Ein kleiner Zeitartikel, der die Universität der Zukunft aus Sicht von Rektoren, Professoren und Studenten beschreibt. Direkt der erste Part, vom Präsident der Leuphana Universität, regt zum Nachdenken an.
"Wer braucht denn jenseits der virtuellen Welt der wachsenden Wikis noch
eine Universität als Ort der Zukunft? Jeder, auch auf der Berghütte!
Wenn Wissen umfassend und überall verfügbar ist, muss man es trotzdem
erwerben. Es verbinden. Es weiterentwickeln."
Entweder ist der Unterschied zwischen FH und Universität grenzenlos, oder ich hatte einfach die falsche Hochschule. Primär wird ja heutzutage der Erwerb von Wissen gefördert. Das Verbinden und Weiterentwickeln kenne ich jetzt nicht so wirklich. Das ist aber auch nicht der Punkt, der mich stutzig macht. Insgeheim scheint ja eine gewisse Angst mitzuwschwingen, ein einfaches Wiki könnte eine ganze Universität ersetzen, wenn man einen solchen Satz formuliert. Und das auch völlig zurecht. Die dumpfe Wissensvermittlung in naturwissenschaftlichen Fächern und der Wirtschaftslehre (oder auch Jura) kann jedes Wiki genauso gut wie ein Doktorand, der seinen Prof. vertritt. Das Verbinden und Weiterentwickeln allerdings auch. Gerade weil mehr als eine Person Sender von Information sein kann. Aber dafür wird es wohl noch ein paar Generationen Universitätspräsidenten brauchen.