Samstag, 18. Oktober 2008
Ich habe leider keine Kategorie "Dummheit", daher packe ich es mal in die andere peinliche Sparte. Da die Banken ja gerade so leiden, habe ich mir mal gedacht, dass ich sie unterstütze wo es geht. Wie also macht man das am besten? Indem man Geld verschenkt. Wenn ich es aber einfach nur ausgebe, dann ists ja uncool und auch weg für die Banken. Nein, man sollte sich anpassen. Wie ein Chamäleon. Also das Geld in der Versenkung verschwinden lassen. Wie macht man das am besten? Ganz einfach. Man überweist es ins Nirvana. Ein Dreher in der Bankleitzahl reicht und das Geld ist weg. Ich hatte jetzt über mehrere Monate Geld überwiesen, bis dem Empfänger aufgefallen ist, dass er es nicht bekommen hat. Mir konnte es nicht auffallen. Denn von meinem Konto war es weg, und somit war ich ja davon ausgegangen, dass es auch angekommen ist. Welch kapitaler (achtung Wortspiel!) Denkfehler. Denn anstatt, dass die Bank dort von alleine nachforscht, ist die Kohle erstmal einfach weg, und derjenige der diesen Fehler begangen hat (vulgo: ich) muss auch den Anstoß zur Korrektur liefern. Da das jetzt schon die zweite Bank ist, wo mir das passiert, kann ich mir langsam auch sicher sein, dass das Usus ist im Finanzsystem. Jetzt stellt sich natürlich die Frage, ob eventuell die Bank, an die das Geld überwiesen wurde, das Geld einbehalten hat - naja, die deutsche Bank wollte ja eh gerade den privaten Sektor ausbauen, vielleicht ja auch Dienstleistung. Mal gespannt, wie lange es dauert, bis das Geld wieder auf meinem Konto ist in Zeiten wie diesen.
Donnerstag, 20. Dezember 2007
Ich habe hier meine Erfahrungen mit Alice DSL zusammengefasst (rein objektiv natürlich), so dass auch andere was davon haben. 19.11.2007 - Bestellung über das Webfrontend, relativ einfach für gediegene Informatiker. Alles entspannt. 20.11.2007 - Erste Email (nach der Bestätigungs-SMS). Es fehlen die Angaben des Vormieters (die waren ja auch nicht Pflicht...). Ich möge mich doch bitte auf der Webseite einloggen und diese nachliefern. Blöd nur, dass ich noch gar keine Zugangsdaten habe. Die Auftragsbestätigung trudelt erst einige Stunden später ein. Auch meine Email, dass ich noch keine Daten habe, wird nur mit einem lapidaren "Bitte haben Sie noch etwas Geduld und schreiben sie ihre Daten ja nicht in die Antwortmail" beantwortet. 20.11.2007 - Zweite Mail. Auftragsbestätigung. Termin: Ende Dezember. Großes Tennis. Probiert, mich mit den Zugangsdaten einzuloggen "im Moment leider nicht möglich, bitte probieren sie es gleich nochmals". Ganz groß. 21.11.2007 - Login funktioniert. Allerdings lässt sich das Formular, um den Vormieter einzutragen nicht finden. Anschlußfreischaltung ist jetzt auf den 5.12.2007 gelegt. Ich bin gespannt. 21.11.2007 - Abends einen Anruf bekommen, bei dem noch mal explizit nach den Vormietern gefragt wurde. Entweder ist denen aufgefallen, dass man das nicht eintragen kann im Web, oder es handelt sich um eine hochgeheime Serviceoffensive. 6.12.2007 - Alice Webfrontend: Voraussichtlicher Anschlußtermin: 5.12.2007 - ahso 11.12.2007 - SMS bekommen. Freischaltung am 17.12.2007. Ganztägig zu Hause sein (von 8.00 bis 16.00 Uhr). Sehr arbeitnehmerfreundlich... 17.12.2007 - Techniker ist da gewesen. Router anschließen, einen guten Siemens SL-141-I. Anscheinend konfiguriert der sicher aber nur über die Windows Install Software, so dass ich das ganze etwas umständlicher machen muss, aber das schreibe ich noch in einem separaten Eintrag. Zumindest funktoniert das Internet - wenn man nach der ersten HTTP Verbindung eine halbe Stunde wartet (wieso auch immer). Inzwischen geht es aber auch so. Alles in allem, weniger als als einen Monat. Also noch ganz ok. Bleibt nur abzuwarten, was bei Ausfällen passiert...
