Regelmäßige Leser dieses Blogs wissen, dass ich die meisten Bücher, die ich lese, relativ gut bewerte und nur selten überhaupt etwas schlechtes schreibe. Mit Neid habe ich dann immer auf die "Verriss des Monats" Kolumne von Peter Glaser auf Technology Review geschaut. Jetzt aber habe ich endlich ein Buch gefunden, dem ich wirklich überhaupt nichts abgewinnen kann. Selten habe ich so ein aussageloses und langweiliges Buch wie
dieses gelesen (sollte das ganze Buch eine Ironie sein, ist sie natürlich genial und ich zu blöd). Der Autor echauffiert sich das gesamte Buch in langweilig-larmoyanter Weise über die Tücken des Alltags, mit denen er (und vor allem seine nächsten Verwandten) nicht klarkommt. Alles neue ist per se schlecht. Und so gesellen sich zu Dingen wie Kundenkarten dann auf einmal auch die bösen Podcasts (alles was jeder machen kann, ist nämlich hirnfreier Einheitsbrei). Interessant auch die Fähigkeit des Autors, sich seitenweise über ein Problem auszulassen, um dann irgendwo doch noch sein geballtes Fachwissen zu demonstrieren. Beispiel: Erst wird über niveaulose Politrunden geklagt, um dann eine Seite weiter die persönliche Prominentenquasselrunde aufzulisten. Und so geht es durch das ganze Buch mit ihren persönliche Listen. Interessant ist, wie man sich lange genug über die Sinnlosigkeit bestimmter Dinge wie Warteschleifenmusik lustig machen kann, um dann anzufangen, Firmen mit bestimmter Warteschleifenmusik zu verbinden. Wo es doch so sinnlos sein soll... Naja, es liegt auch hier bestimmt an der mir mangelnden Ironie.
Abschließend kann ich ruhigen Gewissens sagen, dass ich die 8,95 EUR besser bei McDonalds (dem Mc Phänomen wird natürlich auch ein Kapitel gewidmet) verfressen und dann direkt wieder rauskotzen hätte sollen - das geht nämlich schneller, als das Buch zu lesen und hat den selben Nährwert.