Mittwoch, 27. September 2006
Erst habe ich mich ja noch naiv gefragt, wieso ein nagelneuer Audi A6 mit dem Kennzeichen EMD-100 im absoluten Halteverbot vor dem Südgebäude der FH parkt. Edle Autos für den Staat, da muss ja schon wer ganz großes im Hause sein. Nur Minuten später wurde das Rätsel vor dem Hauptgebäude gelöst, denn das edle Gefährt mitsamt noch edlerem Lenker, nämlich der höchsten Person meiner elitären Hochschule, der lieben Präsidentin, fuhr vor das Hauptgebäude vor. 100m zwischen den beiden Gebäuden, da kann der Zacken schon mal aus der Krone brechen. Wie durch Zufall waren die 3 Parkmöglichkeiten vor dem Gebäude alle frei. Es war bestimmt das Auto, nicht etwa dessen Lenker, welches dann gehupt hat, um die Studenten vom ersten Parkplatz zu vertreiben (es war Pause, da kann es schonmal sein, dass sich Studenten dort tummeln), dann auf den ersten Platz zu fahren, um von da aus zum Dritten zu fahren, anstatt direkt dahin. Chef sein, heißt sich auch einfach daneben zu benehmen. Warum? Weil man es kann. Nur wenn man nicht einparken kann, und daher die Alufelgen beim Einparken am Bordstein zerkratzt, dann ist es doof, vorher zu hupen. Aber Chef sein, heisst wahrscheinlich auch, einfach ein neues Auto zu bestellen, wenn da was zerkratzt ist.
Mittwoch, 6. September 2006
Da zu Hause momentan jede Woche der Focus herumliegt, wird dieser natürlichauch gelesen. Das Titelthema "Kürzer studieren - mehr Erfolg?" ist noch alsFrage formuliert. Der Artikel dagegen nicht mehr. Hier gibt es nur eineWahrheit. Wenn ich kein Diplomand an der FH wäre, würde ich fast einenLeserbrief schreiben, so aber ist meine Hochschulstreetcredibilitywahrscheinlich dahin  Fangen wir an: Der Artikel beginnt mit dem faszinierten Leitspruch einesBetriebswirtschaftsstudenten (sic!), welcher schnell zum Erfolg will - welchWunder. "So denken immer mehr Studenten in Deutschland" - natürlich wollen dieschnell zum Erfolg, was denn sonst?! Die Zahl der BA-Studenten (ich hatte im Hinterkopf, das hieße Berufsakademie)steigt sprunghaft, so der Artikel - wenn immer mehr Diplomstudiengänge auslaufen, würde mananderenfalls auch auf mangelnden akademischen Nachwuchs schließen müssen. Im ganzen Artikel besitzt das Wort Praxisorientierung Mantrastatus - bleibtaber unerklärt. Für den Bachelorstudenten der Romanistik ohne Diplomerfahrung ist dasÜbersetzenüben unter Zeitdruck und journalistisches SchreibenPraxisorientierung. Die Vizepräsidentin der Hochschule Erfurt lobt derweil, die Haltung zurLeistung der Studenten habe sich positiv verändert. Nicht nur unheimlichquantitativ wird dies belegt, sondern das ist selbstverständlich auch eine klare Auswirkung des Bolognaprozesses und nichtder in Deutschland allgegenwärtigen Zukunftsangst. Zwischendurch wird von Reformwellen klinsmännischen Ausmaßen geredet.Alles klar. Auch für die Hochschulen habe dies Vorteile. Endlich Elite-Unisein (man erinnere sich an das Getrickse der Uni Heidelberg), das Aussuchender eigenen Studenten (just the best, der Rest ist Abfall). Die Profiteure all dessen sind(selbstverständlich) und auch, wenn diese das (laut Artikel) nicht wahrhaben wollen, dieStudenten. Ohne in irgendeiner Form darauf einzugehen, verbessert sich mitStudiengebühren schlagartig die Qualität der Lehre, der Student studiertaufgrund Vorauswahltests nicht das falsche Fach und verschwendet sein Lebenund (natürlich) nicht genannte Experten prophezeien