Mittwoch, 25. Februar 2009
Nachdem ich vor 2 Wochen bei der Generalprobe von "Neues aus der Anstalt" war (sehr zu empfehlen, in den Arri Studios in München-Schwabing), hatte ich mir zufälligerweise schon "Lassen sie es mich so sagen" von Georg Schramm, der die Sendung zusammen mit Urban Priol macht, gekauft. Und was soll man sagen, das Buch hält den Erwartungen stand. Echtes Kabarett. Gemein, lustig und thematisch traurig, da ernst. Netterweise berichtet Schramm auch sehr oft über Reaktionen des Publikums bei Liveauftriffen. Allein die sind Gold wert. Interessant ist auf jeden Fall auch sein Programm "Thomas Bernhard hätte geschossen", wo er mit dem Gesundheitswesen abrechnet - und in einem Gesundheitskontext wurde er wegen einer Äußerung auch mal verklagt. Auch die Geschichte ist sehr interessant. Zwischendurch schreibt er oft diverse Kurzauftritte zu allen möglichen Themen nieder, die meistens bitterböse und gemein in einem Lacher enden. Bedenkenlose Kaufempfehlung, auch wenn mit 19,90 EUR nicht ganz günstig, schadet die monetäre Förderung dieser Leute mit Sicherheit niemanden (außer den öffentlich rechtlichen, die sowas ja angeblich oft genug nur zähneknirschend senden).
Freitag, 20. Februar 2009
Kurzes allgemeines Update. Es wird in den nächsten Tagen mangels Internetverbindung keine neuen Updates hier geben. Mehr allerdings wieder Anfang März. - Wer diese Woche fefes blog gelesen hat, weiss, was einzelne Staaten aktuell für Probleme in der Finanzkrise haben, aber dass es so schlimm ist, dachte selbst ich nicht: Bearing Point ist pleite. Zahlenspielchen sollte man mit der aktuellen Krise nicht machen: Da scheinen noch ein paar Jahresbruttoinlandsprodukte Hypotheken durch die Bilanzen zu wabern. Außerdem hätte man in den USA wohl einen einen Großteil der Hypotheken mit der Bailout Kohle abzahlen können. Wo die wohl jetzt hin ist...
- Am Montag war ich bei der Generalprobe von Neues aus der Anstalt in den Arri Kinos in München. Sehr witzige Angelegenheit, kann ich nur empfehlen. Wobei die Themen leider schon von vorn herein irgendwie feststanden. Ganz hoch im Kurs war natürlich die heilbare Krankeit Homosexualität (oder anderem Terror) sowie der Rücktritt von .. eh, ja, von wem eigentlich? Auffällig ist natürlich, wenn man den Altersschnitt um mehr als 15 Jahre unterschreitet. Extra 3 trifft das ganze aber auch sehr passend. Update: Was lese ich da gerade? Neues aus der Anstalt gibt es komplett in der Mediathek. Wie cool!
- Die Männerwelt geht den Bach runter. Erst Märklin und dann noch Schiesser. Das Leben ist unfair - nackt vor der M
- Nicht zu vergessen die letzten Wochen: Der große Uboot Stau unter Wasser, mit Nukleartechnologie an Bord natürlich.
- Endlich abgeschoben, aber noch immer irgendwie im Amt: Thilo Sarrazin, das Berliner Kompetenzzentrum für warme Pullover und leben mit Hartz 4 wechselt - wie sollte es anders sein - in die Finanzbranche zur Bundesbank in den Vorstand. Da kann man bestimmt auch was mit PPP reissen.
- SpOn mal wieder groß: Winrdäder bauen bringt nix wegen des Emissionshandels. Und anstatt dann den Emissionshandel zu ändern, sollte man doch nicht die Windräder bauen.
- Da treibt ein 25 Quadratkilometer großer Teppich vor Irland rum. War aber niemand.
