Freitag, 18. Januar 2008
Ein kleiner Zeitartikel, der die Universität der Zukunft aus Sicht von Rektoren, Professoren und Studenten beschreibt. Direkt der erste Part, vom Präsident der Leuphana Universität, regt zum Nachdenken an.
"Wer braucht denn jenseits der virtuellen Welt der wachsenden Wikis noch
eine Universität als Ort der Zukunft? Jeder, auch auf der Berghütte!
Wenn Wissen umfassend und überall verfügbar ist, muss man es trotzdem
erwerben. Es verbinden. Es weiterentwickeln." Entweder ist der Unterschied zwischen FH und Universität grenzenlos, oder ich hatte einfach die falsche Hochschule. Primär wird ja heutzutage der Erwerb von Wissen gefördert. Das Verbinden und Weiterentwickeln kenne ich jetzt nicht so wirklich. Das ist aber auch nicht der Punkt, der mich stutzig macht. Insgeheim scheint ja eine gewisse Angst mitzuwschwingen, ein einfaches Wiki könnte eine ganze Universität ersetzen, wenn man einen solchen Satz formuliert. Und das auch völlig zurecht. Die dumpfe Wissensvermittlung in naturwissenschaftlichen Fächern und der Wirtschaftslehre (oder auch Jura) kann jedes Wiki genauso gut wie ein Doktorand, der seinen Prof. vertritt. Das Verbinden und Weiterentwickeln allerdings auch. Gerade weil mehr als eine Person Sender von Information sein kann. Aber dafür wird es wohl noch ein paar Generationen Universitätspräsidenten brauchen.
Donnerstag, 13. Dezember 2007
Nach 4 Monaten habe ich es dann auch mal geschafft einen genauen Blick auf mein Diplomzeugnis zu werfen (als ich es bekommen habe, hatte ich bereits alle Bewerbungsgespräche hinter mir). Zu meinem Erstaunen musste ich feststellen, dass die separat ausgewiesenen Schwerpunktfächer (die ja bei uns nichts anderes als normale Fächer sind) etwas merkwürdig aussahen. Zum einen wurde als Fach "Logistik-Management" gelistet, ein Fach das ich aufgrund des Dozenten nichtmal in meinen allerschlimmsten Albträumen genommen hätte, zum anderen war "Wissensmanagement und E-Learning" gelistet, das in der Zeit meiner letzten beiden Semester überhaupt nicht mehr angeboten worden ist. Es werden noch Wetten angenommen, wie oft ich die korrigierte Version wieder einschicken muss.
Freitag, 31. August 2007
Seit heute ist es dann auch offiziell. Ich habe heute mein Kolloquium hinter mich gebracht und darf mich damit dann auch offiziell nach 4 Jahren studiert und Diplom-Wirtschaftsinformatiker ( Walldorf-UniFH) schimpfen. Ich gehöre allerdings wohl zu den wenigen Menschen, die den offiziellen Zeitpunkt ihres Kolloquiums verpasst haben, um dann solide eine Stunde später zu beginnen. Glücklicherweise hat sich das aber nicht auf die Note ausgewirkt, so dass ich heute abend erstmal einen drauf trinken werde. Und bald heisst es dann auch mal, sein eigenes Geld auszugeben. Und zwar in München. Wer hier zufällig aus der Nähe von München mitliest, kann gerne bescheidgeben für ein Willkommensbier.
Dienstag, 17. Juli 2007
- Eindeutschen, soweit es geht (Einfach mal nach Support, Keyboard, User, Button, Event, Request, Reply, Remote greppen, man findet 'ne Menge...sowas wie Keyboardunterstützung hört sich auch einfach nicht an bzw. genau so, als hätte man es irgendwann tief nachts geschrieben) - keine halb-englischen Chapter/Sectionnamen
- Kurze Sätze. Kommata sind out und überbewertet.