das Sinken derAbbruchquote. Ah, mal wieder Praxisorientierung. Diesmal eine Studentin, die lobt, das praktischesWissen für den Berufsalltag vermittelt wird (sowas wie Sprachkenntnisse,Multimedia und EDV). Könnte es sein, das so etwas einfach nur verschlafenworden ist bis dato? Oder könnte es gar sein, dass die Hochschule so versucht,den Bachelor selbst fachlich zu verwässern, um die eigenen Masterstudiengängeprofessioneller zu positionieren. Das Studium zu finanzieren ist Pflicht desStudenten, doch bei fachfremder Weiterbildung hört es auf? Klingt irgendwieorientierungslos. Doch nach Kritik an irgendetwas suche ich in diesem Artikelja auch noch immer. Metapher für zwischendurch: Studium wie Espresso - kurz und intensiv. Yeah. Und es geht weiter mit der hohen Arbeitsbelastung der BA Studien. Dass dieDiplomer die selbe Belastung haben? Kann nicht sein, und wenn, ist es zu müßig,dass zu erwähnen. "Am Ende sind wir mit Sicherheit vielseitiger undleistungsfähiger", meint eine Bachelorstudentin. Ja, derartige, auf Erfahrungbasierte Meinungen sollten stets repetiert werden. Nur so kann das Diplom, indem man keine Belastung hat, in Frieden auslaufen. Wieso werden eigentlich dieganze Zeit nur Studenten gefragt, keine Alumni, wie es damals mit dem Studium,vor der Wende[tm]war? Aufgemerkt! Es geht weiter! Ein Student des Bachelorstudiengangs Fahrzeugbau hat allerbesteZukunftsperspektiven. Wie jeder Student im Bereich Maschinenbau momentan, aberdas ist ja nicht so wichtig. In einem kleinen Zusatzartikel geht es dann um Studienkredite. Keine Kritik andiesem System, nur eine Auflistung der möglichen Banken und die Warnung,Studenten könnten sorglos mit Geld umgehen, wenn sie von Anfang an einenStudentenkredit aufnehmen und so bis über 30000 EUR Schulden bis zum Ende desStudiums anhäufen könnten. Dass Unternehmen eine Petition für mehr Bachelor und Masterabschlüsseunterzeichnen, verwundert nicht, vereinfacht dass doch die Gehaltsgefüge. Undwenn der Bachelor im Berufsleben nicht leistungsfähig genug ist, schickt manihn wieder weg, beruhigt, dass dieser ja noch einen Masterstudiengang machenkann? Gegen Ende des Artikels, ganz, aber nur ganz leicht angedeutet, dassStudiengebühren in die Lehre fliessen müssen. Ach, und das große Sparpotentialgegenüber Diplomstudiengängen wird angedeutet. Ebenso das Chaos undNichtanerkennen von Bachelorstudiengängen in Bereichen wie Medizin und Recht.Daraus hätte man einen Leitartikel machen können. Aus der letzten Seite desArtikels... Achja, is' ja der Focus.
Montag, 29. Mai 2006
... zu erledigen, das ist stets eine Lotterie für Fortgeschrittene. Aus dem readme.txt einer Testumgebung für sog. "offline Tests":
Vorbedingung ist, das Java in einer Version ab 1.4. installiert ist und die Systemzeit des Rechners zurückgestellt wird (01.11.2004) Das hat den Grund, dass mir zum Zeitpunkt der CD Erstellung nur eine 30 Tage Version von XYZ zur Verfügung stand. Wie es anders geht, ist in der nicht beiliegenden Diplomarbeit in Kapitel 5.4 beschrieben. Alles klar dann...
Dienstag, 16. Mai 2006
...wird in den nächsten Tagen hier vorherrschen. Morgen eine erst heute angekündigte Präsentation, übermorgen eine Pflichtenheftabgabe, Freitag eine CRM Kurzpräsentation, Samstag und Sonntag muss ein Projekt geschrieben werden. Achja, ab dem 15.06 sind dann auch Klausuren. Wie entspannend das Studium ist, merkt man erst, wenn es vorbei ist, befürchte ich.
