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Das Arbeitgeberbewertungsportal kununu hat kürzlich ein neues Feature auf seiner Plattform vorgestellt: mit dem Themenbereich „Fragen“ will das Unternehmen die Bildung einer Community anregen. Im Bezug auf den eigenen Namen wird diese als „kununity“ bezeichnet. kununu wurde 2007 als Start-up in Wien gegründet und 2013 von Xing übernommen. Entsprechend ist die neue Funktion auch zuerst auf den beiden Profilen der Firmen verfügbar, die Freischaltung für alle Accounts soll im Laufe der nächsten Wochen erfolgen. Was es mit dem neuesten Coup des führenden Bewertungsportal im deutschsprachigen Raum auf sich hat, haben wir uns einmal genauer angesehen.

Was hat es mit der kununity auf sich?

Die „Fragen“-Sektion ist das erste tatsächliche Interaktions-Feature der Plattform. Bisher war es nur möglich, Bewertungen abzugeben und diese anschließend zu kommentieren, nun soll es zu einem tatsächlichen Austausch zwischen Interessierten und „Insidern“ kommen. Im Gegensatz zu einem reinen FAQ soll die AMA-Option (Ask Me Anything) zu einer Kommunikation führen. Laut kununu selbst handelt es sich um eine „relevante Informationsebene mit Echtzeit-Charakter“, die sich als Tab an dritter Stelle zwischen den bisherigen Schaltflächen „Bewertungen“ und „Jobs“ befindet. Dabei können die Nutzer nicht nur Fragen stellen und beantworten, sondern auch bereits veröffentlichte Rückmeldungen als „hilfreich“ markieren.

An wen richtet sich das neue Feature?

Die kununity soll Jobinteressenten mit „Insidern“ aus dem Unternehmen verbinden. Als eben solche bezeichnet kununu ehemalige, freie oder aktuelle Mitarbeiter, aber auch deren Angehörige oder andere Bewerber sowie natürlich die Unternehmen selbst. Fragen stellen sollen vor allem Bewerber und Mitarbeiter, bis auf authentifizierte Unternehmensvertreter bleiben aber ohnehin alle Beteiligten anonym. Um den Austausch anzuregen, will kununu Follower der Unternehmensprofile (vorerst nur in der kununity, nicht auf Xing) und Profile, die bereits eine Bewertung zu diesem Unternehmen abgegeben haben, per Mail über neue Fragen benachrichtigt und zur Interaktion aufrufen.

Wie kann man die Funktion für sich nutzen?

Die kununity soll neben dem Thema Transparenz vor allem auch persönliche Einblicke liefern – es geht um authentisches Storytelling statt um austauschbare Standart-Floskeln aus der Unternehmensphilosophie. Durch die Möglichkeit zur offiziellen Authentifizierung im Namen des Unternehmens können außerdem Mitarbeiter als Markenbotschafter auftreten, wie auch im obigen Beispiel zu sehen ist. Neben klaren Frage-Antwort-Situationen können dabei natürlich auch subjektive Faktoren wie die Frage nach der Stimmung im Büro oder der Persönlichkeit der Chefs eine Rolle spielen. Im Zweifelsfall empfiehlt es sich, solchen Fragestellungen auch als Unternehmen offen entgegenzutreten und z. B. zu einem persönlichen Austausch in Form eines Gesprächs, der Möglichkeit zur Probearbeit oder einem Besuch beim nächsten Event einzuladen. Angst vor Bashing braucht übrigens niemand haben: Die Community-Richtlinien gelten natürlich auch innerhalb des „Fragen“-Features, ein Filter verhindert Beleidigungen oder unangebrachten Sprachgebrauch und die veröffentlichten Fragen und Antworten werden permanent durch Mitarbeiter überprüft.

Fazit

Das neue „Fragen“-Feature bei kununu bieten viele Möglichkeiten – sowohl für Bewerber, als auch für Unternehmen. Es bleibt abzuwarten, wie und in welchem Umfang die Funktion ab Anfang November dann auch tatsächlich genutzt wird, in jedem Fall handelt es sich dabei um eine spannende Neuerung. Und gerade im Sinne des Social Recruitings kann man sich die kununity auf verschiedenste Weise zunutze machen – nur ignorieren sollte man sie nicht. Gerne beraten wir Sie diesbezüglich auch persönlich!

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