Dienstag, 31. März 2009
Allein der Titel hat mich eigentlich schon zum Kauf inspiriert. Das passt zu mir. Da das Buch dazu noch ein Mängelexemplar war und von den Riesenmaschine Autoren Kathrin Passig und Aleks Scholz geschrieben ist, konnte hier eigentlich nicht viel schief gehen.So war es dann auch. Mit gewohnt entspannter Ironie wird hier Phänomenen eben genau nicht auf den Grund gegangen, weil sie einfach nicht erklärbar oder noch nicht erforscht sind. Oder weil sich vierkommaperiodedrei Wissenschaftler einfach noch nicht über das Ergebnis geschlagen haben. Aber das kommt in diesen intellektuellen Kreisen ja eher selten vor. Intellektuelle tiefgründige Themen wie die tektonische Plattenverschieben paaren sich mit mir bis dato völlig unbekannten Dingen wie dem Rattenkönig oder auch dem Fluten des S-Bahn/U-Bahn Systems in der Berlin während des zweiten Weltkriegs. Oder auch das Tunguska-Ereignis. Oder die Sprengung des Nord-Süd-Tunnels. Wer also ein Buch mit Informationen sucht, die keine sind - möge sich hier nach Herzenslust bedienen.
Samstag, 28. März 2009
Hier scheint gerade die Sonne... sollte man doch Basketball spielen am Nachmittag? - Hauptthema der Woche 1: Die Wikileaksdurchsuchung. Staatlich anerkannte scare tactics - siehe auch fefe oder holgi, der meint, es wäre keine Inkompetenz der Behörden (wegen der formellen Fehler). Ansonsten hat das bestimmt nichts mit der von der Leyeschen Aktion zu tun - ich stelle mir ja immer noch die Frage, ob diese Frau so blind ist, oder das Kalkül der nun folgenden Vollüberwachung (und natürlich des Missbrauchs der Daten) vollständig eingeplant hat. Man kann aber nur von letzterem ausgehen in meinen Augen. Aber immer drank denken: Es ist ein Filter, keine Zensur.
- Hauptthema der Woche 2: Das BKA lügt im Prozess."Nicht für die Handakte geeignet" - wow. Das schafft Vertrauen in die Demokratie.
- Falls jemand noch günstig ein Containerschiff benötigt. Super Zeit gerade dafür...
- OpenVPN Management: Interessantes Thema. So kann man sicherstellen, dass ein Client ein bestimmtes Virenscannerupdate installiert hat, bevor dieser auf das interne LAN zugreifen kann.
- Kopfschmerzalarm, heute: Rechte von Barclays in GB
- Nachdenkseitenspecial: Ich kann nie genug betonen, wie wichtig und interessant diese Seite ist. Dieses Mal zum Thema "die Politik ist nicht an der Krise schuld" sowie Manipulationsversuchen in der Wahrnehmung. Exzellent
- Platz machen bitte für die nächste Generation: Dmitri Gaskin, Drupal Entwickler. Alter: 13
- Platz machen bitte für die nächste Generation 2: Botnetz aus Homeroutern...
- Wieso auch nicht. Sniffen von Tastatureingaben mit einem Laser
- Demokratie für Einsteiger: Transparente am eigenen Haus gegen die Nato sind beim Geburtstag der Nato natürlich nicht gerne gesehen. Aber hey, wieso nicht. Wenn man schon wieder solche Werbungen schalten kann, ist der Rest doch auch nur noch Makulatur.
- Das Java Special: Ein Web-Beans Vortrag von Gavin King. JSR 299 ist wirklich, hm, vollgepackt. Volltextsuche mit Grails. Für die Springfraktion gibt es jetzt ein RestTemplate.
Samstag, 21. März 2009
- Es ranken sich ja immer noch die Theorien, wie die beiden Atom U-Boote im Atlantik crashen konnten. Kaputte Software, Würmer, Inkompetenz (von allem ein bischen) oder neue Stealth Techniken. Das würde auch erklären, warum ein US-Kriegsschiff in der Straße von Hormus mit einem Atom U-Boot zusammengestoßen ist. Gleichzeitig müssen natürlich die Kapitäne der Uboote auch etwas benebelt sein. Oder Iran stört mit irgendwas tollem die Radargeräte der Schiffe?
- Ganz klares Highlight diese Woche. Der Papst. Kondome sind böse. Auch gut im Rennen ist die "effektive und maßvolle" Telefonüberwachung in Berlin. Interessant aber auch: Thor Steinar an arabische Investoren verkauft.
