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Bild: Maurizio Pesce (CC BY 2.0)
Bildlizenz: Creative Commons Attribution 2.0 Generic (CC BY 2.0)

Trends für das Personalmarketing oder Employer Branding aufzuspüren und richtig einzuordnen ist nicht immer einfach. Zum einen lässt sich nicht jede neue Technologie oder Applikation einfach so auf Personalmarketing anwenden, zum anderen ist die Branche leider oft zu konservativ, um sich neuen Ideen zu stellen. Darum bin ich tendenziell eher vorsichtig, wenn es darum geht, einen Trend als tatsächlichen Trend zu deklarieren. Doch im Falle von Virtual Reality ist das etwas anderes.

Zugegeben. Das Thema Virtual Reality war bislang eher an uns vorbeigegangen. Bis vor einigen Tagen, denn da hatten wir im Zuge einer Veranstaltung bei uns auf dem Stuttgarter Startup-Campus die Gelegenheit, die Samsung Gear VR zu testen. Vor rund 2 Jahren hatte ich im Zuge einer Trend-Veranstaltung schon einmal über so eine „Reality“ gesprochen. Damals war es die Augmented Reality.

Aber was ist denn nun diese Virtual Reality von der gerade so inflationär gesprochen wird? Als Virtual Reality, also Virtuelle Realität, wird laut Wikipedia „die Darstellung und gleichzeitige Wahrnehmung der Wirklichkeit und ihrer physikalischen Eigenschaften in einer in Echtzeit computergenerierten, interaktiven virtuellen Umgebung bezeichnet.“ Erlebbar gemacht wird eine Virtuelle Realität zumeist mittels einer Datenbrille wie der von uns getesteten Gear VR. Die Gear VR ist mit einem Preis von rund 200 EUR aktuell wahrscheinlich eine der günstigsten und bequemsten VR-Brillen am Markt. Der günstige Preis resultiert jedoch daraus, dass man zusätzlich zur Brille noch ein Smartphone benötigt, welches in die Brille eingesetzt wird und die nötige Rechenleistung sowie einige Lagesensoren zur Verfügung stellt.

Patrick testete für unsere Kunden die Gear VR von Samsung.
Patrick testete für unsere Kunden die Gear VR von Samsung.

Virtual Reality trifft Employer Branding

Mit der richtigen App und einem 360-Grad-Video kann der Nutzer so in Echtzeit in eine virtuelle Welt eintauchen, Bewegungs- und Lagesensoren nehmen jede Bewegung des Kopfs wahr und man hat den Eindruck mitten drin zu sein. Doch mitten drin von was? Gehen wir mal davon aus, dass der Nutzer einer solchen Brille ein Besucher einer Karriere-Messe ist. Ein potenzieller Bewerber also. Er wird auf einen Arbeitgeber aufmerksam und unterhält sich mit den Recruitern am Messestand. Sie erzählen von den ergonomischen Arbeitsplätzen, dem modernen Bürogebäude und der großartigen Kantine. Doch vorstellen kann sich das der Bewerber nicht so richtig. Also bekommt er die Brille auf den Kopf und kann noch am Messestand in die Arbeitswelt des Unternehmens eintauchen. Er kann sich virtuell durch das Büro bewegen oder die moderne Produktionshalle von innen ansehen.

Bietet ein Unternehmen eine solche Erlebniswelt, zahlt das in hohem Maße auf seine Arbeitgebermarke ein. Es sagt viel über den Innovationscharakter und die Kreativität eines Unternehmens aus, fasziniert und zieht in seinen Bann (ich habe es selbst ausprobiert und es ist wirklich extrem cool).

Die Bahn fährt schonmal vor

Als eines der ersten Unternehmen haben es die notorischen First-Mover der Deutschen Bahn ausprobiert: Im Zuge der Arbeitgeberkampagne „Kein Job wie jeder andere“ kann man verschiedene Perspektiven in einem ICE-Werk erleben und in die Arbeitswelt eintauchen. Ein interaktives 360-Grad-Video, welches das Unternehmen auf YouTube gestellt hat, lässt erahnen wie cool das mit einer VR-Brille ausschauen muss (Tipp: Einfach mal das Video abspielen und bei gedrückter Maustaste umsehen :-)) Für den Live-Einsatz wurde hierbei allerdings nicht die Gear VR von Samsung, sondern die VR ONE des Optikspezialisten ZEISS verwendet.

Man kann es sich schon ausmalen, was für großartige Möglichkeiten die VR-Technologien und die 360-Grad-Videos bieten. Und wer dann schonmal das Geld für ein solches Video locker gemacht hat kann sich über die neueste Meldung von Facebook freuen: Das soziale Netzwerk erlaubt seit Ende September auch das Einbinden solcher Videos in die Timeline. Na dann, frohes virtuelles Umsehen 🙂

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