- Konsistenz wahren (Aufzählungen, Fettschreibung etc)
- Klassennamen/Was sonst noch so mit programmieren zu tun hat, mit \texttt{} einrahmen, Eigennamen kursiv schreiben (zumindest das erste Mal), drauf achten, dass der Text auch noch aus Sätzen besteht, und nicht nur aus aneinandergereihten Fachbegriffen
- Für Listings das Package lstlisting benutzen (aber vor Listinganfang noch ein vspace einfügen, sonst ist da kaum Platz)
- Bilderbeschreibungen, Tabellenbeschreibungen, Listingbeschreibungen checken (kein Englisch, sollte aber schon deutsch klingen!)
- Bilduntertitel!
- Korrektur lesen, Korrektur lesen, Korrektur lesen (alternativ auch Korrektur lesen lassen, von Leuten, die nichts mit dem Thema am Hut haben).
- Wieder bei 1) anfangen
To be continued...
Sonntag, 8. Juli 2007
Lazyweb hilft ja immer... Ich bin auf der Suche nach Lehrstühlen und Instituten im Bereich Organisation und Führung, und da am besten Schwerpunkt Rekrutierung. Kennt jemand überhaupt irgendwelche Webseiten, auf denen man deutschlandweit nach derartigen Institutionen suchen kann? Bin für jede Tips dankbar, da ich momentan nicht all zu viel Zeit in die Recherche investieren will. Ab August dann wieder..
Sonntag, 1. Juli 2007
Mir ist gerade aufgefallen, dass der Zeilenabstand meiner Diplomarbeit noch nicht auf 1,5 steht, wie sich das für akademische Platzhalter gehört. Um fehlende Inhalte muss ich mir dann wohl keine Sorgen mehr machen. Nichts gemacht und doch produktiv gewesen irgendwie heute. Ein guter Sonntag.
Dienstag, 15. Mai 2007
Der folgende Eintrag wird wahrscheinlich der längste dieses Weblogs für eine lange Zeit. Ich werde mein gesamtes Studium an der FH in Wilhelmshaven einmal Revue passieren lassen, da ich jetzt dabei bin, mein Diplom zu schreiben und just komplett scheinfrei geworden bin. Ich werde versuchen, alle notwendigen Dinge wie jedes einzelne Semester inkl. Bewertung der Fächer, Wohnungssuche, FH, Umgebung, Freizeit mit einzubeziehen, so dass ein möglichst komplettes Bild entsteht. Kommentare/Verbesserungen wird es vielleicht zu der ein oder anderen Zeit mal geben. Die meisten Leser werden wahrscheinlich über ein Google Query auf diesen Artikel stossen. Wenn ihr ein paar Minuten Zeit habt und überlegt in Wilhelmshaven zu studieren (ist im Groben egal, dass ihr jetzt Bachelor studieren müsst, die Inhalte unterscheiden sich nur grob, die Vorlesungsnamen haben sich aber komplett geändert), lest euch den Artikel durch. Wenn ihr noch Fragen habt, schreibt mir einfach eine Mail oder hinterlasst einen Kommentar.
"Beschreibung des Studiums der Wirschaftsinformatik in Wilhelmshaven" vollständig lesen
Montag, 30. April 2007
Heute erreichte mich eine Mail mit dem Titel dieses Artikels als
Subject. In der Mail stand dann, dass die Person Hilfe benötigt, bei
mehreren angegebenen Punkten die Funktion herauszufinden. Anhand des
Subjects stellt sich einem dann doch die Frage, ob da jemand mehrere
Klassen Mathe übersprungen hat von der fünften bis zur zehnten Klasse
und direkt mit Biertrinken begonnen hat. Aber so einfach war es
natürlich nicht. Die Person wollte y = mx + b auf die unten
dargestellte Funktion anwenden. Es wäre wohl nochmal eine Überlegung
wert, ob man Mathe nicht doch etwas verstärkt auch in der
Wirtschaftsinformatik lehren sollte. 