Dienstag, 9. Oktober 2007
Ein kurzer Zwischenbericht von der Front: - Der Bahnstreik nervt (2,5h für eine Fahrt sind schon viel irgendwie)
- Lieferdienste für Möbel sind nicht verlässlich
- Sogar IKEA bietet Weisswurstfrühstück an
- IKEA Regale und Spaltmaße kennen sich nicht
- Das Oktoberfest ist wirklich nur zum Betrinken da
- Goldene Regel: Niemals zur abendlichen Rush Hour ÖPNV nutzen
- WLANs sind heutzutage meistens mit WPA gesichert
Mehr gibt's demnächst in ein paar Wochen wieder, wenn sich er initiale Stress etwas gelegt hat.
Freitag, 31. August 2007
Seit heute ist es dann auch offiziell. Ich habe heute mein Kolloquium hinter mich gebracht und darf mich damit dann auch offiziell nach 4 Jahren studiert und Diplom-Wirtschaftsinformatiker ( Walldorf-UniFH) schimpfen. Ich gehöre allerdings wohl zu den wenigen Menschen, die den offiziellen Zeitpunkt ihres Kolloquiums verpasst haben, um dann solide eine Stunde später zu beginnen. Glücklicherweise hat sich das aber nicht auf die Note ausgewirkt, so dass ich heute abend erstmal einen drauf trinken werde. Und bald heisst es dann auch mal, sein eigenes Geld auszugeben. Und zwar in München. Wer hier zufällig aus der Nähe von München mitliest, kann gerne bescheidgeben für ein Willkommensbier.
Mittwoch, 29. August 2007
Su-Shee hat einen tollen Artikel "Wes' Buch ich les', des' Kind ich bin" geschrieben, mit was Sie sich heute identifiziert und mit was nicht und woher diese Identifikation kommt. Das ganze fing mit dem Gedanken an, dass es früher so war, dass man sich mit dem Werk eines großen Autors identifiziert und darauf die eigene Philosophie aufgebaut hat. Natürlich überhaupt nicht mehr zeitgemäß. All diese Fragen stellt man sich beim Lesen unweigerlich selber. Hat man irgendein Vorbild? Ich denke nicht. Allerdings ist der Grund dafür sehr simpel. Wenn man sich viel stärker für die Zukunft als für die Vergangenheit interessiert, hilft einem eine Person, die etwas in der Vergangenheit erreicht hat, überhaupt nicht. Ich hatte auch mal so eine Phase, wo ich unbedingt irgendwelche tollen, bekannten, großen Werke lesen musste. Nachher sagt man dann immer "Oh, was interessant". Mag ja sein, aber es fehlt für mich das wirklich Fesselnde des Neuen, des Unbekannten. Ebenso wie im Artikel erwähnt langweilen mich irgendwelche philosophischen Grunddiskussionen inzwischen völlig. Wer sich drüber unterhalten will, sehr gerne, nur am besten nicht mit mir. Mich interessiert die Zukunft. Das, was noch geht. Gentechnik, Medizin, Bionik, Vernetzung, Information für alle, Gleichheit - da geht was, das sind Themen, die mich bewegen und über die ich mich liebend gerne mit anderen unterhalten will. Allerdings bin ich Techniker mit einem Schuss Ethik, aber bestimmt kein Philosoph (Technik will nicht nur effektiv, sondern auch effizient genutzt werden). Probleme sind ein weiteres Thema. Man kann den ganzen Tag die über die Probleme in Boulevardblättern diskutieren (Special auf ZDF heute abend, Kinder der Königsfamilie - toll, ne?), oder eine halbe Stunde über die Stimmlage des Dozenten, wenn er bestimmte Worte ausspricht und wie sehr das einen doch anwidert (genau so gehört) - wer das tut, hat sonst echt keine Probleme. Andere Probleme werden verdrängt (insgeheim wundert es mich ja, wie man bei Amnesty International tätig ist und sich gleichzeitig beruflich im Bildungsbereich der Bertelsmann Stiftung in Schulen stark macht), je nach Belieben. Und Probleme, die einen selber nicht direkt betreffen (Online-Durchsuchung, biometrische Daten auf Dokumenten, Abschottung von EU-Grenzen und anderer Protektionismus, Menschenrechte, RFID... diese Liste umfasst all das, was die Risiken meiner geliebten Zukunft sind, also das, was Techniker ohne Ethik und Philosophen erstellt haben), werden vollständig ausgeblendet. So, jetz bin ich weit genug vom Thema abgeschweift, als dass es sich lohnt, noch weiter zu schreiben. Kurz gesagt, sollte man sich klarmachen, wo(für) man (ein)steht. Rückgrat und ein gesunder Blick nach vorn schaden nie. Um es mit dem Buch einer Person auszudrücken: Die neue Renaissance
Dienstag, 7. August 2007
Der August wird wohl relativ schweigsam hier, da ich viel durch die Republik gondeln werde. Sowohl die nächsten 5 Tage als auch die übernächste Woche wird hier wohl nicht soviel los sein. Das Sommerloch macht schließlich nirgends halt...
