Montag, 17. August 2009
Der aktuelle Grundrechtereport liegt hier eigentlich schon herum, seitdem er herausgekommen ist (irgendwie wird der Stapel Bücher nicht weniger, ich muss mir mal wieder angewöhnen, sowas nicht auf Halde zu kaufen). Thematisch ist der Report eigentlich überhaupt keine Urlaubslektüre, dennoch liest er sich relativ flüssig, verdaut sich aber dafür umso schwerer. In meinen Augen gibt es aktuell einige absolut kritische Schwerpunkte: - Das Ausländerproblem in der EU: Frontex ist nur die Spitze des Eisbergs. Dinge wie das Wegsperren von minderjährigen Flüchtlingen in Auffanglager am Frankfurter Flughafen oder die die Asyl-Lager, die inzwischen (wie konnte ich auch nur einen Moment daran zweifeln) von privaten Firmen geleitet werden oder Gentests, um nachzuweisen, dass der nachreisende Familienvater auch wirklich der Vater ist (und hey, wenn man die Daten schon mal hat..)
- Grundrechte von Andersdenkenden/Demonstranten: "Langzeitgewahrsam", Hausdurchsuchungen, Gefahr im Verzug, präventive Handlungen ohne Ansatz einer durchgeführten Tat (unter dem Deckmantel des Terrorismus)
- IT-Systeme: Immer mehr IT Systeme mit immer mehr Daten werden immer näher vernetzt
- Militarisierung der Gesellschaft: Einsatz der Bundeswehr im innern, der GSG9 im Äußeren (Schiffe entern...)
Dies sind bei weitem nicht alle Themen, aber diejenigen, die für mich hervorgestochen sind. Insgesamt hat man also für wenig Geld ein ziemlich erschreckendes Buch, das zeigt, das Grundgesetz in Theorie und Praxis anscheinend auch beabsichtigt anders interpretiert werden.
Donnerstag, 30. Juli 2009
Das semantische Web ist für mich bis heute einer der großen Nebel in meinem persönlichen Buzzword- und Bullshitbingo Duden. Daher kann ja eine kleine Lektüre nie schaden. Von entwickler press gibt es ja diese kleinen "schnell + kompakt" Bücher, die manchmal einen guten (wie das Grails Buch) und manchmal einen schlechten (wie das GWT Buch) Überblick über eine Technologie oder ein Konzept bieten. Seit Juni 2009 ist das Buch zum Thema " Semantic Web" von Matthias Geisler draußen. Es wird ein kurzer Überblick über verschiedene Begrifflichkeiten gegeben, wie man jetzt schon Information so anreichern kann, dass sie automatisiert ausgewertet werden können (vor allem in Webseiten, um zum Beispiel Adressen herauszufiltern) und wie man fortgeschrittene Abfragen auf Daten macht (Stichwort SPARQL und OWL). Die Einführung ist klar und verständlich strukturiert, leidet aber gleichzeitig an dem für das Thema kleinem Format des Buches. Ich hätte mir ein paar mehr Beispiele für "real world" Anwendungen gewünscht (vor allem was heute schon möglich ist), damit man diese doch abstrakte Materie greifbar macht. Falls also jemand ein paar Literaturtips in diese Richtung hat, immer her damit - uninteressant ist das Thema nämlich nicht, nur weiträumig.
Mittwoch, 22. Juli 2009
Da das Buch von 2007 ist, haben es wahrscheinlich schon einige Leute gelesen. Ich hatte es immer mal auf dem Radar, bin aber bisher nicht dazu gekommen. Tendenziell ist die Idee Grundeinkommen ja immer eine gute, da dadurch eine ganz andere Art der Kreativität erschaffen würde. Die ersten schreien natürlich sofort das ist nicht finanzierbar. Hier ist auch einer der kleinen Wermutstropfen des Buches für Pragmatiker, da hier keine Rechnung mit Zahlen aufgemacht wird, sondern lediglich ein Leitfaden gesponnen wird, wie so etwas möglich ist. Kaputtrechnen kann man ein bedingungslosen Grundeinkommen mit Sicherheit in jegliche Richtungen. Interessant an dem Buch ist für Neulinge um dieses Thema mit Sicherheit die sorgfältig argumentierte Einleitung, ebenso aber der kleine Einblick in die Welt von dm, die mit Sicherheit anders und arbeitnehmerfreundlicher ist als in den meisten Einzelhandelsfilialen. Wirklich spannend aber wird der Schluss, in dem Werner argumentiert, dass alle Steuern mit Ausnahme der Mehrwertsteuer sinnlos und versteckte Preisaufschläge auf das Endprodukt sind - und somit auch negativ auf Exporte auswirken. Auch hier wird eine durchaus schlüssige Argumentationskette ausgelegt. Da das Buch anscheinend aus der Buchpreisbindung gelöst ist - oder jemand hat bei meinem Exemplar vergessen es als Mangelexemplar zu markieren - kann man sich das ganze Werk sehr entspannt für ein paar Euro kaufen. Von daher gibt es auch eine Empfehlung, allein um mal ein paar Alternativen zur aktuellen Langeweile des Sommerlochs zu bekommen.
