Montag, 13. April 2009
Schönstes Wetter, und somit Zeit für ein paar Links - Interessant: Es gibt vom Bundestag ein Gutachten zum Thema Abgeordnetenbestechung. Das wird aber nicht so wirklich veröffentlicht. Das Durchfaxen erzeugte verschmierte Seiten, und ein PDF gibt es nicht. Alles hochgradig transparent. Am besten die ganze Story lesen. Das ist zu bizarr, um es sich nach 20 Bier aus den Fingern zu saugen.
- Immer mal wieder gibt es ein paar Artikel zum Thema Gladio und "Stay behind"-Netzwerken. Immer mal wieder nicht gibt es Forderungen an die Nato, offenzulegen, was da sonst noch so im Hintergrund abläuft. Und passend dazu gab es diese Woche ja auch noch die Meldung, dass die Polizei Terroranschläge der RAF in die Schuhe schieben wollte (Verzeihung, im Jargon handelt es sich hier lediglich um eine Desinformationskampagne) - auf das Berliner Trinkwassersystem (sic!). Kollateralschaden ist da gar kein Ausdruck. Irgendwie auch blöd, dass es aktuell in Deutschland keine feste Terrorgruppe gibt, der man etwas in die Schuhe schieben könnte.
- De' Krise: Bei weissgarnix gibt es ein paar Charts, die die Krise mit der von 1930 vergleichen - wobei ich mir noch nicht sicher bin inwiefern das überhaupt Sinn macht. Abgesehen davon geht alles wesentlich schneller den Bach runter als damals. Turbokapitalismus... oder so.
- Es ist ja auch so, dass der Lissabon Vertrag nur wenig neoliberale Thesen stützt - sagt jemand aus der SPD.
- Weitergehen, hier gibt es nichts zu sehen: "Unfälle mit radioaktiver Freisetzung ... in größerem Umfang als in Tschernobyl, sind jederzeit auch in deutschen Anlagen möglich". Das sagen bestimmt nur geistig verwirrte Ökostalinisten (ich mag dieses Wort ja irgendwie, es ist so sinnlos). Da man sich an dieser Stelle ja auch relativ sicher sein kann, dass das deutsche Stromnetz genauso anfällig gegenüber Hackern ist, wie das amerikanische, liefert man hier auch noch eine praktische Remote-Control für solche Dinge. Es muss niemand mehr heutzutage Atombomben bauen, um eine atomare Bedrohung darzustellen. Das Problem an der Sache ist, dass man nur dem islamischen Irren eine unkontrollierbare Gefahr unterstellen kann, während wir bei den heimischen Atomkraftwerken die Gefahr zumindest verringern könnte, indem man Experten hinzuzieht (und somit ist das die Verantwortung des Staates... naja inzwischen ja eher eines Oligopols).
- Wieder was gelernt: Die gesamte Thematik um das Massaker von Nanking (sowie eigentlich die gesamte Vorgeschichte um die immer noch existierende Distanz zwischen Japan und China) war mir bisher umbekannt. Aber man lernt ja nie aus.
- Die ganze Piraterie Geschichte läuft ja wie am Schnürchen: Die bösen Piraten machen jetzt Fehler und es gibt Todesopfer, und zack, kann man da mal nen Flugzeugträger davor parken, bis der abgeschrieben ist oder der Reaktor explodiert. Allerdings hat ja Somalia gar keine Bodenschätze. Wenn dann allerdings erst die Piraten aus dem meerlosen Nachbarland Äthiopien kommen, weiss man warum.
- Überraschung, es gibt mündige Bürger. Nein, eigentlich gibt es nur Bürger, die versuchen, ihr kriminelles Handeln zu verschleiern und sich daher ein Stück digitale Privatsphäre einfordern - gerade die Pisa-Loser da oben. Das sind bestimmt alles Piraten (ich lasse den Gag mit dem Flugzeugträger jetzt mal weg). Jetzt hat der im Artikel erwähnte Datenprovider noch 30% weniger Traffic, bald darf er sich für den Encryption Overhead bedanken...
- Die Google App Engine unterstützt jetzt auch Groovy und Java. Aber wenn Artikel richtig deute, dann wird demnächst Grails unterstützt und dann wird es ja erst langsam so richtig interessant.
- Wieso auch nicht: Einfach mal ein paar Lampen in den Boden rammen, wenn da rüber Stromleitungen lang gehen. Kunst und so..
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