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HR TEC Night im Wizemann Blockchain trifft auf Human Resources

Dort, wo sich sonst Unternehmer, Firmen und Studenten zum Coworking zusammenfinden, trafen im Stuttgarter Wizemann Areal am 08. April Recruiter auf das (doch recht komplizierte) Thema Blockchain im Bereich HR. Anlass war die HR TEC night, ein Vortragsformat mit knackig kurzen Vorträgen rund um die Themen Digitalisierung und Human Resources.

Aber was ist diese Blockchain eigentlich?

Blockchain, das ist das unbesiegbare Myterium, das jeder knacken will, aber keiner knacken kann. Bekannt gemacht mit uns hat die Blockchain Innovationsexperte Fabian Süß, erster Redner des Abends. Und wir lernten Folgendes: Blockchain ist ein dezentrales Datensystem, wobei dezentral bedeutet, dass die riesige Datenmenge nicht auf einem Server oder bei einem Unternehmen liegt, sondern über viele Rechner verteilt ist. Dabei hat jeder Teilnehmer die gleichen Zugriffsrechte. Die Blockchain gehört somit allen und zugleich niemandem, ist nicht zu manipulieren oder gar zu hacken. Sie ist verdammt flexibel und kann für jede Art von Informationen genutzt werden – so auch für den Bargeldlosen Geldtransfer via Bitcoin & Co. Diese Informationen sind dann für alle aktuellen und zukünftigen Teilnehmer einsehbar, können aber nicht mehr geändert werden.

Abgelegt werden diese Informationen in sogenannten Blöcken. Ein Block enthält immer auch eine (Transaktions-)Historie. Jeder neue Block ist mit seinem Vorgänger verbunden und enthält die Historie in Form einer Prüfsumme des vorhergehenden Blocks. Zusätzlich zu dieser Prüfsumme enthält ein Block auch immer die Prüfsumme der gesamten Kette – daher der Name „Blockchain“

Blockchain + HR = Liebe?

Zeit für den romantischen Part: Präsentiert von Redner Nummer zwei, Dennis Hauck, erfuhren wir, wie Blockchain und HR eine Beziehung eingehen können.

Gerade die Personalbeschaffung und Personalführung sind Bereiche, die auf die Verifizierung von Informationen angewiesen sind. Mit Blockchain könnten sie dabei ohne Zwischenhändler auskommen. So könnten beispielsweise digitalisierte Zeugnisse und Zertifikate mit zwei Klicks auf Echtheit überprüft werden, ohne beispielsweise eine Hochschule diesbezüglich kontaktieren zu müssen. Vereinfacht werden könnten dadurch gerade neue Arbeitsmodelle wie das digitale Nomadentum.

Besonders an der Blockchain ist aber auch ihre Zahlungsabwicklung über Kryptowährungen wie Bitcoin. Unternehmen zeigen sich mittlerweile interessiert und gehen dazu über, Teillohnzahlungen in Bitcoin anzubieten. Plattformen wie Bitwage machen es möglich und Konzerne wie Airbnb und Netflix nutzen bereits das Angebot. Durch die hohe Transparenz und Transaktionsgeschwindigkeit sind Kryptowährungen äußerst attraktiv, insbesondere für die stetig wachsende Zahl von Freiberuflern.

Was in der Theorie schon sehr gut klingt, könnte in der Praxis zu einer echten Herausforderung werden. Darauf wurde näher in der anschließenden Diskussionsrunde eingegangen, die den Abschluss des Abends bildete. Denn kompliziert wird es schon alleine beim Thema Datenschutz. Und auch von den Arbeitnehmern könnte die Überprüfung auf wenig Gegenliebe stoßen.

So steht die Beziehung zwischen Blockchain und HR steht also noch ganz am Anfang.

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