- Haha! Bürgermeister aus unwichtigen Kaff ordnet an, mit einer bestimmten Zeitung nicht mehr zu kooperieren. Aber nicht für ihn selber, sondern für das gesamte Rathaus. Ja, hm, also Napoleon.. Apropos Napoleon. Auftakt zu neuen neuen Strassenkrawalle in Frankreich.
- Yeah, Frontex jetzt auch in Europa. Endlich wieder Grenzkontrollen. Wegen des Natogipfels. WTF?
- Die Parteien haben Angst, dass sich bald ihre Spenden halbieren. Denn die kamen aus der Finanzbranche. Also quasi doch staatlich finanziert.
- Nachwehen von Winnenden: Schützenvereine beklagen anscheinend Mitgliederschwund, aktuelle Gesetze zur Waffendurchsuchung sind ausreichend. Die Presse hat natürlich fundiert gearbeitet, es gibt aber inzwischen auch einige sinnvolle Artikel. Zapp hat ein schönes Video dazu.
- Wichtige Preise diese Woche: Das schwarze Schaf 2009 und der goldene Windbeutel
- Das Java Special: Interessante Präsentation zum Thema JAX-RS (die REST Implementierung). Außerdem heisst JSecurity jetzt Apache Ki - zu dem Thema gibt es auch eine Präsentation, ebenfalls von der devnexus. Mit dem Maven-Jetty Plugin kann man sehr angenehm seine Entwicklungszyklen beschleunigen. Auch aus der Grails Abtelung gibt es neues. Bei IBM Developerworks gibt es einen Artikel zum Thema Grails mit GWT und SOA Architektur. Ganz viel spannender ist aber noch Atmosphere, ein Comet Framework.
Samstag, 21. März 2009
Georg Schramms Buch "Lassen sie es mich so sagen" habe ich wohl einfach zuerst im Bücherregal entdeckt habe, denn sonst hätte ich mir das Buch von Urban Priol gleichzeitig mitgekauft. "Hirn ist aus" tropft vor Ironie in jedem Satz und ist herrlich witzig geschrieben. Natürlich kann man das nicht mit einer Show von ihm vergleichen, aber als Ersatz dafür ist es gut geeignet. Leider habe ich Urban Priol noch nicht live gesehen, außer bei "Neues in der Anstalt", aber es wird definitiv mal Zeit. Das Buch kostet zwar 19,90, aber gute Künstler gehören ja gefördert, insofern: Kaufempfehlung.
Samstag, 14. März 2009
Top Themen der Woche gab es irgendwie viele. Allein das ist ja schon merkwürdig. Aber fangen wir an - So langsam bereiten sich die Staaten auf die Inlandsbekämpfung vor - Gründe gibt es ja genug. Nicht nur die USA, sondern auch ganz direkt Deutschland. In Irland brodelt es auch, aber da hat man noch die Möglichkeit, es auf die IRA zu schieben - praktisch, wenn man irgend etwas aus de Versenkung holen kann, um damit gleichzeitig Polizei- und Armeepräsenz zu fördern. In den USA haben 291000 Hausbesitzer letzten Monat eine Mahnung wegen Zahlngsverzug erhalten. Wo diese Menschen jetzt wohl sind. Aber wir können ja beruhigt sein, nachdem Deutschland ein paar Milliarden gespendet hat, ist kein Geld mehr für Konjunkturhilfe da. Schmeckt nach Lobby. Irgendwie. Aber Madoff fühlt sich schuldig. Das beruhigt doch.
- Das Ende von Jörg Tauss: Einige wussten mal wieder sehr schnell bescheid. Er selbst räumt ein, selber nachgeforscht zu haben, weil die entsprechenden Sparten beim BKA politisch nicht vogelfrei sind. Gibt es auch als Statement von ihm.
- Ach da war noch was: Der Amoklauf. Da es immer noch keine wirklichen verwertbaren Informationen gibt, kann man ja nicht so viel dazu sagen. Aber hey, hauptsache man bietet ein Forum für die Person, dann kann man auch den Nockherberg-Start verschieben (in Stuttgart), deswegen. Interessant ist in diesem Fall ein Artikel beim Spiegelfechter, der erklärt, dass in Wien die Selbstmordrate in U-Bahnen um 50% zurückgegangen ist, seitdem die Medien da nicht mehr drüber berichten. Soviel zum Thema Selbstreferenzialität der Medien...
- In Australien liegen ein paar Tonnen Öl vor der Küste... war bestimmt wieder keiner
- Kerner als Werbeträger für ökologisches Verhalten. Na klar...
- Mozilla hat das Problem, dass Google aktuell die einzige Einnahmequelle zur Finanzierung ist. Mit eigenem Browser sinkt da natürlich das Interesse. Mal schauen was 2011 passiert.
