habe, gibt es jetzt auch schon.
Mittwoch, 26. November 2008
Endlich habe ich das Buch "Morgen komm ich später rein", dass ich vor drei Monaten hier schonmal erwähnt hatte, auch durchgelesen. Und was soll ich sagen, es hat meine Erwartungen mehr als erfüllt. Zum einen steht natürlich für mich relativ wenig neues drin. Mein persönliches Arbeitsbild ist weitestgehenst geprägt - zumindest das, wie ich arbeiten will. Aber diese Lektüre eignet sich dafür, sie dem Chef mitzugeben, um ihm zu beschreiben, warum es sinnlos ist, pro Woche 45 Stunden und mehr in der Firma zu hocken - und schlussendlich doch nichts zu tun, als auf den Feierabend zu warten. Markus Albers erläutert auch mit Hilfe von vielen anderen Quellen die bitter nötige Wahrheit, dass es kein Problem sein darf, einfach mal einen Tag nicht in der Arbeit zu sein, oder später zu kommen - bzw überhaupt aufzutauchen, wann man Lust hat. Sei es, weil man mehr Zeit mit den Kindern verbringen will, oder man einfach ein notorischer Langschläfer ist. Abgesehen davon ist das Büro der mit Abstand unproduktivste Ort, den man sich vorstellen kann: Kein Einzelzimmer, Meetings, Email, die bekannten "Zwischendurchfragen", da kann doch niemand ernsthaft erwarten, dass dort mehr als 4h produtkiv gearbeitet wird. Die Verlagerung des Arbeitsplatzes abseits des Büros ist erst durch die technischen Fortschritte der letzten Jahre möglich geworden. Aber die nächste Generation kennt das digitale Leben nicht anders und wird sich auch im Job nicht ins Büro ketten lassen. Die ersten Chefs, die all das verstanden haben, werden auch die sein, die die Mitarbeiter halten. Aber ich schweife schon wieder ab. Kurz meine Empfehlung: Lesen, damit man es weiter geben kann. Wer jetzt schon in so einem Unternehmen arbeitet, kann sich das Buch sparen. Aber das werden wohl die wenigsten sein.
Donnerstag, 20. November 2008
Da lese ich heute in einem Buch über ein kleines Programm, welches ein Ratespiel ist, um die nächste Zahl zu raten. In dem Beispielscreenshot stand "Rate die Folge: 3, 1, 4, 1, 5, ?" - mein erster Gedanke: "Glasklar. 9!" - ich bin damit zwar nicht massenkompatibel, aber definitiv mckinseykompatibel. Oder einfach nur Nerd. Ich sollte mal wieder weg von den Zahlen kommen... Zum resozialisieren hilft dann wieder eine Runde Mixtape-Video schauen. Germanysfinest in Madrid.
Mittwoch, 19. November 2008
Samstag gekauft und Sonntag durchgelesen. Ein Buch, das fesselt. Und gleichzeitig schockiert. Und das nicht zu knapp. Das Buch von Andres Veiel behandelt. Ein Jugendlicher wird von drei anderen Jugendlichen gequält und anschließend umgebracht. Passiert ist das ganze 2002 in Potzlow. Sowohl bei den vorausgegangenen Quälereien als auch bei der anschließenden Suche nach dem Vermissten schweigt das gesamte Dorf. Das Buch ist in drei Teile aufgeteilt und beginnt mit Interviews der Beteiligten ohne Analyse und Interpretation, welche im zweiten Teil folgt. Der dritte Teil beschäftigt sich unter anderem mit der nicht zu unterschätzenden Vergangenheit des Dorfes. Der erste Teil ist auch der mit Abstand krasseste. Das Gefühl einer Parallelwelt schleicht sich hier ein. Die Menschen die erzählen, sind von meinem Alltag genauso weit weg wie die Antarktis. Es scheint, als besteht ein Tag da nur aus Alkohol, dass alle mit allen trinken. Jeder Satz läuft über vor billigen Ressentiments gegenüber anderen Menschen und immer existiert ein gewisser Grundpegel an Hass. Und auch die Gleichgültig, mit der auf den Mord reagiert wird, ist unglaublich. Hier greift dann der ausgezeichnete Analyse Teil, der versucht, all das zu erklären. Es fällt schwer, hier alles in einem kurzen Eintrag unterzubringen, daher mache ich es heute mal kurz: Harter Tobak, aber Pflichtlektüre!