Donnerstag, 26. Juli 2007
Heute mal wieder ein ganz besonders tolles Exemplar. Wer errät, was gemeint ist (und nein, es kommt nicht aus der Softwaretechnik), erhält ein Bier von mir: Von dem her wird XYZ den administrativen Checkoutprozess in den nächsten Tagen starten. Ich habe das zu erratende corpus delicti gesondert markiert, damit man es auch erkennt - Auflösung in den nächsten Tagen.
Sonntag, 22. Juli 2007
Eine eigentlich einfache Frage. Nicht so, wenn man mit sowas bei einem Bewerbungsgespräch im Bezug auf den bisherigen Lebenslauf gefragt wird. Bis dato wurde mir zumindest noch nicht zum Vorwurf gemacht, dass ich meistens die Wege des geringsten Widerstands nehme. Das aber als Bequemlichkeit auszulegen, greift wohl doch irgendwie zu kurz. Zumindest war es das erste Bewerbungsgespräch, wo mir zum Vorwurf gemacht wurde, dass ich vor der zehnten Klasse bereits wusste, wo es für mich hingehen soll. Deswegen bin ich ja auch nicht weiter aufs Gymnasium gegangen. Und als ich dann auch wusste, dass ich nicht mein Leben lang Hilfsjobs im 1st Level Support machen wollte (die Bezahlung der Jobs war auch gerade im Keller) und studieren gegangen bin - und auch da von vorn herein wusste, was ich machen will. Das war zumindest das erste Mal, dass mir bisherige Zielgerichtetheit als persönliche Schwäche beziehungsweise Faulheit ausgelegt wurde - aber wohl eher um zu kokettieren...
Freitag, 6. Juli 2007
Eigentlich wollte ich ja nur Bücher bestellen. Man ist ja treuer Anhänger kleiner lokaler Buchhändler und geht guten Gewissens zu erst dahin. Da ich nach der Arbeit keinen Bock hatte, durch die Buchhandlung zu streifen und in die jeweiligen Abteilungen der Bücher zu gehen, um zu schauen ob diese eventuell doch da sind (bei dieser Bestellung allerdings relativ unwahrscheinlich), bin ich zur Buchbestellung gegangen, hab den Zettel dahin gelegt und gesagt, dass ich die Bücher gern bestellen würde. Die gute Bedienung schreibt mir dann, irgendwelche Zahlen neben die Bücher auf das Blatt, und meint todernst, ich müsse dann in die jeweiligen Abteilungen und dort nachfragen. Häääää? Ich hab dann gefragt, ob es nicht möglich sei, die Bücher hier einfach zu bestellen und den nächsten oder übernächsten Tag abzuholen. Als mir die gute dann nochmal den selben Sermon von wegen "Da müssen Sie hier und dort hin" erzählt, hab ich dann meinen Zettel genommen und bin gegangen. Ein klasse Beispiel, wie man es nicht machen sollte. Die 50 EUR entgangener Umsatz mögen ja für Buch Kaiser noch verkraftbar sein. Die mehreren hundert EUR (vorausgesetzt, ich bleibe in Karlsruhe) Folgeumsatz sind jetzt natürlich weg. Das kann man sich ja vielleicht leisten, wenn man der einzige große Buchhändler in der Stadt ist (das amazon e-Commerce Problem mal ignoriert). Wenn aber vor einem Monat eine große Thalia Buchhandlung in viel besserer Lage eröffnet hat, sieht die Sache schon wieder anders aus. Vor allem, wenn die Bedienungen da freundlich sind, an jedem Punkt in der Buchhandlung sagen können, ob das Buch auf Lager ist, etc. Dann werde ich demnächst wohl da bestellen. Das Problem ist, dass ein einziges solches Ereignis reicht, um nachhaltig Kunden zu verlieren. Ich habe mich bei Buch Kaiser mit den Mitarbeitern auch schon ein paar Mal über gekaufte Bücher unterhalten und Empfehlungen bekommen. Das bleibt zwar auch hängen, aber negative Eindrücke wirken immer sehr viel stärker und können zur dauerhaften Image- und Umsatzeinbußen führen. Der Kunde ist König (und ich sowieso). P.S. Ich krieg kein Geld von Thalia (und Buch Kaiser keins von mir ;-), ich hatte aber einfach keine Lust, die Firmen anonmysieren. Dann ists ja keine Kritik mehr...