- Dojo Integration mit Java mit DWR - cooler Vortrag bei parleys. Was ich nicht wusste, ist, dass man Datagrids über Java dynamisch vom Server aus im Client aktualisieren kann. Wenn man beispielsweise eine Map hat, und die aktualisiert, muss man sich um nichts mehr kümmern. Wenn man diese Map dann noch synchronized und allen Clients zur Verfügung stellt, kann man entspannt Updatefunktionen implementieren. Dojo 1.3 ist übrigens auch auf dem Weg. Von uxebu gibt es jetzt auch einen richtig coolen API Viewer.
Freitag, 13. März 2009
Letzten Dienstag war ich auf dem Spring Expert Day, einem von SpringSource veranstalteten Event mit Neuerungen rund um das Spring3 Release in der Spring Welt. Ich werde hier ein wenig auf die Vorträge eingehen. Insgesamt war das Event gut organisiert, mit 90 EUR bezahlbar und das Drumherum und Leute kennenlernen kam auch nicht zu kurz. Auch das Essen war exzellent, leider war mir an dem Tag mein Magen nicht hold, so dass ich kaum etwas gegessen habe. Nun aber zu den Vorträgen: - Überblick über Spring 3 von Jürgen Holler: Der Vize von Spring hat seinen Standard Talk über die Neuerungen von Spring gehalten, so dass es nicht zu schlimm war, dass ich die ersten 5 Minuten verpasst hatte. Wer sich den ähnlichen Talk bei parleys von der Spring One anschaut, bekommt mehr Informationen.
- SpringSource dm Server von Eberhard Wolff: Ein brandheißes Thema, leider etwas vertriebsnah und wenig technisch. Für mich interessant an diesem OSGI Produkt Bundle ist die Eclipse Integration und vor allem die Möglichkeit, während des Deployments eines Bundles die Aufrufe an das Bundle zu cachen und dann nach dem Deployment normal weiter zu machen. Sehr coole Lösung um die Downtime zu minimieren. Der Talk gab allerdings zum Abschluss noch das Gefühl, das hier noch viel getestet werden muss.
- Web Anwendungen und mehr mit Spring von Agim Emruli: Der Talk, von dem ich mir am meisten erhofft hatte. War allerdings zum einen nur eine kurze Reise durch die REST Features von Spring 3 und zum anderen die Ankündigung, dass Spring einen weiteren Layer zwischen Spring JSF und JavaScript packen will, der dann generisch unterschiedliche JavaScript-Frameworks anspricht. Dennoch muss man sich mit dem jeweiligen JS Framework auskennen, in der Präsentation wurde nämlich Dojo Code präsentiert - ohne dass das gesagt wurde. Ich habe allein aufgrund des Talks nicht einen Grund sehen können, wieso ich diesen Zwischenlayer einziehen wollen würde. Zusätzlich lässt sich dieses JavaScript noch als JSF Tag um andere JSF Tags wrappen, was auch nur sinnvoll ist, wenn ich keine JSF Ajax Bibliothek nutze (heutzutage ja eher unwahrscheinlich). Da hier überhaupt nicht Grails geklaut wird, bekommt man da ein wenig das Gefühl, das Grails intern noch als Satellitenprojekt gehandhabt wird. Und auf DWR wurde leider überhaupt nicht eingegangen.
- Anwendungsbeispiel einzelner Spring Komponenten wie Spring Integration, Spring Batch und Spring Web Services anhand einer Kundenanforderung von Eberhard Wolff: Da der Vortragende zum Thema Spring Security leider krank war, wurde dieser Talk eingeschoben. Und war der mit Abstand interessanteste Vortrag des Tages, eben weil er als einziger aus der Praxis kam bzw. Bezug hatte und man einfach mal gezeigt bekommen hat, wie und wo welche Spring Technologie eingesetzt wird. Davon hätte ich mir sehr viel mehr gewünscht. Spring Integration wurde sehr schön erklärt, ebenso Spring Web Services und Spring Batch mit je einem passenden Anwendungsfall.
- Entwicklungswerkzeuge für Spring und OSGI von Christian Dupuis: Hier wurde die STS ein wenig genauer durchleuchtet sowie die Features. Hier musste meine Konzentration leider der Krankheit weichen, so dass ich auch nicht wirklich verstanden habe, welche der Features jetzt in der kommerziellen Version enthalten sind, und welche Features auch in der der Spring IDE funktionieren (demnächst zumindest).