Dienstag, 18. November 2008
Das ist mir alles so direkt noch gar nicht aufgefallen. Das ist ja eine Supersituation: - Nicht die vielen kleinen Tanker, sondern der unauffällige große Tanker wird geklaut. Glasklar.
- Deutschland/Die EU hat eine Rechtfertigung, da unten wieder Schiffe zu haben - heute hat zufälligerweise schon wieder eine deutsche Fregatte andere Piratenschiffe verjagt. Win Situation BRD für den zukünftigen Rohstoffkrieg.
- Wenn was mit Öl ist: Der Ölpreis steigt irgendwo. Immer. Win-Situation Ölstaaten.
- Fefe meint, dass die Amis extra nicht hingefahren sind, um die Saudis zu ärgern. Win Situation USA.
Summa summarum: Win-Win-Win Situation. Und wen kümmern schon genau diese 3 Liter Öl?
Dienstag, 18. November 2008
Heute mal wieder die große Portion. - Bankenkrise special: Mehr Kredite für die Kreditkartenunternehmen, damit diese den Konsum ankurbeln. So eine Idee kann auch nur aus den USA kommen. Damit können sich die Bürger dann ja auch noch weiter verschulden.Interessant ist auch, dass man als Bürger anscheinend nicht erfährt, welche Banken sich staatlichen Subventionen sichern - dann kann sich ja die Deutsche Bank auch beteiligen. Die KfW mit 1,8 Milliarden Verlust in diesem Jahr bekommt dann höchstens einen Appetithappen. Ach ne, ist ja eh staatlich.
- Hans Leyendecker in der Süddeutschen zum Spitzel Skandal. Die Frage ob da auch persönliche Rechnungen beglichen worden sind, muss man vielleicht nicht mehr Stellen. Irgendjemand ordnet sowas ja auch an..
- Die Rezession ist nicht nur ein Kind der Finanzkrise. Wobei man so etwas ja immer vorsichtig betrachten muss, wenn es in der FTD steht...
- Nicht mehr viel zu zu sagen: Wir opfern den letzten Rest menschlichen Anstands, damit wir die Banken noch hinreichend finanzieren können
- Und ich dachte München hat eine desolate Mietsituation. Stockholm toppt das aber noch
- Die Wikipedia Sperrung hat ja jetzt jeder mitbekommen. Wirklich nachhaltig war vor allem der Anstieg der Spenden auf das Fünffache sowie die Anzahl Aufrufe der Heilmann Seite. Holgi hat außerdem noch einen sinnvollen Post zu dem Thema. Es geht hier weniger um Parteien als um die Medienkompetenz eines Einzelnen.
- Haben wahrscheinlich auch schon alle gelesen, ist aber trotzdem eine super coole Aktion. Die Yes Men haben eine gefakete New York Times verteilt, in der vom Ende des Irak- und Afghanistankrieges die Rede ist, Bush angeklagt wird und Rice sich als Lügnerin outet.
- Vorbild Polen: Die scannen die gesamte Briefpost. Kann mal jemand sagen, dass das ein Fake ist? Das klingt sowas von surreal...
- Der spaßige Teil, dass bei Wikileaks die IP Adressen des BND liegen, war ja schon bekannt. Jetzt gab es wohl eine schnelle Säuberungsaktion, so dass man die Filter wieder wegwerfen kann. Wobei ich noch nicht so ganz daran glauben will, dass hier zufällig etwas geleakt ist.
- Der Verfassungsschutz in Hamburg schaut jetzt auch genauer bei Infoständen in der Stadt nach. Könnten ja Terroristen sein.
