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(K)ein klassischer Poetry Slam – Der Recruiter Slam 2019 im Wizemann Stuttgart

Recruiter Slam 2019 - emplify

Wenn sich Recruiter aus jedmöglichen Unternehmen gemeinsam im Wizemann in Stuttgart treffen dann bedeutet das, dass der Recruiter Slam in die nächste Runde geht. Eine Veranstaltung, die in vielen HR-Eventkalendern schon Monate vorher vermerkt ist. So auch der 14.11.2019 – erneut veranstaltet Michael Witt gemeinsam mit Tobias Meinhold das Poetry-Event. Gestartet als regionale Veranstaltungen kommen Besucher sowie Slammer heute aus vielen weiteren Bundesländern.

Die diesjährigen Sponsoren des Recruiter Slams

Bei gemütlichem Ambiente, live DJ und mit über 300 Leuten im Saal ist die Stimmung der Recruiterinnen und Recruiter ausgelassen. Alle sind gespannt, was der Abend bringen mag. Moderator Tobias Meinhold erklärt die Regeln, dies scheint jedoch überflüssig zu sein, da sich doch der Großteil des Publikums als Wiederholungstäter entpuppt.

Den Slam eröffnet Rebecca Glockner, Gewinnerin von Vorjahr, mit einem Text über das Mutter werden. Ja, auch bei Alltagsdingen steckt immer ein Recruiter drinnen, erklärt sie.

Das Publikum bewertet die erste Runden

Das Publikum gibt die Bewertungen für die erste Runde mit Punktetafeln ab.

Der Eröffnungstext geht nicht in die Wertung mit ein, sodass Nora Jarzynksi von Roche als erste Slammerin des Abends das Battle eröffnet. Mit dabei: Eine große Fangemeinde. Es folgen viele weitere Slammer und Slammerinnen, die bewegende, lustige oder nachdenkliche Texte auf die Bühne bringen.

Dem kreativen Geist ist keine Grenze gesetzt

Die Texte dürfen so kreativ wie möglich gestaltet sein. Einziges Kriterium: Die Texte sowie die Referenten müssen aus dem Recruiting-Bereich kommen. Sales-Pitches werden verbannt. Der Rest ist aus dem Regelwerk des „normalen“ Poetry Slams entnommen. Das Publikum entscheidet per Anzeigentafel über die Bewertung des Slams der ersten Runde. Die Finalrunde wird per Applaus bestimmt.

Im zweiten Battle folgt eine weitere Newcomerin im Poetry-Bereich: Anja Schölhorn von viasion bringt den Saal mit ihrem Beziehungsmanagement-Slam zum Kochen. So ziemlich jeder im Raum kann ihre Geschichte nachempfinden, wie es ist, als Recruiter den vermeintlich perfekten Kandidaten gefunden (bzw. recruitet) zu haben und die Kollegen sind so gar nicht überzeugt. Daher schafft sie es auch sich gegen ihre Konkurrenz durchzusetzen und wird vom Publikum in die zweite Runde gevotet.

Lustig, anmaßend, rückblickend oder zum nachdenken anregend. Die Texte der Slammerinnen und Slammer waren einzigartig.

Aber nicht nur Newcomer präsentieren ihre Texte auf der Bühne. Auch alte Hasen wie bspw. Henrik Zaborowsk (hzabrowski), der in der Vergangenheit bereits das Herz der Zuschauer für sich gewinnen konnte, ist mit von der Partie. Sein Text aus Sicht eines Recruiters über die Hürden, Gedanken und Eindrücke der vielen hunderte Bewerber kommt beim gut an. Doch ist es im Battle Kay Ackermann (HRlab) der die Nase weiter vorne hat. Auch Jannis Tsalikis (Teufel), der dem Publikum vor allem durch seinen in einer vorherigen Veranstaltung gesungenen Beitrag „Rainer“ bekannt ist präsentiert einen wilden Tagtraum eines Recruiters auf dem Weg zur Arbeit. Beide können sich gegen ihre Kontrahenten dieses Mal jedoch nicht durchsetzen.

Nach der Pause geht’s in die zweite Runde

Vier Finalisten treten mit einem zweiten Text gegeneinander an. Jetzt heißt es für die Kandidaten Schwitzen, denn das Publikum entscheidet am Ende per Applaus, wer der Gewinner des Abends ist.

Nora Jarzynksi trägt eine bewegende Ballade über das Verschwinden des Anschreibens vor, während ihre Kontrahentin Anja Schölhorn ihre Beziehungsgeschichte erneut vorträgt – diesmal nicht aus ihrer, sondern aus Bewerbersicht. Kay Ackermann slammt über den perfekten Bewerber und Isabel Hartmann (studydrive) erzählt über ein Treffen mit ihren sächsischen Verwandten und die unterschiedlichen Meinungen über HR, Recruiting und Fachkräftemangel.

Die Teilnehmer des Recruiter Slams 2019

Am Ende siegt die Frauenpower: Isabel Hartmann überzeugt das Publikum und erhält die begehrte Recruiter-Slam-Trophäe.

Und weil sich freie Vakanzen nicht von allein besetzten heißt es am Ende des Abends:

Weiter machen, egal wie verzweifelt die Suche auch ist.

Und so neigt sich ein gelungener Abend zum Ende.

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