Sonntag, 14. Mai 2006
Manchmal findet man sinnvolles in seinen Studienunterlagen. Nachdem ich neulich ja schon über gewisse Probleme geklagt habe, wurde Social Loafing als Grund genannt. Douglas McGregor hat zum Thema Motivation die Theorien X und Y geprägt. Durch die modernen industriellen Bedingungen im Arbeitsbereich wird das Vermögen an Verstandeskraft des Menschen, leider nur teilweise genutzt. --Wikipedia - dem kann man nichts hinzufügen, irgendwas muss ja auf der Strecke bleiben. Siehe auch klassische Führungsstile. Inwieweit sich so etwas allerdings bei Studenten durchsetzen lässt ist sehr fraglich. Anreizsystem Note scheint zumindest fehlzuschlagen. "Motivation von Teammitgliedern bei studentischen Projekten" wäre mal eine Vorlesung wert. Am besten im ersten Semester.
Dienstag, 9. Mai 2006
... aber dafür mehrere andere "Ich's", die nicht zum Team gehören wollen, und alles daran zu setzen, weder Arbeit noch Entscheidungen zu übernehmen. So entsteht ja auch kein Kompetenzgerangel. Sehr dezent. Ich habe bis jetzt die Erfahrung gemacht, dass die Arbeit bei Projekten im Team stets von maximal 50-60% des gesamten Teams gemacht wird. Und wenn man sagt, man kümmere sich beispielsweise um Präsentationstemplates, so mutiert dies in den Köpfen der Teammitglieder zu "Oh, toll, ich muss nix für die gesamte Präsentation machen". Gewählter Gruppenleiter impliziert "Du sagst wie es kommt". Das eigene Hirn kann aus. Brav. Und im Job dann wahrscheinlich die 180° Wendung, denn jeder will Chef sein, und niemand Kompetenzen verlieren. Aber solange noch hinlegen.
Dienstag, 11. April 2006
Gestern 11 Stunden, heute 13 Stunden. Toll, wieviel Zeit man in die FH kippen kann. Und wenig Besserung in Sicht. Also Tageslinks fallen die nächste Zeit etwas seltener an. P.S. Sollte man sich Gedanken machen, wenn der Prof lästert, er würde in unseriösen Medien schlecht bewertet werden, man Referer mit "meinprof fh oow" in seinen Logs findet, und man die erste Viertelstunde des Unterrichts allein drankommt? Oder ist man dann paranoid? Falls nicht - Hallo Herr..., lassen Sie doch einen lieben Kommentar hier auf der Seite. 
Sonntag, 2. April 2006
Man merkt, dass es wieder angefangen hat, wenn man als Einführung in Vorlesungen zwei Powerpointpräsentationen mit insgesamt 250 Slides bekommt. Und das Wahlpflichtfach hat in den ersten 4 Vorlesungen auch gerade mal 140 Slides. Wird bestimmt ein entspanntes Semester
Dienstag, 21. März 2006
So steht's geschrieben, auf SR-Online. In der HRK sind 261 staatliche und staatlich anerkannte deutsche Hochschulen freiwillig zusammengeschlossen. Damit repräsentiert sie nach eigenen Angaben 98 Prozent der in Deutschland immatrikulierten Studenten.
Hintergrund der Sache: Die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) hat eine neue Präsidentin, gleichfalls die einzige Kandidatin, Prof. Dr. Wintermantel. Wie das nunmal so ist mit "Neuen", freut man sich auf die Herausforderung, und muss natürlich erstmal den betriebswirtschaftlichen Aspekt nach außen kehren. Wettbewerb unter den Hochschulen wird kommen. Lehre und Forschung muss nicht erwähnt werden, da muss auch in den nächsten Jahren nichts kommen. Ich habe übrigens Antwort vom AKA. Ist unter "Zeichen und Wunder" verbucht.