- Die Grünen sind jetzt auch für Militäreinsätze. Das haben wir bestimmt nicht den transatlantischen Einflüssen eines Özdemir zu verdanken. Wobei, wenn ich gewusst hätte, dass man sich als Beschützer eines Landes derart die Kante gibt, ich hätte mich sofort verpflichtet. Zumindest darf jetzt auch am Kap Horn in Afrika getrunken werden (hier offiziell). Prost!
- Wo wir gerade über Seewege reden: Piraten kapern Supertanker. Und das, wo gerade der Ölpreis so im Keller ist. Passiert bestimmt noch öfter.
- Löbliche Aktion: Open Source Press macht gerade einen Sammelband zum Thema Überwachungsstaat. Falls jemand was nettes dazu schreiben will, auf auf!
- Web 2.0 Special: GWT mit SmartClient Anbindung. Das sieht verdammt cool aus! Und auch der GWTEventService hat was.
Mittwoch, 12. November 2008
Juhu, endlich Karneval. Hat mich diese Woche doch glatt wer gefragt, ob ich auf eine Karnevalsparty mit will. Naja, ok, der kam aus Köln, der kennt es nicht anders. Jetzt aber mal ein kurzer Linkeinschub: - News des Tages: Das BKA Gesetz ist mit seiner kompletten Härte ziemlich einig durchgewunken worden. Die Idee mit dem BKA die Heimlichkeit nehmen hatte ich auch schonmal und finde sie auch ziemlich verlockend..
 - Bankenkrisespecial: 3,7 Milliarden Abschreibungen hat alleine die Dresdner Bank inzwischen. Außerdem hat die Fed jetzt schon weit mehr Geld verliehen, als die offiziell angekündigten 700 Milliarden. Aber wenigstens stellt die EU fest, dass bei Subventionen verschwendet wird. Messerscharf. Und extra3 dokumentiert den Streik an den Toren der HRE.
- Ein sehr aufschlussreicher Bericht über die neue Petitionssoftware des Bundestags. Nicht barrierefrei, unsicher und total ausschreibungsorientiert.
- Digital vs. Print: Die Initiative Nationaler Digitalismus gibt es zwar noch nicht, aber es läd schon ein, diese zu gründen. Für einige gibt es die 22 Mio. Deppen halt..
- Überraschung: Auch Telekom-Betriebsräte wurden bespitzelt. Und ich war mir so sicher, die waren davon ausgenommen...
- Falls jemand noch eine Atombombe sucht: In Grönland liegt noch irgendwo eine rum.
- Trick für Lokführer: Wenn der Zug nicht bremst, einfach mal rausspringen.
- Was für ein cooles TimePickerWidget. In minimalen Klicks zum Ziel. Coole Idee.
- Mein Reden: Eine ABC-Analyse gilt auch für Mitarbeiter in einer Firma.
- Aus der Kategorie "Unwichtig, aber gut zu wissen": Rollende Spinnen, das Retro Handset für das IPhone
Sonntag, 9. November 2008
- Das Finanzkrisespecial wie immer direkt am Anfang: Ich wusste nicht, dass Lettland auch solche Probleme hat, die haben gerade zweitgrößte Bank verstaatlicht. Komisch eigentlich, ich dachte das betrifft nur westliche Staaten, die schon lange in diesem Spiel mitspielen, was aber ja bei Lettland nur eingeschränkt der Fall sein kann. Aber hey, es waren ja Wahlen. Zusätzlich gibt es hier noch einen netten englischsprachigen Artikel zum Thema "What happens if countries go bankrupt?" Ach, und die nächste Rückversicherung hat einen "kleinen" Gewinneinbruch. Sicher kein Grund zur Sorge, nächstes gibts dann einfach zwei Hurrikanes weniger. Auch das immanente Wechselspiel zwischen Finanzbranche und Politik einiger Beteiligter soll dem einfachen Bürger mit Sicherheit nicht sorgen.
