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Meinen ersten Messebesuch als Geschäftsführer habe ich letzte Woche hinter mich gebracht. Es war ein erfolgreicher, aber auch sehr anstrengender Tag auf Deutschlands größter Fachmesse für Personaler und alle, die am Thema Personal interessiert sind. 

Bevor ich die Messe betreten konnte, lag allerdings der Weg mit dem ICE von Stuttgart nach Köln vor mir. Diesen wollte ich für Vorbereitungen auf den Messebesuch nutzen, doch leider schien das Telekom-HotSpot-Netz im völlig überfüllten Zug überlastet gewesen zu sein. Am Bahnhof in Köln/Deutz angekommen, habe ich mir deshalb erst einmal die App der Messe Zukunft Personal installiert, um dann festzustellen, dass es in dieser – so wie auch auf der Website der Zukunft Personal – keinen brauchbaren Plan zur Lage der einzelnen Aussteller gab. Am Eingang der Messe erklärte man mir dann, dass es innerhalb der App immerhin eine Suchfunktion gibt, mit der sich nach Ausstellern und deren Lage auf der Messe suchen lässt. Die Lagepläne in den Messehallen waren übrigens oft verkehrt herum aufgestellt worden, so dass bei der Orientierung ein ausgeprägtes räumliches Vorstellungsvermögen gefragt war.

Im Halbstundentakt hatte ich mir die Termine mit den unterschiedlichsten Dienstleistern und Jobbörsen gelegt und stellte bereits nach dem ersten Termin fest, dass dies etwas zu optimistisch geplant war. Bis zur Mittagszeit hatte ich mich bereits ausgiebig zu Themen wie etwa dem Preiskampf im Jobbörsenmarkt, der Zukunft der klassischen Stellenanzeige, wie man richtig Vertrieb macht, wie man ein Unternehmen gründet, ob CPC oder Festpreis nun das bessere Modell ist und dass Google AdWords eigentlich am geilsten ist, unterhalten.

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XING zeigte mit seinem Jobmanager, dass man auch mehr als nur einfache Klicks auf die Stellenanzeige auswerten kann: Neben dem „Interesse bekunden“-Button kann XING dank der Daten, die die User in ihren Profilen mitliefern, mit Statistiken zu Branchen, Tätigkeitsfeldern und demografischen Daten der Anzeigenbesucher aufwarten. Eine derart detaillierte Auswertung lässt natürlich viel bessere Rückschlüsse auf den Erfolg oder Misserfolg einer Stellenanzeige zu. Leider sind derartige Auswertungen momentan nur innerhalb von XING möglich.

Bei den großen der Szene wurde sonst nicht viel Neues präsentiert. Deswegen zog es mich bei meinem Besuch gleich mehrmals zum Start-up-Village, wo wirklich neue Ideen entstehen oder Althergebrachtes vollkommen neu interpretiert wird:

get in IT – Rainer Weckbach hat es sich mit get in IT zum Ziel gesetzt, IT-Nachwuchskräften den Berufseinstieg zu erleichtern. Auf www.get-in-it.de können sich angehende ITler (meist Absolventen einschlägiger Studiengänge) umfassend über die Möglichkeiten des Berufseinstiegs informieren und natürlich Jobs finden. Die Plattform beinhaltet neben allgemeinen Informationen zum Thema Berufseinstieg zahlreiche Erfahrungsberichte von ITlern, umfangreiche Unternehmensprofile, Jobangebote, Informationen zu Studiengängen und eine Kandidatendatenbank. Letztere besticht durch die Detailtiefe und Qualität der in ihr auffindbaren Profile. Der ausgeklügelte Aktivitäts-Index, bei dem auch die Response-Quote der einzelnen Kandidaten berücksichtigt wird, sowie die umfangreichen Angaben zu den Fähigkeiten der einzelnen Kandidaten haben mich nachhaltig beeindruckt.

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fapool.de – Die Macher von Fapool haben es sich zum Ziel gesetzt, das Matching-Problem auf dem Bewerbermarkt anzugehen. Auf ihrer Plattform können sich Bewerber, Unternehmen und Personalberater registrieren. Dabei können alle drei Parteien zeigen, was sie haben und was sie brauchen. Am interessantesten an Fapool ist die Idee, dass sich hier viele kleinere Personaldienstleister mit ihrem Kandidatenpool präsentieren können und so eine Plattform mit einer riesigen Auswahl an unterschiedlichen Kandidaten entsteht. Auch können sich auf Fapool Personalberater gegenseitig bei der Vermittlung ihrer Kandidaten helfen. Der Netzwerkgedanke steht hier klar im Vordergrund.

optiopay – Dieses Start-up aus Berlin hilft insbesondere kleineren Unternehmen dabei, das Gehalt der Mitarbeiter mittels Sachgutscheinen aufzuwerten. Das Prinzip ist ganz einfach: Mitarbeiter A erhält anstatt 100 Euro Lohn einen 120-Euro-Gutschein einer großen Supermarktkette als Entlohnung. Wir alle müssen Lebensmittel einkaufen. Warum sich also nicht gleich mit einem höherwertigen Gutschein von dem Supermarkt bezahlen lassen, bei dem man sowieso nach Feierabend einkaufen gehen würden? Dabei gibt es natürlich nicht nur Gutscheine von Supermärkten, sondern von unzähligen weiteren Partnern. So hilft optiopay kleinen und mittelständischen Unternehmen, auch in Sachen Gehalt gegenüber der großen Konkurrenz gut dazustehen.

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Obwohl auf der Zukunft Personal 2015 nichts wirklich Revolutionäres passiert ist, hat die Messe gezeigt, dass die Szene in Bewegung ist. Die Digitalisierung und Vernetzung im HR-Bereich geht für meinen Geschmack zwar immer noch etwas zu langsam voran, aber die meisten Dienstleister haben begriffen, dass sie etwas tun müssen, um dem Kunden in einer Welt, in der Smartphones und Social Media Alltag und mehr nur Trend sind, einen echten Mehrwert zu bieten.

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