- Ist an diesem Miro Media Player eigentlich irgendetwas besonderes? Das 2.0 Release hat ja einen Riesenbuzz erzeugt. Und ich weiss noch nicht wirklich, warum.
- Neues aus der Java Welt: GWT hat einen 1.6 Milestone veröffentlicht. Sogar LinkedIn benutzt schon länger Grails.
- An die Spring Fraktion: Hat hier schon jemand etwas mit der Spring Integration Suite gemacht? Die ist ja noch relativ frisch und sieht für mich nach einem ESB Light aus (eigentlich genau dass, was man oft haben will, zumindest in kleineren Umgebungen). Erfahrungen bitte mal an mich mailen. Sollte jemand da noch Alternativen kennen, dann nichts wie in die Kommentare damit. Hier gibt es auch noch einen Vortrag zum Thema Spring Annotations.
- Mein persönlicher Plan zu Welteroberung: Magnetisches Panzertape. Achja: Und niemals Moores Law vergessen
Dienstag, 17. Februar 2009
Ich gebe zu, ich habe dieses Buch nach dem Titel gekauft - in Buchhandlungen bin ich ein typisches Opfer für "unauffällig herumliegende" Bücher, die aber doch irgendwie absichtlich platziert worden sind, da helfen auch die beiden Marketing Schwerpunktfächer im Studium nicht. Aber zurück zum Buch. Ich bin mir nicht sicher, ob das Buch dem Titel gerecht wird. Zum Teil deckt das Buch die oft als "inflationär verwandten" Begriffe des täglichen Medienspektakels in Fernsehen und Zeitungen auf, die die Meldungen der wichtigen Menschen dieser Welt ja meistens nur noch unreflektiert und ohne erleuchtendes Hintergrundwissen in die große weite Welt posaunen. In vielen Artikeln merkt man sehr stark dass Ivan Nagel Philosoph ist. Manchmal wartet man, dass er zum Punkt kommt und doch geschieht dies nicht während des gesamten Artikels. Andere Artikel (wie zum Thema von George Bushs jr. Wortwahl nach den Anschlägen) sind sehr exakt und detailliert auf den Punkt gebracht. Auf der anderen Seite ist man plötzlich thematisch bei großen Malern zum Thema Krieg, was ich mit dem Buchtitel nicht so ganz in Einklang bringen kann - das mag aber auch an mir liegen, philosophisch gesehen werde ich mich wohl mein Leben lang im Entwicklungsstadium befinden. Also nur kaufen, wenn euch ein wenig ausholendes Gerede gefällt, ich bin da nicht der Typ für.
Montag, 16. Februar 2009
Nachdem ich ja bereits "Bedingt betriebsbereit" von Norbert Juretzko gelesen hatte, stand "Im Visier" immer noch auf meiner Liste. Netterweise gab es im Hugendubel das
Hardcover für 5 EUR im Angebot (endlich mal wieder ein Hardcoverbuch für die Sammlung, yeah!). Mein Statement über das alte Buch lässt
sich auch problemlos für das neue Buch wiederholen. Im BND geht es
anscheinend zu, wie in jeder anderen Behörde auch. Interessant an
diesem Buch ist besonders, wie bestimmte Leute ohne Sinn und Verstand
verheizt werden, auch wenn sie mit guten Intentionen zum BND wechseln.
Was ich nicht wusste, ist, dass sich der BND anscheinend sehr stark aus
ehemaligen Soldaten rekrutiert, obwohl das ja eigentlich der einfachste
Weg zum Anwerben ist (außerdem reicht dann ein Spitzel in den Archiven
der Bundeswehr um potenzielle Agenten zu enttarnen). Wirklich witzig
sind eigentlich nur die Stellen, an denen man erfährt, dass andere
Geheimdienste bestimmte Aktivitäten des BND längst wussten, dass das
aber selbst beim BND kaum jemanden überrascht hat. Was den Bürger wirklich nachdenklich stimmen sollte ist die Tatsache, wie derartige Dienste die Bürger eines Landes wirklich schützen könnten. Ob das überhaupt deren Aufgabe ist, steht allerdings noch auf einem ganz anderen Blatt... Fazit für das Buch: Nicht zwingend ein Kracher, wenn man mal ein wenig BND Schinken lesen will, ganz unterhaltsam. Keine Pflichtlektüre.