- Mehr Gewinn als Umsatz. Sowie Siemens früher als Bank mit angeschlossener Elektroabteilung betitelt wurde, kann man Porsche inzwischen als Aktienhändler mit angeschlossener KFZ-Abteilung betrachten..
- Blogger und Journalisten, Teil 432232: Weissgarnix nimmt angenehm unterhaltsam einen Artikel von Ulrich Claus aus der Zeit zum Thema auseinander.
- Da war die Opposition wieder ganz stark: Der Bundestrojaner ist durchgewunken worden, und es dürfen noch mehr Leute meine Daten anschauen - um zu kontrollieren, ob das alles sinnvoll ist, wahrscheinlich. Dafür hat das ganze jetzt erstmal eine Laufzeit bis 2020 - bis dahin interessiert sich eh keiner mehr für sowas wie Computerprogramme, dann haben wir Chips ja schon implantiert. Und die Briten arbeiten ja gerade sowieso schon an der vollständigen digitalen Überwachung - einer muss ja die Messlatte hochsetzen. Alle, die, die dagegen sind, sind ja sowieso vom Cu-Clux-Clan.
- Ja, Umfragen mit 80 Leuten haben schon einen hohen Erkenntniswert. Hauptsache man kann damit Politik machen.
- Eine ganz normale Sache: Wenn der der Bundestagspräsidenten den Parteikontrolleur, der gerade gegen die FDP wegen fingierter Spenden ermittelt, woanders hinversetzt.
- Upsa. Sollte WPA jetzt auch schon unsicher sein?
- Die 50 besten Innovationen des Jahres 2008. Einige in dem Video sind aber definitiv schon älter, wie das Motorrad mit der aerodynamischen Schale außenrum.
- Cooler Wettbewerb an einer Hochschule: Tanzwettbewerb für sechsbeinige Roboer. Da sind ziemlich coole Exemplare dabei.
- Ein Autor eines Artikels der PC Games hat anscheinend erstmal locker Fotos im Netz für seinen Artikel genommen. Diese ganze Lizenzgeschwafel und Fragen um Erlaubnis, das wird alles überbewertet.
- München übertrifft sich mal wieder selber. Ich wusste nicht, dass die Fans bei FCB Spielen nur Fahnen in einer bestimmten Größe schwenken dürfen. Ich wusste auch nicht, dass es 25 EUR kostet, wenn man größere Fahnen schwenkt. Ich wusste aber erst recht nicht, dass illegale Fahnenschwenker per Videokamera identifiziert werden und dann per Post eine schriftliche Anhörung bekommen. In diesem Fall bedeutet "identifiziert" dann auch gleich die komplette Auswertung der Adresse. So ist man dann wirklich in 1984 angekommen. Haben Plakate in Stadien eigentlich auch Impressumspflicht? Sonst könnte man hier doch noch...
- Das Grails special für die letzte Woche: Webservices mit Grails und dem Metro Plugin. Drei Annotations und der Webservice ist fertig. Integrationsprojekte sollten mit Grails ja auch in sekundenschnelle gehen.
Donnerstag, 6. November 2008
- Hatte ich noch gar nicht erwähnt: Am 1.11.2008 ist ja das neue GmbH-Recht in Kraft getreten.
- Ein ganz interessanter Artikel, auf den ich sehr gerne verlinke auf Kooptech: Wie macht man auf vernachlässigte Themen und Nachrichten aufmerksam? Gerade im deutschen Bereich gibt es da ja wenig mit richtig Öffentlichkeit, also hoffen wir mal, dass dieses Projekt ein wenig PR bekommt. Apropos vernachlässigte Nachrichten. Gestern bzw. heute war ja eh alles egal..
- Kleine Fingerübung für zwischendurch: Ein Computerprogramm, was aus Fotos, auf denen Schlüssel abgebildet sind, echte Schlüssel macht.
- Dank der Wahl sind ja so unwichtige Sachen wie Eskalationen im Kongo, die stark dadurch entschieden werden, wer den westlichen Staaten Zugriff auf Rohstoffe verspricht, weitestgehenst in den Hintergrund getreten.