Mittwoch, 8. Juli 2009
Vom Titel und der Beschreibung her hatte ich hier ein ganz heißes Buch erwartet. Pip Coburns " The change function" erklärt, warum einige Technologien abheben, während andere vollständig gegen die Wand fahren. Der Grund darin liegt für Coburn zu einem großen Teil in der "Total perceived pain of adoption", also der Arbeit, die eine Umstellung von der aktuellen auf die neue Technologie erfordert, ohne dass der Benutzer Kilometer an Handbücher wälzen muss. Garniert wird das ganze mit Beispielen, wie IPOD, Fibre-to-the-premise, Satellitenradio (das den Durchbruch bis heute nicht geschafft hat) oder auch ISDN. Die Hauptkritik ist die Produktgläubigkeit des Managements statt der Fokusierung auf den User sowie langläufige Entwicklung anstatt kurze Iterationen mit Feedback potenzieller User. Nichts anderes findet heute langsam aber sicher in der Softwareentwicklung statt. Insofern ist dieses Buch vielleicht etwas für Leute, die einen Einblick kriegen wollen, wie man heutzutage schnell Produkte entwickelt und auf was man sich fokussieren sollte. Allerdings glaube ich, dass viele der Inhalte dieses Buches inzwischen obsolet geworden sind, da sie schon in die tägliche Entwicklungsarbeit geflossen sind. Zwischendurch eine ganz interessante und leicht zu lesende Lektüre, aber ansonsten als aktuelles Buch nur eingeschränkt zu empfehlen.
Donnerstag, 2. Juli 2009
Oh, ein neuer Monat. Damit ist fast das vierte Jahr mit Blog voll. Und man merkt, dass es immer weniger wird. Im Studium hatte man halt noch richtig Zeit für sowas. Jetzt muss man arbeiten, abhängen und danach in den Biergarten. Viel stressiger. Nun aber zurück zum Buch, was ich hier besprechen wollte, dass es sich hier um eines der interessanteren Exemplare der letzten Zeit handelt. Matthias Horx entwirft in seinem Buch sehr interessante (und ab und an vielleicht auch umso mehr utopische) Zukunftsvisionen, wie sich unser Leben demnächst abspielen könnte. Hier ist allerdings auch ein kleiner Knackpunkt. Diese Utopien sind allesamt positiv. Kriege und sonstige Krisen (hint hint) scheinen nur noch eine lapidare Randerscheinung zu werden, mit einem äußerst kurzfristigem Zeithorizont. Nun mag man auch die bisherigen Weltkriege als solche Anomalitäten auf dem Weg zum Fortschritt und der Zukunft bezeichnen. Nichtsdestotrotz ist deren Einfluss aber einfach vorhanden (vor allem in der Forschung, einem der wichtigen Pfeiler auf dem Weg in die Zukunft). Insgesamt bietet das Buch aber eine sehr nette kunterbunte Reise durch alle Bereiche des Lebens (Glaube und die zukünftige Entwicklung, Arbeit jenseits der Festanstellung, Tod und die Angst davor die uns zu immer lebensverlängernden Maßnahmen "zwingt", Lernen als lebenslangen Prozess). Von daher kann man jedem die Lektüre eigentlich nur empfehlen, zumal das ganze Buch auch sprachlich sehr gut gefällt. Für nichtmal zehn Euro kriegt man hier eine ganze Menge Buch geboten, dass man sehr gut weiterempfehlen kann.
Sonntag, 28. Juni 2009
Der grenzenlos kreative Titel sowie der niedriegere Preis haben mich auch in diesem Fall einfach mal wieder zuschlagen lassen. Lästern mit dummen Kommentaren ist ja auch eins meiner Lieblingshobbies, also kann man sich da ja auch mal ein Buch drüber kaufen - in diesem Fall von Oliver Kuhn, Alexandra Reinwarth sowie Axel Fröhlich. Es sind zwar keine komplexen Wortwitze oder sowas eingebaut, aber einen Abend lang entspannen und ein paar gehässige Kommentare zu wirklich allen Themen wie Individualiät, (das leidliche Standard Thema) Berlin Mitte, Freitag Taschen, Mao Mützen und Kühlschrankmagnete (Mist, die find ich auch cool). Insgesamt keine Pflichtlektüre, da es bei weitem nicht an den Martensteinschen Humor rankommt und die Einträge pro Wort immer nur wenige Zeilen lang sind (was gar keine andere Möglichkeit lässt, als in kurzen Stakkatosätzen möglichst diese Kommentare unter zu bringen), aber zur Entspannung ganz nett.