- Management von Spring Anwendungen mit SpringSource AMS von Agim Emruli: Wieder ein hochinteressantes Thema, leider aber ein kommerzielles Produkt. Leider richtete sich der Vortrag didaktisch auch eher ans Management als an Software Entwickler, so dass einige Dinge zig mal wiederholt wurden, bis man dann nicht mehr zugehört hat. Ansonsten klingt das Application Management System sehr interessant, da es sämtliche Teile einer Spring Anwendung von alleine monitort (vor allem aber auch eingreifen kann bei bestimmten Events). Interessant ist hier zum Beispiel der Transaction Manager, um zu sehen wieviele Commits fehlschlagen etc. Mit Hilfe von AspectJ wird hier ein minimaler Overhead erzeugt, der die Calls anfängt, so dass das Messen der Performance die eigentlich Geschwindigkeit der Anwendung nicht großartig einschränken sollte. Zusätzlich reicht es, eine Jar Datei mit in die Software zu hängen und schon kann die Anwendung als Agent an einen zentralen Monitoring Server reporten. Insgesamt also eine sehr coole Idee. Nur werde ich sie niemals zu Gesicht bekommen.
- Fragen und Antworten im Panel mit den Vortragenden: Der Abschluss der Konferenz bildete noch eine letzte Möglichkeit, den Vortragenden Fragen zu stellen. Etwas größer thematisiert wurde hier natürlich das Voting der aktuellen JEE 6 Spezifikation und damit der JSR 299 im Besonderen, der ja sehr stark von JBoss gepusht wurde. Das JSR hebelt wohl zum einen die Grundgedanken anderer JSRs aus (jede Klasse ist eine Webbean und muss nicht extra so markiert werden) und beinhaltet inverhältnismäßig viele unterschiedliche Themen. Abgesehen davon wird aufgrund der Verspätung Spring 3 wohl vor JEE 6 rauskommen, wa so eigentlich nicht geplant war. Ansonsten gab es da noch ein paar kleinere Fragen, an die ich mich aber nicht mehr erinnern kann. Ich wollte dann auch nur noch nach Hause, nach 10 Stunden.
Für mich interessant war es allemal, allerdings würde ich mir für die nächste Veranstaltung mehr praktisch veranlagte Vorträge wünschen. Einen guten und gut zusammengefassten Überblick bekommt man aber allemal.
Sonntag, 8. März 2009
Was habe ich lange für dieses Buch benötigt. Zusammen mit Pro Spring 2.5 (leider nur eine sehr trockene Referenz und somit nicht wirklich einen Book review wert) lag es seit November auf dem "ToRead" Stapel (der jetzt immer noch vier Bücher zu den Themen JPA, Dojo, Grails und Refactoring enthält, langweilig wird mir also so schnell nicht). Und dabei tut man dem Buch sehr unrecht, wenn man es lange auf dem Stapel warten lässt. Joshua Bloch beschreibt in seinem Buch mit extrem vielen Beispielen die sinnvolle als auch sinnlose Verwendung bestimmter Java Idiome. In der im letzten Jahr aktualisierten zweiten Auflage ist das ganze an Java 5 angepasst, also mit Generics, Enums und - dem für mich noch gar nicht bekanntem - Java Concurrency Framework auf Basis des Executor Frameworks (ich habe auf die Schnelle nur die ein oder andere Einführung gefunden, die ich aber noch nicht so toll fand - gute Links bitte in die Kommentare), um sich nicht mehr mit Threads auseinander setzen zu müssen - daran merkt man wohl, dass ich unbedingt noch "Java Concurrency in Practice" lesen muss. Aber ich schweife ab. Zurück zum Buch. Anhand von circa 70 kurzen Artikeln zeigt Bloch gute und schlechte Ansätze, um die unterschiedlichsten Probleme zu lösen (Concurrenty, Serialisierung, Generics, Enums, Annotations). Was man an dieser Stelle nicht erwarten sollte, ist eine Einführung. Das komplette Buch setzt 1-2 Jahre Softwareentwicklung in Java voraus (vor allem die Generics Teile sind keine leichte Kost), da man ansonsten schnell in Verständnisprobleme gerät. Ansonsten ist das Buch eigentlich Pflichtlektüre.