- So lässig: Auch die Postbank zahlt nochmal dicke Gehäter aus. Wenn man es hätte tarnen wollen, hätte man ja Aktienpakete ausgehändigt, aber ich wette, die wollte gerade keiner. Bei dem "Nullwachstum"... was für ein Wort. Und das, wo man doch die Expertise versammelt hat.
- Was für ein schönes Wort: Dateninkontinenz
- Lässige Aktion des Tages: Moskau stellt passend zur Präsidentenwahl einen eigenen Raketenschild auf. Die werden immer lockerer mit dem Wissen um die vielen Rohstoffe. Immerhin nicht direkt in Kuba hingestellt. Sie wollen also mit dem Neuen erst noch reden.
- Lesestoff: Neues freies magazin 11/2008 erschienen
- Ein interessantes Problem, mit dem ich auch auf der Arbeit immer wieder zu tun habe, weil ich zum einen nicht der Designer und zum anderen mehr der Backend Mensch bin: How to prototype your apps?
- Dojo: Ein netter "New in Dojo" Artikel über einige Features
- Ajax: Sehr interessante Liste der beliebtesten Ajax Anwendungsfälle mit Beispielen
- Das Grails Special: Ein Überblick über die GrailsUI dataTable, ein extrem konfigurierbares Tag mit YUI im Hintergrund für dynamische Inhalte in Tabellen. Die zweite Runde geht an "Production Grade ACEGI Security"
- Parallel ssh execution aka pssh: Ich hatte mal schonmal dadrüber gelesen, aber mir das noch nie richtig angeschaut. Taugt das?
- Der erste Hammer in der aktuellen NBA Saison ist auch raus. Allen Iverson spielt jetzt in Detroit. Spielt eigentlich einer meiner Leser Basketball? Nicht, dass ich deswegen weniger über Basketball posten würde, nur aus reiner Neugierde

Montag, 3. November 2008
Die digitale Explosion. Das Multiplizieren und Verbreiten von Bits in keiner Zeit. Technischer Fortschritt, gegen den die Gesetzgebung viel zu langsam reagiert. Das ist das heutige Bild der Informationsgesellschaft, welches in Blown to bits - Your Life, Liberty, and Happiness After the Digital Explosion ausgebreitet wird. Für Netzkultur-Junkies wie mich bietet das Werk im gesamten zwar wenig neues, aber ich hatte überlegt, dieses als Referenzwerk an den unbedarften Internetuser zu geben, wenn man mal wieder erklären muss, was für gesellschaftliche Auswirkungen dieses Webdings eigentlich hat und wie das einen so großen Impact auf die letzten Generationen (und somit implizit auch auf die nächsten) hat bzw. haben wird. Leider wird das Buch nach hinten hin alles andere als anfängerfreundlich. Während am Anfang noch digitiale Prinzipien und deren Auswirkungen mit schönen Beispielen garniert werden (Blurring von Informationen ist kein Löschen und kann wieder hergestellt werden, eine Menge an angeblich anonymen Daten kann mit genügend Arbeit wieder personalisiert werden), werd am Ende die Grundprinzipien der Kryptografie auf etlichen Seiten ausgebreitet, was aber Einsteiger eigentlich nur dazu animiert, das Buch möglichst schnell wegzulegen - auch wenn, wie in diesem Fall, die Erkärungen wirklich gut sind. Da ich aktuell auch nicht weiss, ob es für dieses Buch bereits eine deutsche Übersetzung gibt, eignet es sich als Zielgruppe am ehesten für Menschen, die zwar das Internet nutzen, aber noch nicht so wirklich verstanden haben, welche Auswirkungen das für eine Gesellschaft als ganzes haben wird. Dennoch kann man das Buch durchaus weiterempfehlen, da es sich rech flüssig lesen lässt und dabei auch immer informativ ist.