Freitag, 6. Juli 2007
Im Titel steht schon alles. Wer fährt hin? Wann geht die Fahrt los? Hat wer Bock, danach noch ein paar Tage in Berlin zu bleiben? Fragen über Fragen...
Freitag, 29. Juni 2007
Eigentlich ist es ja immer wieder ganz nett, Bekannte wiederzutreffen, die man von der Schule o.ae. kennt und seit mehreren Jahren nicht gesehen hat, dann aber zufällig abends irgendwo trifft und 'ne Runde erzählt, was man so macht und was man demnächst machen wird. Was ich aber überhaupt nicht mag, sind Leute, die es schaffen, den ganzen Abend über die Vergangenheit zu fabulieren (nein, ich hatte kein schlechte Kindheit!). Man fühlt sich während der Unterhaltung dann immer so in die Vergangenheit zurückversetzt. Die selben schlechten Witze, die selben "ich war damals schon der geilste" Stories, die einem damals schon nicht interessiert haben, die selbe Art und Weise, über Dinge zu berichten, dass man sich nur gelangweilt abwenden will. Gääääääähn.... Nur Zukunftspläne, die gibt es nicht - was wahrscheinlich auch erklärt, warum man so gern über die vergangenen glorreichen Zeiten spricht. Wie auch immer, genug gejammert, und auf in die Zukunft. Harret der Dinge, die kommen. Noch 4 Wochen Zähne zusammenbeissen heisst es für mich. Die Freiheit naht, und natürlich die Möglichkeit, ein weiteres Stück Vergangenheit abzuhaken. Auf, auf!
Sonntag, 27. Mai 2007
Um es gleich vorweg zu nehmen: Ich werde hier nicht schreiben, wieviel ich verlange, das wäre ja langweilig, und würde den Personalchefs, die das hier lesen, ja die ganze Spannung und den Spaß nehmen (und mir ja auch). Aber ich werde ein paar Beobachtungen loswerden. Als Basis für meine Beobachtungen dient diese Grafik aus dem c't Gehaltsspiegel. Zu erst einmal das kuriose: BA und FH sind nicht auf einem Level. Verstehe ich nicht wirklich. So wie es da aussieht, wäre ich mit meinem (tendenziell eher lächerlichen) staatlich geprüften informationstechnischen Assistenten auf einer Stufe mit einem Berufsakademieabsolventen. Irgendwie nicht ganz passend. Interessant ist auch, dass bei den letzten beiden Gruppen das Gehalt nach 2 Jahren der Arbeit sinkt, wobei das unter Umständen noch Reste der geplatzten New Economy Blase sein könnten und sich die Gehälter jetzt wieder normalisieren. Weiterhin fällt auf, dass die Gehaltssituation insgesamt durchaus nach oben zeigt. Sogar bei SpOn sieht man das so. Das einzige Wissen, was man jetzt noch benötigt ist, seine Fähigkeiten einschätzen zu können. Und da ich in letzter Zeit mit vielen Leuten über dieses Thema spreche, habe ich das Gefühl, dass sich einige unter Wert verkaufen, aber auch einige durchaus abgehobene Vorstellungen haben (zumindest dafür, dass sie nicht mal eine genaue Vorstellung besitzen, in welchem Bereich sie überhaupt arbeiten wollen, und sich somit nicht mal um vergleichbare Werte gekümmert haben). Ich habe zumindest den heutigen Tag genutzt und mir klargemacht, was ich verlangen will. Und ich kann es auch begründen. Zumindest für mich schlüssig. Die Zeit wird kommen, wo sich herausstellt, ob andere das genauso sehen.