Samstag, 14. April 2007
Wer ist denn da so eingeschnappt? Nur weil man Freitags nicht auftaucht als Student. Man kann ja lästern, nur sollte man dann nicht immer zum Zeteler Markt, einem riesengroßen, öden Volksfest wollen... 
Samstag, 31. März 2007
Das Thema Mitarbeitermotivation liegt mir ja immer besonders am Herzen, vor allem weil es da mehr Meinungen als Menschen gibt. Als ich mich neulich mit einer Freundin unterhalten habe, und meinte, man muss alles Menschenmögliche tun, damit der Mitarbeiter sich wohlfühlt und entfalten kann, und das gerade das bei jedem Mitarbeiter anders ist - der Programmierer interessiert sich vielleicht nicht für den ergonomischen neuen Sessel, dafür aber umso mehr für das neue 49" Plasma LCD am Arbeitsplatz (jaja, Klischee, ich weiss!) - habe ich, wie oftmals bei meinen nicht allzu tayloristisch angehauchten Thesen mit Fokus Dienstleistung mehr Spott und Hohn als Anerkennung geerntet. Ich denke, es gibt auch innerhalb jeder Firma die allgemeine und die spezielle Mitarbeitermotivation. Die allgemeine Motivation ist ein Klima zum Wohlfühlen für alle, zum Beispiel warme und kalte Getränke umsonst oder auch Obst oder Sonderurlaub bei bestimmten Ereignissen, bei denen es nicht vorgeschrieben ist (größtes Problem ist hier, dass man derartige Sachen nicht mehr rückgangig machen kann, wenn man die als Firmenleitung einmal einführt, da dies einen extrem negativen Wert auf die Motivation hätte). Das spezielle ist die Motivation des Invididuellen. Das können Zuschüsse zu Sportklamotten sein, wenn man dafür in einem Trikot der Firma bei einem Marathon aufläuft (finde ich persönlich eine Super Sache!). Manchmal, wie im Fall einer meiner Mitstudenten, sind es auch Dinge, die mich persönlich entweder stören würden oder die mir schlicht und einfach egal sind. So hat dieser sich mit dem eigenen Namen im Telefonbuch und sofortigen Adminrecht am Arbeitsplatz sehr motiviert gefühlt, zusammen mit dem Angebot, Models im Auftrag des Luxuskleidungsherstellers, bei dem er tätig ist, von A nach B in einem brandneuen Mini Cooper S zu fahren. Manchmal sind es halt doch die materiellen Dinge. Und daher hier nochmal mein Tipp an alle, die andere Leute führen. Wenn ihr euer Team nicht kennt, redet mit ihnen. Redet lange, redet oft. Findet heraus, womit ihr eure Leute motivieren könnt. Und balanciert es innerhalb der Firma aus. Neid ist dafür geschaffen, aus der persönlichen Motivation einer einzelnen Person ein Inhibitor für die Motivation aller anderen zu sein. Motivation ist außerdem schnelllebig. Viele Berufseinsteiger kann man beispielsweise mit Dienstwagen ködern. Aber nur ködern, nicht halten, und schon gar nicht dauerhaft motivieren. So, nun aber genug Managementtheorie für den Tag. Ich bin ja nur Student und dann noch Informatiker, da darf man von Human Capital und Führung keine Ahnung haben, nur viele Theorien. Wenn ihr Langeweile habt, schreibt doch mal in die Kommentare, mit was ihr euch motivieren lassen würdet. Und bitte keine Boni/Firmenanteil Kommentare. Das ist nicht Motivation 2.0 
Mittwoch, 6. Dezember 2006