Sonntag, 21. Juni 2009
Der gekaufte Staat ist eines der interessantesten Lobbyismus Bücher von Sascha Adamek und Kim Otto, die ich seit langem gelesen habe. Das Buch geht sehr genau auf einige leuchtende Beispiele ein, wie zum Beispiel Chemiemitarbeiter, die an einer Richtlinie zum Regulieren von giftigen Chemikalien. Das bekannteste, auch hier angeführte Beispiel ist mit Sicherheit die LKW Maut, ebenso wie die Stromkonzerne. Das Buch zeigt, dass sowohl in der EU als auch im Parlament Einflussnahme aus der Wirtschaft genommen. Und das nicht zu knapp. Von daher: Volle Leseempfehlung für 8.95.
Mittwoch, 3. Juni 2009
Ein großer Titel vom Namen her (klingt so wie vom Feeling her ein gutes Gefühl haben, aber Backspace ist gerade zu anstrengend), der zwar eine Menge in das Auflisten gesteckt, jedoch nicht allzu viel in Aufklärung. Für jemand, der nicht allzu viel Zeitung liest, ist das hier die ideale Einführung, wie ungerecht Reichtum und Vorteile inzwischen verteilt werden bzw. sind. Interessant sind seine Geschichten zu der Zeit, wo er Aufsichtsrat bei Siemens war, und wie Siemens an diesem Gremium vorbei agiert hat - aber auch die Grundlagen, wie große Firmen agieren und sich über nationale oder jegliche Grenzen hinwegsetzen, werden hier sehr gut als Einführung erläutert. Für Leser, die sich mi der gesamten Thematik allerdings schon ein wenig auskennen, wird dieses Buch wenig neues birgen.
Dienstag, 2. Juni 2009
Marc Uwe Kling kannte ich bisher nur von seinem Kabarett Programm "Wenn alle Stricke reissen, kann man sich nicht einmal mehr erhängen" und nicht als Buchautor (obwohl er ja anscheinend mit Poetry Slams groß geworden ist). Da meine Buchsammlung nichts neues hergab, habe ich dieses Buch einfach mal auf Verdacht gekauft. Und was soll man sagen: Es ist zwar nach wenigen Stunden durch, aber auch sehr witzig. Marc Uwe Kling präsentiert seine Weltsicht mit einem Känguru als Sprachrohr, dass in seiner WG wohnt, sehr vorlaut ist und auch sonst einen gepflegten Dachschaden pflegt. Sympatisch und allwissend hat es zu allem etwas bis gar nichts zu sagen, dass aber mit Nachdruck Für ein wenig Abwechslung zwischendurch gut geeignet, wobei das Buch nicht an Klings Strick-Programm herankommt.
Samstag, 23. Mai 2009
Quasi noch druckfrisch vom Februar 2009 ist das Werk "Spring 2.5 : Aspect Oriented Programming" von Massimiliano Dessi. AOP hat sich ja sogar inzwischen in JavaScript Frameworks wie Dojo reingefressen, so dass es eigentlich ein guter Grund war, sich mal näher mit den Grundlagen sowie der praktischen Anwendung zu beschäftigen. An dieser Stelle vorweg: Das Buch ist gut, aber auch die Dokumentation auf der Spring Seite muss sich überhaupt nicht verstecken. Die Einführung im Buch zu AOP ist kompakt und verständlich und man fühlt sich sofort mit dem soliden Halbwissen ausgestattet, um die ersten Beispiele auszuprobieren. In den folgenden Kapiteln werden die unterschiedlichen Spring AOP Proxies erläutert sowie die Integration von AspectJ mit Spring. Beispiele werden sowohl XML basiert als auch primär annotationsbasiert gezeigt. Während das Buch bis zu den Beispielen interessant und gut ist, propft das Anwendungsbeispiel leider Seite für Seite Code in das Buch rein, was nicht wirklich hätte sein müssen (Quellcode in Bücher, der über 2 Seiten hinausgeht, wird oft einfach nicht gelesen). Außer diesem kleinen Manko am Ende ist das Buch aber eine solide und schnelle Einführung in das Thema. AOP ist auf jeden Fall ein Thema welches man im Hinterkopf behalten sollte, wenn man seine Anwendung designed, da man sich so eine Menge redundanten Code sparen kann. Ich bastle ebenfalls gerade an einer kleinen Spring AOP Präsenation und werde zum gegebenen Zeitpunkt das ganze hier auch online stellen.