Donnerstag, 12. Februar 2009
Montag war wieder Webmontag in der Media Design Hochschule. Aufgrund der Übung ist die Organisation da inzwischen total reibungslos. Von Namensschildern über Häppchen bis mehr als genug Getränke ist alles dabei, was man sich wünschen kann. Großes Lob an die Veranstalter. Kommen wir aber nun zu den Vorträgen: - Techevents in München: Ein kurzer Vortrag von Nils Hitze über anstehende Events für Entwickler und Nerds in München. München ist in dem Bereich gar nicht so tot wie es immer scheint. Man muss sie nur suchen. Und es fehlt einfach an Vernetzung. Die Java Gruppen scheinen mir zum Beispiel sehr stark abgeschottet von den verschiedenen LUGs zu sein, was eigentlich überhaupt keinen Sinn macht, denn genau da laufen ja viele Java Applikationen. Hier ist einfach noch viel Kommunikation und Brücken schlagen nötig. Aber Nils macht da immer einen Super Anfang
 - Spieltheorien als Erfolgsrezepte von Communities und Social Networks. Joachim Graf wollte vielleicht auf die Spieltheorie eingehen, wurde aber leider durch den rapiden Zeitplan sehr arg zusammengedrückt. Was dabei rauskam, war eigentlich nur das, was die meisten Betriebswirtschaftler und Marketingleute sowieso in den ersten Voresungen lernen: Maslows Bedürfnispyramide, ein wenig auf Social Networks gemünzt und dann war die Zeit auch schon um.
- Mindmeister - Vorstellung neuer Features: Till Vollmer hat neue Features bei Mindmeister vorgestellt - ok, die Features waren jetzt nicht so der Hammer, es ging darum, dass man auch Bilder in die Mindmaps einbinden kann. Abgesehen davon muss ich aber sagen, dass das ein Supertool ist und die Entwickler da nur mit JavaScript ein Hammerprodukt hingestellt haben. Das ganze basiert auf Ruby on Rails und benötigt nichtmal eine Hand voll Server bei mehreren hundert parallelen Connections. Respekt. Leider habe ich vergessen zu fragen, welches JavaScript Toolkit da benutzt wird. Die anwesenden Dojo Entwickler hatten sich das auch gefragt.
- Twidox - ein Dokumentenaustauschdienst. Vom Produkt her klingt das erstmal nicht so innovativ, die interessanten Dinge hat Nicholas MacGowan von Holstein allerdings auch eher zwischen den Zeilen erzählt. Technisch interessant ist, das jedes Dokument mit einem Flash Viewer angesehen wird, um Bandbreite zu sparen, es allerdings auch in der Volltextversion zur Verfügung steht, damit es von Spidern gefunden wird. Soweit erstmal nichts besonderes, der Flash Viewer dient in diesem Fall dazu, dass Dokumente auch in Ländern mit geringer Bandbreite und abbrechenden Verbindungen angeschaut werden können, ohne dass das gesamte Dokument heruntergeladen werden muss. Aktuell liegen 60.000 Dokumente auf der Seite - die auschließlich den Fokus auf hochwertige Dokumente hat, also Dokumentation, Regierungsdokumente etc - allerdings liegt eine Anfrage des US State departments für weitere 1,1 Mio Dokumente vor. Mit Sicherheit eine technische Herausforderung. Auch die Zusammenarbeit mit der UN finde ich ziemlich cool. Da hat jemand sehr interessante Verbindungen. Nicht genannt wurde bis jetzt der Grund, dass derartige Insititutionen diese Plattform veröffentlichen. Ich vermute mal, es gibt für gewisse Dokumente eine digitale Veröffentlichungspflicht, welche so natürlich gleichzeitig mit einer Indizierung vorgenommen werden könnte. Sehr interessante Sache, ich hoffe dass es klappt.