Sonntag, 19. März 2006
Das akademische Auslandsamt meiner heißgeliebten FH ist mir ja generell ans Herz gewachsen. Die erste Mail an die offizielle Adresse ist gebouncet, die zweite Mail wurde nie beantwortet - ich war im Praxissemester und konnte dementsprechend nicht in die FH, aber das ist anscheinend kein Grund. Jetzt bin ich wieder an der FH. Naiv, wie man als Student im 6. Semester ist, denkt man ja noch, dass jetzt alles besser wird. Also persönlich da aufgekreuzt. Beratung? Tips? Fehlanzeige. Erstmal 'nen Bogen ausfüllen in bester "Wat wollen 'se überhaupt" Manier. Wahrscheinlich wird danach dann die Priorität mit einer geheimen Formel berechnet. Wenn dem so ist, habe ich das falsche angekreuzt. Weder Antwort via Email noch via Telefon bis dato. Nach über 2 Wochen. Aber das wird bestimmt alles besser, wenn ich 500 EUR pro Semester zahle. Da werden sich die Mitarbeiter, die ich dann anstatt studentischer Hilfskräfte bestimmt auch mal zu Gesicht bekommen werde, vor Service überschlagen.
Dienstag, 28. Februar 2006
6. Semester, Hauptstudium, ein Blick in meinen Stundenplan: Inklusive verschiedener Schwerpunktfächer, von denen man nicht alle belegen muss, insgesamt 16 Fächer. 5 davon haben das Wort Management im Namen, sei es nun Projekt/Logistik/Customer relationship - hauptsache es managed im Gebälk. Ich fühl mich schon so  Das einzig interessante Fach ist ein Wahlpflichtfach in Englisch: IT-Security.
Dienstag, 31. Januar 2006
... Alex ist, ach nee, doch nicht. Mist! Naja, das Praxissemester ist allerdings vorbei. Bums aus, Nikolaus, w?rde mein Lieblingschef da jetzt sagen. Hier die Stats und Facts abseits des Big Business innerhalb der Firma: - Circa 27000 km auf den Schienen zur?ckgelegt inklusive diverser Touren durch Niedersachsen an den Wochenenden - und nein, ich war nicht Schaffner, danke der Nachfrage
- 200km Fussweg sind dagegen nix (man darf sowas echt nicht zusammenrechnen)
- ?ber 80kg ?pfel gegessen
- ?ber 100 dieser Maggi Asia Snacks - sollte mir das irgendwer demn?chst anbieten, gibt es Tote
- ?ber 200 Mandarinen/Clementinen gegessen - das ist ja leider Saisonware
 - Jenseits der 250 Liter Tee
- Ich habe nicht ein einziges Mal den Zug um zwanzig nach sechs verpasst. Wieso schaffe ich das in der FH nicht, wenn der Bus um zehn vor acht f?hrt?
In diesem Sinne tut es gut, demn?chst auch wieder in der FH zu sein. Ich freue mich irgendwie schon auf ein weiteres Semester, und das ganz bestimmt nicht wegen der F?cher 
Dienstag, 31. Januar 2006
Das Subject der Anfrage-Mail: Praktikum Mitte 2006 Die Antwort: Unabh?ngig von Ihrer Qualifikation k?nnen wir [...] leider derzeit keinen Praktikumsplatz bei XxX anbieten. Tja, schade...
Sonntag, 18. Dezember 2005
Am Mittwoch ist f?r einige meiner Mitstudenten Abgabe von Datenbank 2, einem Java Projekt mit MS-SQL Abfrage. F?r mich als Informatiker bedeutet dies nat?rlich mal wieder Support ohne Ende (soll ja Leute geben, die kaufen sich das nicht ein). Also gestern und heute nachmittag solides an-die-Hand-nehmen von Studenten, denen die Querelen von Objektorientiertem Design nach 4 Semestern eher abhanden gekommen sind, als dass sie diese gelernt h?tten (und nichtmal ich kann das sonderlich gut, aber irgendwie wenigstens die Grunds?tze). Wer sprachenunabh?ngige Einf?hrungen/Skripte/sonstige Lekt?re zu OOP Design hat (wer zur H?lle hat den Leuten beigebracht, alles static zu deklarieren in Java?) - sofort melden bei mir, es ist wirklich dringend 
Montag, 21. November 2005
... liegt im Detail. Aus einer Mail: Mal ne Frage, kennst du jemandem der einem gegen gutes Geld ein BLA Projekt programmiert? Ich habe schon ein fertiges Projekt aus dem vorletztem Semester, aber leider bin ich eine NULL und kann damit nix anfagen. Vielleicht kennst du ja jemanden der Geld braucht und Zeit hat. Kapitalisten an die Front 
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