Donnerstag, 21. Mai 2009
Bei diesem Buchtitel dachte ich sofort und eine Menge Best Practice Beispiele aus der echten Welt[tm]. Leider entspricht das Buch von Dhrubojyoti Kayal mit dem Untertitel "Best Practices and Design Strategies Implementing Java EE Patterns with the Spring Framework" nicht so ganz meinen Vorstellungen. Man hat das Gefühl, dass hier sehr stark auf sehr spezifische Probleme eingegangen wird, die dem Autor im Laufe seiner Entwicklungskarriere untergekommen sind. Generelle Lösungsansätze lassen sich daraus aber nur eingeschränkt ableiten. Allerdings war ich in meiner bisher noch sehr kurzen Entwicklerkarriere auch immer eher an Neuentwicklungen als an Optimierungen von Legacy Anwendungen beteiligt. Was mich eigentlich an diesem Buch (welches Mitte 2008 herauskam) am meisten stört, ist das Ignorieren von Spring 2.5, welches IMO da schon lange raus war. Keine annotation-based Controllers, überhaupt nix zum Thema Tests, XML basierte Konfiguration bei AOP, etc. Das macht das Buch eigentlich jetzt schon relativ uninteressant. Nichtsdestotrotz hat man natürlich auch hier noch das ein oder andere über Spring gelernt. Eine Kaufempfehlung (gerade wenn man es nicht gerade günstig im amazon marketplace o.ä bekommt) kann ich hier für mich aber nicht aussprechen. Mit dem Spring Recipes von APress wäre man wahrscheinlich besser gefahren. Abschließend kann man noch sagen: Apress is the new O'Reilly. Zumindest für mich. Während sich früher bei mir (in meiner Pre-Entwickler Systemengineer Karriere) primär O'Reilly Bücher im Regal tummelten, ist mein Regal heute schon sehr stark schwarz-gelb gefärbrt. Auch thematisch trifft APress aktuell genau meinen Nerv bei neuen Büchern. Packt ist da vielleicht noch dran, aber O'Reilly ist, besonders was Java angeht, schon ein ganzes End zurück... Long Tail auch hier.
Sonntag, 3. Mai 2009
Da aktuell meine Leserate relativ hoch ist (das ist das Ergebnis, wenn man viel Zeit in Wartezimmern verbringt), habe ich aktuell auch eine relativ hohe Rate an zu lesenden Büchern. Allerdings habe ich auf meiner "Noch zu lesen"-Liste bisher kein zu interessantes Buch entdeckt (sogar die Fachbücher sind aktuell alle recht Drogen, mit Ausnahme des Dojo Buches von neulich). So ist es auch mit "So lügt man mit Statistik" von Walter Krämer. Irgendwo hatte ich da mal eine Empfehlung gelesen, dass sich das Buch lohnt. Leider ist man aber schon nach der ersten Statistikvorlesung genauso weit wie nach der Lektüre dieses Buches. Das Grafiken oftmals verzerren anstatt adequat darzustellen, dass Skalen logarithmisch oder anders sinnentstellend dargestellt werden, ist eigentlich heutzutage Standard, so dass man sich Daten sowieso persönlich anders visualisiert als wie man sie vorgelegt bekommt. Dieses Buch garniert ein paar dieser Tricks mit Beispielen und Bildern - dafür würde aber heute auch schon eine beliebige Tageszeitung reichen. Daher kann man sich die Zeit für dieses Buch auch weitestgehenst sparen. Es zeigt nur, wie ich meine Statistiken auch immer erstelle. So, dass ich mein Ergebnis betone natürlich.