- Zwischendurch war dann mal wieder Spirofrog Werbung angesagt. Ein dickes Banner hätte es da auch getan.
- Kommen wir nun zum großen Nebel des Abends: Jan Linhart und seine planetarische Agora. Der Sprecher kam leider nicht so richtig mit dem kurzen 7 Minuten Zeitlimit klar, so dass eigentlich nicht so wirklich rüberkam, wie diese Plattform für mehr demokratisches Engagement und und "glokale Selbstbestimmung" (dieses Wort ist mir irgendwie.. ich weiss auch nicht). Prinzipiell finde ich die Idee super und würde mir wünschen, das Thema einfach nochmal in einer längeren Runde erläutert zu bekommen, ohne Zeitdruck. So weiss ich leider überhaupt nicht, was ich davon halten soll.
- Gutscheine verkaufen: Thomas Steele hat hier mit der Schenkando GmbH prinzipiell eine Super Idee aufgetan. Die Möglichkeit, seine ungewollten Gutscheine zu verkaufen und somit doch noch zu monetarisieren, anstatt bei Douglas irgendein ein Rattengift zu ersteigern, was einzig und allein dazu dient, die Schwiegermutter ins Wachkoma zu versetzen. Das ganze basiert auf der Idee, dass vom Gutschein nicht der gesamte Betrag, sondern "lediglich" ein hoher Prozentsatz, was für den Verkäufer ja immer noch besser als ein abgelaufener Gutschein ist. Das ganze benötigt natürlich eine gewisse initiale Liquidität. Ich hoffe für die Jungs, dass das ganze rund anläuft, weil ich das wirklich eine coole (und vor allem im Kern total einfache) Idee halte.
- MyOn ID: Christian Hubel von MyOn ID hat hier einmal in die Geheimnisse des Online Reputations Managements eingeweiht. Nun, abgesehen von ein paar Plattitüden ("Wer bei Google nicht auffindbar ist, existiert nicht" gilt für Leute wie die Webmontag Besucher/Digital Natives, aber nicht zwingend für die anderen 99,9% der Bevölkerung, aber ich verbuche das mal unter Werbung). Prinzipiell finde ich das Konzept, dass es eine Seite gibt, in der die Informationen präsentiert werden, die ich im Internet mit meiner Person verbunden wissen will (ich weiss, kein gutes Deutsch), extrem intelligent. MyOn ID verfolgt hier ähnlich Xing ein Premiumkonzept, bei dem diese Seite logofrei ist und mit einer eigenen Domain versehen kann. Ein weiterer Riesenvorteil ist der Notification Service, der benachrichtigt, wenn etwas neues über die eigene Person geschrieben wird (an alle, die über einen solchen Link hierhin gefunden haben: Gerne kommentieren). Ob das nun für technisch affine Menschen wichtig ist, sei mal dahin gestellt, aber da es hier überhaupt nicht um diese Zielgruppe geht, finde ich das voll ok. Die Firma dahinter hat schon zwei Finanzierungsrunden hinter sich (eine davon mit T-Venture), so dass sie aus dem gröbsten raus sind. Interessante Sache insgesamt.
- MIKI: Irgendwie hab ich hier gar nicht zugehört.
- ChannelQ: Irgendwas mit Online spielen. Da war ich schon mit jemand anderem am Reden, das ganze ging thematisch ziemlich an mir vorbei.
An den letzten beiden Vorträgen merkt man entweder, dass ich da schon zuviel Bier hatte oder zur Generation Twitter gehöre, die nicht mehr so viel auf einmal aufnehmen kann. Oder ich war schon in Gespräche vertieft. Aber man kann ja auch nicht alles mitbekommen. Insgesamt mal wieder eine gelungene Veranstaltung, die auf den nächsten Webmontag hoffen lässt.
