... so der Titel eines Artikels in der aktuellen Brand Eins mit dem Schwerpunkt Bildung (Ausgabe 05/2008). Der Artikel berichtet von einer Unternehmensberatung, in der es statt Hierarchien und Management nur vollständige Transparenz gibt. Auslöser war, dass die beiden Gründer dieser Firma festgestellt haben, dass ihre Arbeit weniger entlohnt wurde, als die beiden Leasingverträge der Geschäftsführerautos kosteten, obwohl die beiden die einzige Arbeit leisteten. Und da die beiden Gründer sich nie großartig in Hierarchien wohlgefühlt haben (dass das ernst gemeint ist erkennt man wohl daran, wenn man sich an beiden Enden der Hierarchien nicht wohl fühlt), sind alle Menschen in ihrer Firma gleichwertig. Jeder weiss über die Verdienste des anderen bescheid (auch die Sekretärin), einige verdienen mehr als die Geschäftsführer - aber wieso auch nicht, wenn man mehr arbeitet? Interessante wie einfach Konzepte prägen das Unternehmen. Keine festen Büros, keine Anwesenheitspflicht, Aufträge werden nur angenommen, wenn sie wirklich interessant erscheinen, starker akademisch Kontext, die meisten Mitarbeiter sind mit Miteigentümer. Genau das, was in der eigenen Firma gelebt wird, wird auch nach außen beraten. Aufbauen von Wissen, Verteilen von Wissen, Abbauen von Schranken.
Schon allein wegen dieses Artikels lohnt sich diese Ausgabe absolut. Ich hoffe schwer, dass sich in der nächsten Dekade derartige Konzepte etwas weiter verbreiten.