Samstag, 2. Mai 2009
Dieses Buch lag schon lange bei mir rum, allerdings konnte ich mich bis jetzt nich so richtig durchringen, es komplett zu lesen. Der Autor Frank Zametti hat eine sehr entspannte Art, Bücher mit einer Prise Humor zu schreiben. So auch bei Practical Dojo Projects.Das Buch ist in mehrere Teile gegliedert. Zum einen wird die API vorgestellt - der leicht referenzartige Teil des Buches - und zum anderen werden mehrere Beispielprojekte und -applikationen unter die Lupe genommen. Den Sourcecode der Anwendungen gibt es direkt bei apress. Interessant an der Referenz ist, dass ich nicht wusste, dass Dojo sich derart stark an Java orientiert (Collections mit Iteratoren beispielsweise, das Package System, etc), und das obwohl ich schon ein wenig länger mit Dojo herumspiele. In den Beispielen wird Dojo dann mit Google Gears kombiniert, das gfx Paket kommt zum Einsatz, Mashups mit Daten von Yahoo werden erstellt. Die ganze Entwicklung der Anwendungen ist dabei aufgrund seiner Struktur und Objektorientiertheit ebenfalls sehr stark an Java angelegt und erleichtert so jedem Java Entwickler den Einstieg und die Übersicht. Insgesamt ein Buch, welches zwar relativ viel Sourcecode auf den Seiten mit sich herumschleppt, aber als Einstieg in Dojo durchaus geeignet ist, wenn man schon ein wenig JavaScript Kenntnisse hat. Wirklich weiter bringen einen aber eher die Anwendungen auf der Apress Seite, statt das Buch, welches natürlich noch einige gute Erklärungen für den Source Code liefert.
Freitag, 24. April 2009
Da ich noch nicht wirklich in denkfähigem Alter war, als Uwe Barschel tot aufgefunden wurde (ich glaube mein Hauptproblem war zu der Zeit eher, ob es möglich ist, auch ohne Stützräder zu Fahrrad fahren), habe ich mir die aktuelle Auflage von "Der Doppelmord an Uwe Barschel" von Wolfram Baentsch gekauft, welches die Ereignisse seit dem Tod Stück für Stück aufarbeitet. Viele Dinge sind bis heute unklar: Niemand weiss, wer Barschel nach Genf gelockt hat; wieso sind keine härterem Strafen für die Journalisten, die den Tatort kontaminiert haben, verhängt worden. Wieso fehlen Flüssigkeiten, die eine Obduktion erschweren. Vorsicht Spoiler: Das Buch geht davon aus, dass der Mossad in weiten Teilen für den Mord verantwortlich ist, da Barschel zu viel von Waffengeschäften wusste, die internationale Beziehungen nachhaltig torpediert hätten. Gleichzeitig vermutet der Autor aber (aufgrund eines anonym der Ehefrau zugesandten Briefes), dass ein hochrangiger Deutscher den Mord in Auftrag gegeben hat. Wer damit gemeint ist, wird im letzten Wort des Buches klar, welches von einem nicht fliegenden Vogel spricht (interessanterweise hat Gerhard Wisniewski in seinem "Verheimlicht, vertuscht, vergessen" Buch vom letzten Jahr auch der Ikone FJS ein allzu natürliches Ableben abgesprochen). Fazit: Auf jeden Fall einen Blick wert (wenn auch nur als Hardcover Buch im Moment). Alles in allem werden wir wahrscheinlich noch 20 Jahre warten müssen, bis jemand kurz vor seinem natürlichen Ableben öffentlich über die Sache spricht.
Mittwoch, 22. April 2009
Ab und an lese ich ja auch noch Fachbücher (irgendwie ziehen die sich ja meistens sehr). Dieses hier aber nicht. Zum einen liegt das daran, dass mich das Thema brennend interessiert, zum anderen ist auch noch super geschrieben, und das vom Meister persönlich. The definitive guide to Grails ist das Einstiegswerk in die Welt der Webentwicklung der nächsten Generation mit Java. Aber dass ich Grails Fan bin, merkt man wahrscheinlich eh bei den Postings hier. Jeff Kunkle hat ein herrrlich ausführliches Review geschrieben, mit Inhaltsangaben pro Chapter. Da das Buch dank des Dollar Kurses auch noch sehr günstig ist für Fachlektüre, kann man quasi gar nichts verkehrt machen. Netterweise habe ich aktuell noch ein kleines Testprojekt, welches ich somit direkt mit Grails implementieren kann und somit vieles aus dem Buch direkt umsetzen kann. Sollten sich hier noch Dojo/CSS/HTML-Entwickler befinden, die ebenfalls Interesse an Grails Projekten haben, dürfen die sich sehr gerne melden. Aber zurück zum Buch: 100% Kaufempfehlung für Grails Einsteiger, die erst einmal verstehen müssen, wie die einzelnen Komponenten ineinander greifen, bevor man sich an ein Projekt setzt, aber auch als Nachschlagewerk für Einsteiger und Fortgeschrittene ist das Werk durchaus geeignet - wobei da vielleicht das "Groovy & Grails Recipes" Buch besser geeignet sein könnte.
|