Sonntag, 8. Februar 2009
Bruce Schneier schreibt ja ab und an in seinem Plot mal "Movie Plot Terrorisms" aus. Der kreativste Einsender gewinnt. Leider ist gerade kein Wettbewerb, aber ich habe eine geniale Idee. Die Idee kam mir mir neulich beim Chili con Carne machen. Ich hatte mal wieder zuviel Wasser benutzt und dann hatte ich das Problem. Zu flüssig. Die Lösung war schnell gefunden. Ein wenig Mehl in die Sache und zack, hat man das Wasser gebannt. Nur Minuten später kam ich dann auf den Terrorgedanken. Kann ich jetzt mit einem Dutzend Vierzigtonnern zum nächsten AKW fahren, da das beladene Mehl in den Kühlfluss leiten und zack, habe ich das AKW abgeschaltet (haben andere Kraftwerke eigentlich auch solche Mechanismen), weil es keine neue Kühlflüssigkeit mehr bekommt. Nun nehme ich mir ein paar mehr dieser Vierzigtonner und mache das alles an einem Tag mit allen Kraftwerken. Auch Gezeitenkraftwerken könnte ich ja so unter Umständen massiv "Sand" ins Getriebe streuen. Habe ich irgendetwas an meiner genialen Theorie übersehen? Gibt es Mehlmangel? Ich finde den Plan eleganter als Wasserstoffperoxidterrorismus. Aber ich habe ja auch keine Ahnung von Chemie. P.S. Und ich habe gar keine Ironie Kategorie. Das sollte ich wohl mal ändern.
Samstag, 7. Februar 2009
Hohes Backlog heute. Da sollte einiges zusammenkommen. Die Innenstadt ist ja Sperrbezirk heute (wobei in Davos ja auch schon das Festnehmen geübt worden ist, ich wetter aber, dass München an der Anzahl der Festnahmen besser sein kann, wenn es will). - EIne besondere Vorreiterrolle nimmt ja momentan die Bahn wieder ein. Zum einen arbeiten sie an der Vollüberwachung (sind die Kunden da eigentlich auch schon eingeschlossen? Wenn nicht, was wird wohl über die gespeichert?), zum anderen verbieten sie die Verbreitung von Dokumenten - was sich aber ja inzwischen erledigt hat (Respekt aber für den TAZ Titel). Beruhigend ist jetzt natürlich, dass ein Ex-Minister die Ermittlungen leiten soll. Wahrscheinlich muss man dankbar sein, dass man Mehdorn diese Aufgabe nicht übertragen hat.
- Womit stand Frau Merkel in den letzten Tagen in den Schlagzeilen? Nein, nicht wegen der Finanzkrise. Weil sie das Techtelmechtel mit dem Papst kommentieren musste. Die ist ja so wichtig. Immerhin hat das auch was gutes, es treten mehr Leute aus der Kirche aus.
- Hat die HVB bereits vor Jahren mit voller Absicht die erste Bad Bank initiiert?
- Kollateralschäden für 500 - heute: Volker "Wer Deutschland liebt, muss diesem Gesetz zustimmen" Kauder
- Irgendwie auch gerade wieder etwas untergetaucht: Killing Policy bei der NATO? Nachdem neulich das UNO Papier geleaked ist, musste da wohl ein Maulwurf nachziehen. Sehr löblich.
- Der Fall Mannichl dreht immer noch Runden. Dieser Artikel hat zwei brisante Inhalte. Zum einen natürlich, dass der Fall immer noch nebulös ist. Zum anderen aber viel mehr, dass Alibis anhand von Handy Bewegungsdaten bestätigt werden?! WTF? Ich leih dann nur mal eben meiner Freundin das Handy aus und habe ein Alibi? Das ist ja super.
