Das nächste Buch von Michael Jürgs, nachdem ich gestern schon so über Seichtgebiete frohlockte. In diesem Fall bin ich dann auch leicht positiver überrascht. Da ich 1989 noch jung und klein war, ist diese ganze Sache mit der Wende für mich eigentlich immer so unter "ferner liefen" gelaufen. Hier immerhin ist der erste Teil eine ganz interessante Zusammenfassung der Ereignisse, und der zweite Teil des Buches die Begegnung mit einigen Menschen aus dem Osten, die über die Zeit damals erzählen.
Das Buch ist zwar hier und da ganz nett zu lesen, erweckt aber immer wieder den Eindruck, als sei es nur dazu geschrieben, unbedingt zu zeigen, dass Unterschiede zwischen Ost und West existieren (welch Wunder nach einer derart kurzen Zeitspanne) - irgendwie, um auf der Jubiläumswelle mitzureiten.
Daher ist der Autor erstmal wieder von der Bücherliste gestrichen.