Samstag, 26. Mai 2007
Obwohl man sich momentan angesichts der Jobsituation in der Informatik weitestgehenst keine Sorgen machen müsste, beängstigt einen Staat ja doch schon im Moment, wenn man das ganze mal im Gesamtbild betrachtet. Erst wird mit so gut wie keinen Gegenstimmen ( nur eine aus der SPD) und trotz vehementer Lobbyarbeit von jetzt extrem frustrierten Experten verboten, Sicherheitssoftware für ihren angestammten Zweck zu nutzen ( und auch zu distribuieren, wenn man den Paragraphen strikt im Wortlaut auslegt). Auch der CCC gibt zu Bedenken, dass dies nicht nur Wirtschaftsspionage Tür und Tor öffnet, sondern auch dem Staat mit seinen Onlinedurchsuchungen. Sowas. In was für eine Gesellschaft will ich leben? In einer, in der mein Handeln während der Arbeitszeit sich in einer rechtlichen Grauzone befindet? Wenn ich es mir Recht überlege... Der zweite wichtige Punkt ist der G8 Gipfel und die in diesem Kontext stattfindenden Aktionen des Staates. Zum einen sind die Ergebnisse des Gipfels den wenigen Teilnehmern mit Sicherheit schon im Voraus klar - Afrika und seine Rohstoffe darf nicht an China verloren gehen (Amnesty International zeigt schon mal, wo der Weg noch weiter hingehen wird), der Klimawandel muss irgendwie geändert werden und das Patentwesen ist genial. Die Angst vor dem Plebs scheint ja zumindest riesig zu sein. Da wird die Post gefilzt, Geruchsproben genommen, Häuser durchsucht, Laptops konfisziert. Sogar einem Dozenten von Hochschulen wird die Bildung einer terroristischen Vereinigung vorgeworfen. Sollte sich der Vorwurf bewahrheiten, dass jetzt die Hörer des Dozenten genauer untersucht werden, bedeutet auch dies einen Eingriff in die Privatsphäre ohne einen anscheinenden (bzw. vor allem hinreichenden) Anfangsverdacht. Aber hey, wir alle wollen ja "Null Toleranz bei innerer Sicherheit". "Der Staat selbst liefert das Feindbild", sagt der stellvertretende Redakteur des "Stern", Hans-Ulrich Jörges (im Wikipedia Link auch den "Kritik"-Absatz lesen). In was für einer Gesellschaft will ich leben? In einer, in der ich Angst haben muss, demnächst auch überwacht zu werden? Wenn ich es mir Recht überlege... Und es ist bestimmt nur Zufall, dass genau in dieser Zeit Themen wie die Dopingaffäre medial aufgebauscht werden, so dass sich die großen Medien an diesen gefühlsbeladenen Dingen ergötzen und so nicht auf die Idee kommen, die die Demokratie unterwandernden Maßnahmen kritisch zu beäugen.
Samstag, 26. Mai 2007
Gestern um 15.00 Uhr der Anruf eines Headhunters. Vorher natürlich explizit angegeben: Anrufe generell erst abends. Wie sich nach einer Minute rausstellt, ging es um einen Job, den ich bereits ausgeschlagen habe, da ich keine Lust habe, für Unternehmen zu arbeiten, die in der Rüstungsindustrie tätig sind und sich u.a. für die Softwaresteuerung von Raketensystemen, Fregatten (oder auch gleich dem Gesamtverkauf) verantwortlich zeigen. Die gute Frau wollte dann wissen, ob sie mich nicht doch noch überreden könne. Wieso sage ich wohl ab? Um mich noch beliebter zu machen? Etwas verzweifelt auch die Frage, ob ich nicht noch jemanden kenne, der moralisch damit weniger Probleme hat. Eigentlich nett, dass ich das ehrlich verneinen konnte - zumindest für dieses Jobprofil.
Montag, 21. Mai 2007
Cool, wenn man zu einem Radio Interview eingeladen wird. Blöd, wenn man 10 Minuten vorher erfährt, dass es live "on air" ist. Ergebnisse demnächst.
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