- Das Grab Europas ist aktuell eindeutig Lampedusa. Aber auch da wird Frontex bestimmt noch eine Lösung finden. Man müsste so viel mehr Berichte da rüber lesen. Das wäre doch mal was für die werten Printmedien.
- Den Artikel habe ich auch gemailt netterweise bekommen, aber andere haben ihn bereits vor einer Woche veröffentlicht. Auch nicht wirklich verwunderlich: Die Eskalation in Gaza zu diesem Zeitpunkt wurde schon lange so eingeleitet. Mit vielen Quelen, also lesenswert.
- Als Kind hat man ja immer gelernt, dass die Argumente ausgehen, wenn der gegenüber beleidigt. Sollte das bei der SPD genau so sein?
- Bei den Nachdenkseiten gibt es einen guten Artikel zur Bertelsmannstiftung und deren Centrum für Hochschulentwicklung
- Stefan Niggemeier hat ein tolles Beispiel, wie die Zeitungen das Sinken der Auflage als Steigerung nach außen verkaufen. Mich würden diese Daten ja auch brennen für die anderen "Zeitungen" (vor allem auch die in München) interessieren.
- Eindirektionale Konjunkturelle Förderung? Ach iwo...
- Es ist leider einfach nicht zum lachen: Schäuble dreht mal wieder frei. Netter Kommentar von extra3.
- Völlig unerwartet ist es einem amerikanischen Hacker gelungen, RFID Ausweise auf eine größere Distanz auszulesen. Mit Hardware im Wert von 250$ - hätte niemand mit rechnen können.
- Die Java Abteilung: Eine Kurzeinführung in JMX, das Java Trendbaromenter ist sehr interessant.
- Mögliche neue Lektüre: Das Schwarzbuch Börse 2008
- Ferner liefen: Es gibt noch eine Menge Spezies im Regenwald, das IPhone als DaVinci Explosionszeichnung. Hammer Idee: Floating Homes. Wenn die Internet haben, bin ich sofort dabei.
Dienstag, 3. Februar 2009
Der Streik der MVG hat erste Tote gefordert. Allerdings nur hirntot. Bis jetzt. Nehmen wir an, sie wären Führungskraft und hätten Verantwortung über 20 Leute. Und sie erfahren von dem Streik der MVG (betroffen waren U-Bahn, Tram und Bus, München stand also im Prinzip). Nun gibt es Möglichkeit Nummer eins: Man sagt, jeder, der morgen nicht kann, bekommt einen Tag Urlaub abgezogen. Für Leute, die mehr als eine Stunde Anfahrt haben, mit Sicherheit eine entspannte Alternative, als völlig unausgeschlafen und unproduktiv zu arbeiten. Haken an der Sache: Benötigt Entscheider mit Führungskompetenz. Kommen wir also zur Möglichkeit Nummer zwei: Man läuft den ganzen Tag davor wie von der Tarantel gestochen zu allen Mitarbeitern und schärft diesen ein, dass man sofort ein amtsärztliches Attest sehen will, wenn am Streiktag jemand krank ist. Das ganze ist ja noch grenzwertig ok (wenn man Führungsmodelle nicht verstanden hat). Lächerlich wird es dann aber, wenn man dann abends am Vortag bescheid gibt, dass man morgen nicht kommt, weil "die halbe Stunde Fußweg zu weit ist" und man da keine Lust drauf hat. No kidding. Zumindest hat man jetzt eine wirkungsvolle Methode, wie man innerhalb kürzester Zeit sämtliche Führungsautorität nachhaltig begraben kann. Mehr als ehrfurchtsvolles Schweigen fällt einem da eigentlich nicht mehr zu ein. Disclaimer: a) Viel Ironie bzgl. des Themas Tod (bevor die Abendzeitung etwas abschreibt) und b) So ist es nicht in meiner Firma passiert, aber jemandem in meinem direkten Umfeld im öffentlichen Dienst.
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