Oh, ein neuer Monat. Damit ist fast das vierte Jahr mit Blog voll. Und man merkt, dass es immer weniger wird. Im Studium hatte man halt noch richtig Zeit für sowas. Jetzt muss man arbeiten, abhängen und danach in den Biergarten. Viel stressiger.
Nun aber zurück zum Buch, was ich hier besprechen wollte, dass es sich hier um eines der interessanteren Exemplare der letzten Zeit handelt. Matthias Horx entwirft in seinem Buch sehr interessante (und ab und an vielleicht auch umso mehr utopische) Zukunftsvisionen, wie sich unser Leben demnächst abspielen könnte. Hier ist allerdings auch ein kleiner Knackpunkt. Diese Utopien sind allesamt positiv. Kriege und sonstige Krisen (hint hint) scheinen nur noch eine lapidare Randerscheinung zu werden, mit einem äußerst kurzfristigem Zeithorizont. Nun mag man auch die bisherigen Weltkriege als solche Anomalitäten auf dem Weg zum Fortschritt und der Zukunft bezeichnen. Nichtsdestotrotz ist deren Einfluss aber einfach vorhanden (vor allem in der Forschung, einem der wichtigen Pfeiler auf dem Weg in die Zukunft). Insgesamt bietet das Buch aber eine sehr nette kunterbunte Reise durch alle Bereiche des Lebens (Glaube und die zukünftige Entwicklung, Arbeit jenseits der Festanstellung, Tod und die Angst davor die uns zu immer lebensverlängernden Maßnahmen "zwingt", Lernen als lebenslangen Prozess).
Von daher kann man jedem die Lektüre eigentlich nur empfehlen, zumal das ganze Buch auch sprachlich sehr gut gefällt. Für nichtmal zehn Euro kriegt man hier eine ganze Menge Buch geboten, dass man sehr gut weiterempfehlen kann.