Samstag, 7. März 2009
Juhu! Endlich März! Die Streetballsaison hat begonnen, mein Umzug ist so langsam abgeschlossen, die gute Frau im Bürgerbüro hat es geschafft, auf meinen seit ein paar Wochen abgelaufenen Personalausweis eine Mischung zwischen alter und neuer Adresse zu kleben und die Röcke... aber ich schweife ab. Back to the links - Finanzkrise-Special: Hier hätten wir den simplen Einstieg zur Finanzkrise als nettes Flash Video, wohingegen hier eine Menge Altmetall auf der ganzen Welt rumsteht - außer dass dieses Altmetall dick und fett in irgendwelchen Bilanzen auftaucht. Was bleibt einem zu sagen? Wäre die Welt eine Bank, hättet ihr sie gerettet - passt super. Den halben Ostblock wie Polen zerlegt es gerade (und somit auch die Kredit gebenden Länder wie Österreich). Aber es gibt ja auch Vorteile: Die Navy verkauft ihre Schiffe (als Pirat kann man da jetzt prima zuschlagen), das Bankgeheimnis wird günstiger. Und sogar eher technisch orientierte Weblogs wie das Impactlab scheuen sich nicht mehr um einen kleinen Systemkollaps Artikel. Und auch die Manager müssen kürzer treten. In Anbetracht, dass China mal gerade rapide die Militärausgaben in die Höhe treibt, ist es vielleicht gar nicht schlecht, dass der deutsche Staat sich auch an den Töpfen bedient, um die Bundeswehr aufzurüsten (achtung, Ironie!). 2008 gab es übrigens auch deutlich mehr Drogentote. Aber das hat bestimmt keinen Zusammenhang.
- Man könnte als Innenminister behaupten, man hat ein Problem, wenn die eigene Position als "Neusprech" in den Massenmedien auftaucht. Die Zeit bietet jetzt das Schäuble Lexikon (ich find die URL auch schön, für Crawler)
- 1,30 EUR evtl veruntreut zu haben, bedeutet, gefeuert zu werden, während Milliarden.. ach, was regt man sich auf...
- Bei Duckhome gibt es einen sehr interessanten Beitrag über die Windenergie Firma Nordex, die vor kurzem von der Bank als schlecht bewertet wurde, um dann günstig gekauft zu werden... manchmal wünscht man sich doch von den Börsenaufsichten so genaue Nachforschungen, wie in den Liebesleben der Investoren
- Siemens ist auch locker. Erstmal den russischen Atompakt schließen, und dann fürs Gewissen ein bischen pusten...
- Die Jörg Tauss Nummer haben ja jetzt alle mitbekommen - nur so richtig deuten kann man das noch nicht. Wer schiebt wen? Alles nur Tarnung? Insgesamt ein sehr fader Begeschmack. Und die Presse tut dabei freilich ihr übriges
- Hm. Die zehn größten Konzerne von Pflanzenschutzmitteln - könnten mit ihrem Umsatz wahrscheinlich Afrika stemmen...
- Georg Schramm rockt... Außerdem gibts bei fefe noch einen Link auf das neue Lied der Bandbreite "Unter falscher Flagge"
- Das Java Special: Ein neuer Spring3 Milestone ist released worden. Fluent Interface for Java Reflection - hochinteressant. Dran denken, niemals mit float oder double Geldbeträge berechnen
 - Ferner liefen: Der Schneemann in der Telefonzelle,
Freitag, 6. März 2009
Christian Rickens hat dieses Buch zwar bereits im August des letzten Jahres veröffentlicht, dennoch habe ich es mir erst irgendwie vor ein paar Wochen gekauft. Nicht weil ich "die neuen Spießer" schlecht fand, sondern weil mich der reisserische Titel irgendwie immer etwas abgeschreckt und nach gemäßigten Alternativen hat schauen lassen.Im Nachhinein ärgert das etwas. Es handelt sich hier nämlich wirklich um ein höchst interessantes Buch. Zum einen wusste ich nicht, dass Herr Rickens derart mit den Leuten von der ZIA (Passig, Friebe, Lobo et al) verbunden ist, zum anderen bietet es aber inhaltlich auch viel neues und anders interpretiertes. Links bedeutet hier eben nicht den fest "dagegen" stehenden Begriff, sondern eine sehr breitgefächerte Interpretation mit Punkten, die aus radikalen Standpunkten vielleicht nicht links angesehen werden. Gleichzeitig wird aber oft das von der SPD in den letzten Jahren realisierte Reformprogramm als "links" verkauft, was es nun auch nicht so wirklich ist. Nichtsdestotrotz überwiegen in diesem Punkt allerdings die vielen Punkte, die überhaupt erst beschreiben, wie man linkes Denken über die nationalen Grenzen hinweg realisieren könnte. Interessant ist allerdings auch, dass das Buch lediglich eine Hand voll Rezensionen auf amazon hat. Eventuell hat es einfach nicht den Absatz erfahren. Das kann man aber ruhigen Gewissens ändern, wenn man gerade mal wieder auf der Suche nach interessanter, kurzer und kurzweiliger Lektüre ist.
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