Sonntag, 2. November 2008
- zigarettenautomat hacken - einer der Favoriten, scheint echt ein Suchtproblem zu sein
- singleton pattern abap vorteile nachteile - ich wusste gar nicht, das ABAP so tiefe OOP Ansätze hat
 - emplify punk band - sollte ich mir schnell noch das Trademark sichern?
- muss man als mitarbeiter bei mc donalds den bart weg rasieren - den Damenbart? Ja!
- witzige geschenke mit ozon - ne Schicht zum Beispiel?
- wer zu das der - gerade Sesamstraße geschaut?
- was gehört noch zum bereich unterthemen zum thema light produkte - das hier
- wie bewerbe ich mich als problemlöser - bei Google mit dem Query
- heitere stellenbeschreibung - beim BND vielleicht, sonst eher weniger
- nehmen zigarettenautomaten auch versicherungskarten an? - wie praktisch das für die Versicherungen wär. Geile Idee.
- vorgesetzten absägen aber wie? - ds, wie gehässig. Wichgtig ist aber auch hier das Fragezeichen im Query.
- ihr einverständnis vorausgesetzt bewerbung was bedeutet das - wtf?
- ferrariaktienkurs - gibtesbestimmt
- nachbarländer deutschen - Ist ja schonmal mit mäßigem Erfolg probiert worden
Samstag, 1. November 2008
Heute gibt es nur ein paar technische Links, die sich die Woche über aufgestaut haben. - Das CMS Alfresco Enterprise 3.0 ist raus. Das ist zwar schön und gut, ich möchte aber zu diesem Entwicklungsmodell im Allgemeinen mal ein paar Worte verlieren. Da ich mich beruflich aktuell sehr stark mit Alfresco beschäftige, geht mir dieses Entwicklungsmodell tierisch auf die Nerven. Es funktioniert quasi so: Man darf das CMS herunterladen, testen, Fragen stellen (in einem Webforum, die nur selten beantwortet werden), wie jede andere Software auch. Es gibt außerdem zwei Versionen der Software. Eine "Labs"-Edition, die jeder nutzen darf und eine "Enterprise" Edition die kostenpflichtigen Support/Customizing etc beinhaltet. Die Labs Edition ist lediglich die Veröffentlichung eines Subversion Levels, die nur dazu dient, die Bugs zu fixed für die Enterprise Version. Und genau so auf weiter Flur fühlt man sich auch bei Fragen. Wenn die jemand beantwortet, dann nur Leute die ebenfalls von diesem Modell frustriert sind. Ja, das wars eigentlich. Das Wiki dokumentiert zwar ganz gut, aber eben auch nur für Standardanwendungsfälle. Komplexes Customizing wird aus externer Quelle wohl auch nicht soo gern gesehen. Es ist wahrscheinlich, dass die Alfresco Leute das natürlich anders sehen, aber das waren meine bisherigen Erfahrungen mit diesem Entwicklungsmodell. Wenn man an seiner Community hängt (die besten Entwickler) sollte man dieses Modell ganz schnell sein lassen, sondern einfach oft released und nur Consulting für ein Produkt anbieten (die meisten Produkte sind eh so komplex inzwischen, dass man das sowieso dabei kaufen muss).
- Immer interessant für JavaScript Entwickler: Debunking Dojo Myths
- Hier mal wieder ein paar Informationen über Comet und WebSockets. Ich bin ja mal gespannt, ob das so einschlägt, wie das einige ja behaupten. Ich glaube da noch nicht dran. Das WebSocket Prinzip wird für viele nach Sicherheitsproblem riechen und daher eventuell schon in einer Menge Corporate Policies einfach gestrichen werden, da die Firewall immer was dagegen hat wenn ein zweiter Datenport geöffnet wird.
- Nicht alles was intelligent ist, muss digital sein: Dieser Oktopus ist für Stromausfälle verantwortlich. Mit voller Absicht. Krasses Tier. Die werden uns irgendwann mal die Weltherrschaft streitig machen, wenn der Planet unter Wasser steht.
So, kurze Ausgabe für heute. Ist ja Wochenende, und vor allem auch Feiertag in Bayern...
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