Der Titel ist auch gleichzeitig die Frage, die 3 Kollegen und mir heute morgen vor dem Südgebäude der FH gestellt worden ist. Es könnte natürlich da dran gelegen haben, dass wir alle im edlen Anzug für eine Präsentation dort angestanden haben. Leider haben wir von dem uns unbekannten Fragesteller nicht erfahren, welchen Wetteinsatz er jetzt gewonnen hat. Schade. Abgesehen davon fühlt man sich irgendwie auch in der Cafete in derartigen Klamotten wie im Zoo. Ich hätte definitiv ein Schild mit "Bitte nicht füttern!" mitbringen sollen, um etwaige Probleme konsequent zu vermeiden und mich als artfremde Spezies zu präsentieren. Nichts destotrotz habe ich einen weiteren Meilenstein in meiner steilen FH Karriere markiert. Endlich im fachbereichsweiten Informationssystem mit Namen erwähnt zu werden. Eine unglaublich große Ehre als Student  
Samstag, 2. Dezember 2006
So die Worte eines Mitstudenten in meinem Semester, auf die Anfrage ob dieser uns seine Version einer Planbilanz als Exceltabelle mailen könne (Dinge über die man als Student üblicherweise - zumindest bei uns im Semester - überhaupt nicht nachdenkt, Dokumente werden verschickt und gut ist, hauptsache es hilft). Er wollte das nur als PDF machen, was natürlich hinsichtlich der da daraus nachvollziehbaren Formeln immens logisch ist. Ich mag den Autor dieser Zeilen sowieso nicht, da dieser bei dem geringsten Anflug von Arbeit innerhalb eines Teams die Flucht ergreift (5 Minuten vor Treffen heisst es dann immer "Ich muss arbeiten" oder "Ich kann nicht", aber natürlich nur per SMS, wenn überhaupt). Aber diese Zeilen haben dafür gesorgt, dass man sich insgeheim freut über derartige Personen und unsere Gruppe hat im Endeffekt wirklich nur noch darüber gelacht. Ebenjene Person hat sich im darauffolgenden Mailverkehr so positioniert, als sei sie die einzige Person, die eine Bilanz erstellen könne. Sadistischerweise freut man sich aber wirklich eher über das Versagen solcher Personen in Zukunft in Projektteams. Wer schon im Studium einen derartigen Egoismus an den Tag legt, wird im Job vielleicht vorher 1-2 Leute selber absägen, bis er dann dran ist. Und er wird den Hass aller Mitarbeiter auf sich ziehen. Außer vielleicht dem des Vorgesetzten. Aber man hat nur einen Vorgesetzten. Und viele Kollegen - wie im Studium. Think about it.
Donnerstag, 30. November 2006
...das auf 72 Seiten angeschwafelte detailliert ausgearbeitete Projekt 6h vor der Abgabe fertig zu bekommen. Daher auch die wenigen Einträge der letzten Tage. Die nächsten Tage werden auch mit weniger Einträgen versehen sein, aber aus beruflichen Gründen. Mehr dazu nächste Woche
Donnerstag, 9. November 2006
...lässt keine Geheimnisse zu. Nicht nur, dass man einen Tag, nachdem man ein paar Leuten das Ergebnis einer durchgefallenen Klausur mitteilt, vom ganzen Fachbereich wehleidig angeschaut wird. Flurfunk ist gar kein Ausdruck. Aber es ist viel beeindruckender, dass einige Leute meine durchgefallenen Klausuren inkl. Verbesserungsnote besser wissen als ich. Wofür da noch Noteninformationssysteme, wenn man Mitstudenten hat? Wenigstens gibt es hier auch noch ehrliche Professoren. Aus einer Mail: vor dem ersten Block bin ich definitiv nicht in der Lage, ein Gespräch zu führen. Amen, wir auch nicht! 
Samstag, 4. November 2006
Im Rahmen eines studentischen Projektes habe ich mit ein paar Kommilitonen eine Umfrage zum Thema Fachliteratur im Internet aufgesetzt. Es wäre schön, wenn jeder, der 2-3 Minuten Zeit hat, diese ausfüllen könnte. Die Umfrage ist anonym und hat maximal zwölf Fragen. Vielen Dank! Hier gehts zur Umfrage
|